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Drei Politiker*innen und drei Unternehmen

Am Montag war das Thema des Tages wieder die berufliche Bildung. Dieses Mal besuchte ich gemeinsam mit Doreen Hildebrandt, der Ausbildungsexpertin der Landtagsfraktion und Holger Hüttel, dem linken Stadtrat aus Sangerhausen drei sehr unterschiedliche Unternehmen der Region, um zu erfahren, welche Erfahrungen es mit der beruflichen Ausbildung junger Menschen gibt. In der KASANIT GmbH ging es vor allem um die Frage, welche Unterstützungsleistung ein Unternehmen braucht, um junge Menschen in der Ausbildung zu begleiten, die mit sozialen Schwierigkeiten konfrontiert sind. Mitmenschlichkeit war dort das Schlüsselwort im Umgang mit MItarbeiter*innen. Das Image eines Unternehmens ist ein wichtiger Faktor bei der Frage, wo sich junge Leute bewerben. In der FEAG GmbH ging es vor allem um das Thema Berufsorientierung. Es ist wichtig, dass junge Leute regelmäßig und kontinuierliche Einblicke in die Praxis eines Unternehmens und in verschiedene Berufsfelder erhalten. Auf diese Weise kann die Entscheidung für oder gegen einen BEruf sehr viel kompetenter getroffen werden und Abbrüche werden vermieden. Am Ende des Tages waren wir noch im Betreuungsforstam Obersdorf zu GAst. Hier ging es um Ausbildung im öffentlichen Dienst. Die jungen angehenden Forstwirte waren rundum zufrieden mit den Ausbildungsbedingungen. (bbb)

Integration in Mansfeld-Südharz

Die Volkshochschule in Sangerhausen hatte die Idee, gemeinsam mit Akteur*innen im Landkreis über die Situation der Migrant*innen und Geflüchteten eine Bestandsaufnahme zu machen und nach Vorschlägen für Verbesserungen zu suchen. Schon am Beginn – gefragt danach, welche Chancen nach Ansicht der Beteiligten MIgration für das Leben in den ländlichen Räumen mitsich bringe – gab es ein ganzes Sammelsurium von Erfahrungen und Erlebnissen zwischen Einheimischen und MIgrant*innen. In der Kleingartenanlage werden gemeinsam hier ansässige Fruchsorten probiert. Weniger Wohnungen stehen leer und verkommen. Die Begegnungen im Sportverein erweitern den Horizont von Kindern und Jugendlichen. Selbstverständlich wurden auch Probleme diskutiert: die Vereinzelung von Migrant*innen, die neben dem Sprachkurs der Volkshochschule gern sehr viel mehr Kontakte mit Einheimischen hätten. Die Frustration derer, denen kein Zugang zu Sprachkursen gewährt wird, weil ihr Aufenthaltsstatus noch nicht geklärt ist. Hohe Motivation führt in Frustration. Auch letztlich die Finanzierung ist ein Problem, denn im Moment wird um die weitere Finanzierung durch den Bund noch gerungen. Vielfältige Ausblicke und Vorstellungen wurden zusammengetragen. Unter anderem die Idee, auch Unternehmen eine Plattform zu bieten, die durchweg positive Erfahrungen mit der Beschäftigung von Migrant*innen und Geflüchteten haben. Andere, die noch von Skepsis geplagt sind, sollten von deren Erfahrungen zehren können. Einzig die MIttagszeit, war nicht angetan, noch mehr Menschen den Weg in die Gesprächsrunde zu öffnen. Das sollte jedoch eine Schlussfolgerung sein. Zu reden und zu diskutieren gibt es viel, dafür braucht es immer wieder Räume. Herzlichen Dank an die Volkshochschule in Sangerhausen, hier den Auftakt organisiert zu haben. (bbb)

Gesundheit ist keine Ware!

Die Landtagsfraktion DIE LINKE hatte im vergangenen Jahr beantragt, eine Enquetekommission zur Zukunft der Gesundheits- und Pflegeeinrichungen in Sachsen-Anhalt einzuberufen. Dem wurde durch die anderen Fraktionen stattgegeben, wenn auch widerwillig. Aufgabe der Kommission unter Leitung von Swen Knöchel, dem Finanzpolitischen Sprecher der LINKEN, ist, sich ein Bild von den Zuständen und Rahmenbedingungen in Gesundheit und Pflege im Land zu verschaffen und Vorschläge zu erarbeiten, diese zu verbessern. Gemeinhin ist bekannt, dass der Pflegenotstand für viele ältere Menschen zu Einbußen an Lebensqualität und hohen finanziellen Belastungen führt. Am vergangenen Donnerstag ludt die linke Landtagsfraktion nun nach Hettstedt in den Ratskeller ein, um mit Interessierten und Expert*innen vor Ort zu diskutieren. Zu Gast war auch die einzige in kommunaler Trägerschaft befindliche Sozialstation in Hettstedt. So waren insbesondere deren Erfahrungen hinsichtlich der Tarifstruktur und der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten interessant. Während andere Einrichtungen, die sich nicht am Tarif des Öffentlichen Dienstes orientieren, über Nachwuchssorgen und Fachkräftemangel klagen, teilt die Hettstedter Sozialstation diese Sorgen nicht. Allein die Begrenzung ihrer Tätigkeit auf das erweiterte Stadtgebiet Hettstedts scheint absurd zu sein, zumal sich viele aus dem Umland aufgrund guter Erfahrungen und eines guten Leumundes an die Einrichtung wenden und deren Angebote in Anspruch nehmen möchten. HIer steht vor allem das Kommunalverfassungsrecht unter Kritik, denn es setzt dem Betätigungsfeld der Einrichtung enge Grenzen. Das muss verändert werden. Eine "harte Nuss", die da zu knacken ist, denn die wirtschaftliche Betätigung der Kommunen ist vor allem denen ein Dorn im Auge, die noch immer der Auffassung sind, alles müsse privatisiert werden. Als gäbe es in den letzten Jahren mit einem solchen Privatisierungstrend nicht alle die verheerenden Entwicklungen, die die Lebensqualität gerade in den ländlichen Räumen verschlechtert haben. Alles muss sich rechnen, ist eine Devise, die die soziale Daseinsvorsorge immer weiter schrumpfen lässt und letztlich ruiniert. (bbb)

Politischer Aschermittwoch in Sangerhausen


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