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Chancenpartnerschaften ganz praktisch: Mit Bildung im Wald

Die Stiftung Bildung ist mir nicht unbekannt. Wir haben uns gelegentlich in Berlin und im Netz getroffen. Eines ihrer Anliegen ist es, Kinder aus ganz unterschiedlichen Lebenszusammenhängen zueinander zu bringen, um sich gegenseitig kennenzulernen und zu unterstützen. Ein Ideal, das selten gelingt. Oft fehlt die so genannte Win-Win-Situation. Außerdem sind sie schon allein durch unterschiedliche Schulformen getrennt. Es gibt kaum gemeinsame Lernorte. Nunmehr waren die Bundestagsabgeordneten gebeten, sich ein solches Projekt doch mal ganz konkret anzuschauen und dabei zu sein. Gesagt getan. In Mansfeld-Südharz, in Hettstedt, war ich eingeladen vom Jugendclub Leuchte e.V., mit ungefähr 20 Kindern unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Schulformen, einen umfangreichen und bildungsträchtigen Waldspaziergang zu unternehmen. Kinder aus den Förderschulen und den Sekundarschulen der Umgebung waren dabei, gemeinsam mit ihrer Ute - der Sozialpädagogin des Jugendclubs – und zwei jungen Frauen vom Bundesfreiwilligendienst. Wir trafen uns an der Saigerhütte in der Nähe von Hettstedt und marschierten los. Unterwegs habe ich die „dicke Chantal“ kennengelernt (siehe Foto). Ein dicker Baum, bei dem den Kindern so einiges einfiel: Mit einem dicken Seil wurde eine Schaukel konstruiert, jede*r konnte sich ausprobieren, wie hoch er oder sie klettern kann und welche Techniken dabei am besten helfen und warum. Ein Lernfeld im Freien. Zwei Eisenbahnbrücken waren gute Gelegenheiten, um ein bisschen praktische Mathematik zu praktizieren und ein bisschen sportlichen Wettbewerb mit einem Kastanienlauf zu zelebrieren. Wir haben an den Bäumen gelauscht, Kastanienweitwurf getestet und vieles andere mehr. Bildung im Vorbeigehen mit ganz einfachen Mitteln. Die „Ute“ beherrschte ihr pädagogisches Handwerk großartig und ließ uns einiges davon wissen. Eines jedoch hinterlässt mich nicht zum ersten Mal nachdenklich und verärgert: Die Sozialarbeiter*innen, die aus der Jugendpauschale des Landkreises finanziert werden, müssen mit einem geradezu lächerlichen Lohn auskommen. Ich finde, das ist ein Skandal, ein leiser, mit dem man sich schon abgefunden zu haben scheint. Selten wird darüber gesprochen, viele Betroffene nehmen es hin. Auf diese Weise kann man mehr Fachkräfte finanzieren. Klar. Aber zu welchem Preis? Ich finde, das dürfen wir nicht durchgehen lassen. Die Konsequenz aus mangelnden Kommunalfinanzen kann nicht sein, dass gerade solche - so wichtige Arbeit - so schlecht bezahlt wird. (bbb)

Glockengießen für Frieden und Demokratie

Die Ratsglocke von Sangerhausen ist 1940 dem Krieg des Hitlerfaschismus zum Opfer gefallen – eingeschmolzen für Waffen und Kriegsmaterial. Der Stadtrat und die Stadtverwaltung höchstselbst hatten die Glocke damals zum „Führergeburtstag“ geopfert. Im Jahr 2019 hat der Stadtrat in Sangerhausen beschlossen, sich dafür einzusetzen, mit einer groß angelegten Spendensammlung eine neue Ratsglocke gießen zu lassen. Eigens dafür hatte sich ein fünfköpfiges Glockenkuratorium gefunden, dass die Aktion organisierte und begleitete. In Sangerhausen stieß das auf große Resonanz. Viele Einwohner*innen der Stadt fühlten sich angesprochen, ebenso die Vereine, die Händler und nicht zuletzt die Sparkasse in der Stadt. Am vergangenen Dienstag – dem Weltfriedenstag – war es dann so weit. Insgesamt 350 Leute waren in den ehemaligen Marstall in der Kylischen Straße gekommen, um den Guss der neuen Ratsglocke live zu erleben. Das Kuratorium wollte damit am Weltfriedenstag auch an das Ende des Krieges 1945 erinnern. Der Guss der Glocke kostet ca. 15.000 Euro. Sie wird ausschließlich aus Spenden finanziert, die Summe ist fast zusammengekommen. Auch der Fraktionsfond der Bundestagsfraktion hat sich daran beteiligt. Da es mein Patenwahlkreis ist, durfte ich diese Spende begleiten und übergeben. Das erste Mal, dass ich einen Glockenguss erleben durfte. Weit über 1000 Grad waren für den Schmelzvorgang notwendig. Unter den Glockengießer*innen befand sich im Übrigen auch eine Glockengießerin. Auch das überraschend und interessant. Bedauerlich war, dass der Oberbürgermeister der Stadt Sangerhausen Sven Strauß (SPD) der Veranstaltung demonstrativ fernblieb. War es doch ein wichtiges Zeichen am Weltfriedenstag. Unstimmigkeiten im Vorfeld führten wohl zu dieser Entscheidung. Schade und nicht wirklich ein Zeichen von politischer Sensibilität und charakterlicher Größe - so könnte man meinen. Herzlichen Dank dagegen auch an die Sangerhäuser LINKE – vor allem Holger Hüttel –, die bzw. Der sich bei diesem Vorhaben sehr engagiert hat. (bbb)

Klimaschutz braucht für die Akzeptanz vor Ort den Kompromiss

Nach der Sommerpause war am 21. August wieder ein Wahlkreistag im Patenwahlkreis Mansfeld-Südharz angesagt. Dieses Mal war die Verwaltungsgemeinschaft Goldenen Aue unser Ziel, das Gebiet rund um die Gemeinden Berga und Kelbra im Süden von Sangerhausen, rund um den schönen Stausee. 

Es ist schon seit zwei Jahren ein Ärgernis, dass das Wasser des Stausees regelmäßig im Sommer abgelassen wird. Hinzu kommt die großflächige Verdunstung durch die extrem trockenen Sommer. Die Folge ist eine starke Verschlechterung der Wasserqualität durch Ansammlungen von Algen. Das wiederum führt dazu, dass Baden und Wassersport kaum noch möglich ist. Für die Einheimischen und ihre Gäste auf dem anliegenden Campingplatz gerät das zum Desaster. Auf der anderen Seite soll damit Raum für das Rasten der Kraniche geschaffen werden. Auch ein effektiver Hochwasserschutz nach der Schneeschmelze im Harz soll gesichert werden. Auf diese Weise erleben die Menschen vor Ort Klimaschutz eher als Bedrohung, denn als Gewinn. Eine schlechte Perspektive für dessen Akzeptanz. Ein Kompromiss muss also her. Die Landtagsfraktion der LINKEN in Magdeburg hat dieses Problem zum Thema gemacht. Auch der Umweltausschuss des Landtages war bereits vor Ort. Eine Einigung ist nicht in Sicht. Dabei wären die Akteure vor Ort durchaus bereit. Das Ablassen des Wassers erst Ende August wäre für die Sommersaison in der Region eine Alternative. Man darf gespannt sein, wie sich das Umweltministerium unter grüner Führung dazu verhalten wird. Andererseits darf man auch nicht verschweigen, dass es auch neue Geschäftsmodelle geben muss, die dem Klimawandel Rechnung tragen - auch unter Einbeziehung des Vogelschutzes vor Ort. Was viele Jahre funktioniert hat, wird in Gefahr geraten - so oder so.

 

Digital unterwegs mit dem Calliope mini

Mittlerweile verbindet mich mit der Pestalozzischule in Sangerhausen eine besondere Beziehung. Eigentlich ein Fan des gemeinsamen Unterrichts von Kindern mit und ohne Beeinträchtigungen in der Regelschule, ist mir eines wichtig: Dieser gemeinsame Unterricht und seine Idee wird Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf schon allein dadurch verwehrt, weil an der Regelschule die notwendigen Lehrkräfte fehlen. So laufen sie Gefahr, unterzugehen, diskriminiert zu werden. Es ist ein Teufelskreis: Ohne ausreichend Personal kein Erfolg, ohne Erfolg kein Enthusiasmus und keine Perspektive. Dennoch wertschätze ich die Arbeit der Kolleg*innen in den Förderschulen sehr. Und auch den Schüler*innen dort müssen beste Bedingungen ermöglicht werden, zu lernen. Immer wieder höre ich in Workshops, Konferenzen, Vorträgen, in der Förderschule bräuchte man kein digitales Lernen, nicht unbedingt einen Computer – sie arbeiten ja letztendlich eher mit der Hand als mit dem Kopf. Weit gefehlt. Der spielerische Zugang zu Algorithmen wird für alle jungen Leute zur Schlüsselkompetenz für die Teilhabe am Leben, für gute Arbeit und gute Löhne. Also brauchen selbstverständlich auch diese Kinder Bildung in digitaler Gesellschaft.

Deshalb habe ich mir dazu etwas ausgedacht: Es gibt in Berlin eine kleine gemeinnützige Firma, die Minicomputer herstellt: Calliope mini. Damit kann man auf spielerische Weise programmieren lernen. Kinder lernen so gewissermaßen, wie ein Computer so „tickt“, wie man ihm sagt, was er zu tun hat. In Sachsen-Anhalt sind es schon einige Hände voll guter Schulen, die mit den kleinen Calliope minis lernen. Mit Unterstützung von Ralf Krause, einem erfahrenen Medienpädagogen, der im Auftrag der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung Lehrkräfte schult, haben wir uns deshalb am vergangenen Freitag in Sangerhausen für einen ersten Startschuss verabredet: Schulleiter Thomas Kalz, zwei Kolleg*innen, die Lust drauf haben, sich da „hineinzufuchsen“, Ralf Krause und ich selbst. Zunächst erzählten wir den Schüler*innen selbst von unserem Vorhaben. Schließlich wollten wir sie ja neugierig machen. Dann gab es ein Gruppenselfie, denn wir wollen uns ja auch noch in ein paar Jahren an diesen Tag erinnern. Dann begann das eigentliche Vorhaben: ein erstes Probieren mit dem Calliope mini. Man bekam schon ein erstes Gefühl, wie das so funktioniert mit den Algorithmen: Komplexe Prozesse in kleinste Schritte zerlegen. Fehler sind inbegriffen. Nunmehr haben wir uns zu einer richtigen Fortbildung für den August verabredet. Ich freue mich drauf. Aber vor allem freue ich mich sehr, dass alle so großartig mitziehen und gespannt sind auf das, was da kommt. Ich hoffe, der Funke ist übergesprungen. (bbb)

 

 

Folgen der Coronakrise für Menschen mit sehr wenig Erfolgserlebnissen

Von Corona sind nicht alle gleichermaßen betroffen. Gerade Familien mit sehr wenig Geld, mit vielen Problemen, die ihr Leben belasten, haben mit den Folgen schwer zu kämpfen. Sie brauchen Hilfe, Wertschätzung und Angebote. Das ermöglicht seit vielen Jahren die DAA - die Deutsche Angestelltenakademie in Sangerhausen. Bereits zum zweiten Mal war ich Gast bei Melitta Simon und ihrem Team. Auch eine Kooperationspartnerin vom Jobcenter war mit dabei. Die Erfahrung ist: Nicht allen gelingt es problemlos, einen Einstieg in den Arbeitsmarkt zu finden, Bewerbungen zu schreiben, Bewerbungsgespräche zu absolvieren und gegebenenfalls Glück zu haben, den Job zu bekommen. Viele problematische Vorgeschichten haben dazu geführt, dass Menschen resignieren, dass sie nicht mehr an sich glauben oder das vielleicht noch nie so richtig getan haben. „Die sozialen Probleme werden immer mehr.“ - so der Eindruck von Melitta Simon. Drogenprobleme und häusliche Gewalt sind oft ständige Begleiter. Melitta Simon ist Sozialarbeiterin und steht den Frauen zur Seite, die Probleme des Alltags anzupacken. So genannte niedrigschwellige Angebote werden durch das SGB II, durch das Jobcenter Mansfeld-Südharz für Langzeiterwerbslose ermöglicht. Und das muss auch so bleiben, da waren sich alle einig. Zu viele bleiben ansonsten auf der Strecke. Ein Jahr haben die Frauen Zeit, sich wieder an einen alltäglichen Rhythmus zu gewöhnen, die Erfahrung zu machen, gebraucht zu werden. Kindergärten aus der Umgebung profitieren von ihrer „Handwerkskunst“. Puppen werden gebastelt, Platzdeckchen gehäkelt – alles das, was man so für kleine Feste braucht. So gewinnen Menschen wieder Vertrauen zu sich selbst und zu denen, die sie begleiten.

Viele Fragen diskutierten wir im Anschluss miteinander: Die Perspektive von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Förderschulen, die Zukunft von Hartz IV, die Frage, welche Kompetenzen digitalen Lernens auch in diesen Maßnahmen der Bildungsträger entwickelt werden müssen. Auch die Arbeitsbedingungen der dort Beschäftigten sind immer noch problematisch. An Maßnahmen gekoppelt, haben die Arbeitsverträge fast immer eine zeitliche Begrenzung. Die Einkommensverhältnisse sind beschämend. Der Dumpingwettbewerb der Bundesagentur für Arbeit bei Bildungsmaßnahmen nach SGB II und III ist schon seit vielen Jahren ein Thema, das DIE LINKE umtreibt. Die Bundesregierung plant in ihrer Weiterbildungsstrategie eine Reform dieser Praxis. Wir jedenfalls werden es einmal mehr zur Sprache bringen. bbb

Drei Politiker*innen und drei Unternehmen

Am Montag war das Thema des Tages wieder die berufliche Bildung. Dieses Mal besuchte ich gemeinsam mit Doreen Hildebrandt, der Ausbildungsexpertin der Landtagsfraktion und Holger Hüttel, dem linken Stadtrat aus Sangerhausen drei sehr unterschiedliche Unternehmen der Region, um zu erfahren, welche Erfahrungen es mit der beruflichen Ausbildung junger Menschen gibt. In der KASANIT GmbH ging es vor allem um die Frage, welche Unterstützungsleistung ein Unternehmen braucht, um junge Menschen in der Ausbildung zu begleiten, die mit sozialen Schwierigkeiten konfrontiert sind. Mitmenschlichkeit war dort das Schlüsselwort im Umgang mit MItarbeiter*innen. Das Image eines Unternehmens ist ein wichtiger Faktor bei der Frage, wo sich junge Leute bewerben. In der FEAG GmbH ging es vor allem um das Thema Berufsorientierung. Es ist wichtig, dass junge Leute regelmäßig und kontinuierliche Einblicke in die Praxis eines Unternehmens und in verschiedene Berufsfelder erhalten. Auf diese Weise kann die Entscheidung für oder gegen einen BEruf sehr viel kompetenter getroffen werden und Abbrüche werden vermieden. Am Ende des Tages waren wir noch im Betreuungsforstam Obersdorf zu GAst. Hier ging es um Ausbildung im öffentlichen Dienst. Die jungen angehenden Forstwirte waren rundum zufrieden mit den Ausbildungsbedingungen. (bbb)

Integration in Mansfeld-Südharz

Die Volkshochschule in Sangerhausen hatte die Idee, gemeinsam mit Akteur*innen im Landkreis über die Situation der Migrant*innen und Geflüchteten eine Bestandsaufnahme zu machen und nach Vorschlägen für Verbesserungen zu suchen. Schon am Beginn – gefragt danach, welche Chancen nach Ansicht der Beteiligten MIgration für das Leben in den ländlichen Räumen mitsich bringe – gab es ein ganzes Sammelsurium von Erfahrungen und Erlebnissen zwischen Einheimischen und MIgrant*innen. In der Kleingartenanlage werden gemeinsam hier ansässige Fruchsorten probiert. Weniger Wohnungen stehen leer und verkommen. Die Begegnungen im Sportverein erweitern den Horizont von Kindern und Jugendlichen. Selbstverständlich wurden auch Probleme diskutiert: die Vereinzelung von Migrant*innen, die neben dem Sprachkurs der Volkshochschule gern sehr viel mehr Kontakte mit Einheimischen hätten. Die Frustration derer, denen kein Zugang zu Sprachkursen gewährt wird, weil ihr Aufenthaltsstatus noch nicht geklärt ist. Hohe Motivation führt in Frustration. Auch letztlich die Finanzierung ist ein Problem, denn im Moment wird um die weitere Finanzierung durch den Bund noch gerungen. Vielfältige Ausblicke und Vorstellungen wurden zusammengetragen. Unter anderem die Idee, auch Unternehmen eine Plattform zu bieten, die durchweg positive Erfahrungen mit der Beschäftigung von Migrant*innen und Geflüchteten haben. Andere, die noch von Skepsis geplagt sind, sollten von deren Erfahrungen zehren können. Einzig die MIttagszeit, war nicht angetan, noch mehr Menschen den Weg in die Gesprächsrunde zu öffnen. Das sollte jedoch eine Schlussfolgerung sein. Zu reden und zu diskutieren gibt es viel, dafür braucht es immer wieder Räume. Herzlichen Dank an die Volkshochschule in Sangerhausen, hier den Auftakt organisiert zu haben. (bbb)

Gesundheit ist keine Ware!

Die Landtagsfraktion DIE LINKE hatte im vergangenen Jahr beantragt, eine Enquetekommission zur Zukunft der Gesundheits- und Pflegeeinrichungen in Sachsen-Anhalt einzuberufen. Dem wurde durch die anderen Fraktionen stattgegeben, wenn auch widerwillig. Aufgabe der Kommission unter Leitung von Swen Knöchel, dem Finanzpolitischen Sprecher der LINKEN, ist, sich ein Bild von den Zuständen und Rahmenbedingungen in Gesundheit und Pflege im Land zu verschaffen und Vorschläge zu erarbeiten, diese zu verbessern. Gemeinhin ist bekannt, dass der Pflegenotstand für viele ältere Menschen zu Einbußen an Lebensqualität und hohen finanziellen Belastungen führt. Am vergangenen Donnerstag ludt die linke Landtagsfraktion nun nach Hettstedt in den Ratskeller ein, um mit Interessierten und Expert*innen vor Ort zu diskutieren. Zu Gast war auch die einzige in kommunaler Trägerschaft befindliche Sozialstation in Hettstedt. So waren insbesondere deren Erfahrungen hinsichtlich der Tarifstruktur und der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten interessant. Während andere Einrichtungen, die sich nicht am Tarif des Öffentlichen Dienstes orientieren, über Nachwuchssorgen und Fachkräftemangel klagen, teilt die Hettstedter Sozialstation diese Sorgen nicht. Allein die Begrenzung ihrer Tätigkeit auf das erweiterte Stadtgebiet Hettstedts scheint absurd zu sein, zumal sich viele aus dem Umland aufgrund guter Erfahrungen und eines guten Leumundes an die Einrichtung wenden und deren Angebote in Anspruch nehmen möchten. HIer steht vor allem das Kommunalverfassungsrecht unter Kritik, denn es setzt dem Betätigungsfeld der Einrichtung enge Grenzen. Das muss verändert werden. Eine "harte Nuss", die da zu knacken ist, denn die wirtschaftliche Betätigung der Kommunen ist vor allem denen ein Dorn im Auge, die noch immer der Auffassung sind, alles müsse privatisiert werden. Als gäbe es in den letzten Jahren mit einem solchen Privatisierungstrend nicht alle die verheerenden Entwicklungen, die die Lebensqualität gerade in den ländlichen Räumen verschlechtert haben. Alles muss sich rechnen, ist eine Devise, die die soziale Daseinsvorsorge immer weiter schrumpfen lässt und letztlich ruiniert. (bbb)

Politischer Aschermittwoch in Sangerhausen


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