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Die Genossenschaft übt Facebook

Soziale Medien – wie Facebook, Instagram oder Twitter – sind nicht jedermanns Sache. Auch unter uns gehen die Meinungen weit auseinander. Letztlich wird das jede und jeder für sich entscheiden, ob er oder sie sich beteiligt oder eben nicht. 22 Genoss*innen tummeln sich aus unserem Kreisverband zumindest bei Facebook. Mehr als 350 Genoss*innen sind es aus unserem Landesverband. Und sie haben alle ein richtig großes Publikum. Wir zum Beispiel auch im gesamten Burgenlandkreis und darüber hinaus. Tausende Bürger*innen aus der Region sind dort unterwegs: informieren sich, plaudern miteinander oder tauschen Neuigkeiten aus. Man kann das nutzen, muss es aber freilich nicht.  Am vergangenen Donnerstag hatten wir uns vorgenommen, uns über unsere Erfahrungen mit Facebook auszutauschen. Mit dabei waren: Harald Uske, Horst Heller, Frank Weidauer, Katja Bahlmann, Birke Bull-Bischoff, Jan Thyen. Tina Krüger und Jessica Hoppe - die beiden Kolleg*innen aus dem Wahlkreisbüro in Naumburg haben uns großartig unterstützt. Einige von uns sind auf Facebook schon eine ganze Reihe von Jahren, andere wiederum sind ganz neu. Es war gar nicht so einfach, zunächst eine gemeinsame Sprache zu finden, eine Art und Weise, die jeden von uns mitnimmt, bei der sich auch die etwas Erfahreneren nicht langweilen. Das Internet mit einem Beamer an die Wand geworfen, konnten wir beobachten, was passiert, wer sich interessiert für unsere Neuigkeiten. Ganz praktische Erfahrungen konnten wir sammeln. Am Ende hat’s funktioniert. Jessica Hoppe, unsere Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit im Wahlkreisbüro, hat uns vieles zunächst ganz grundsätzlich erzählt, und dann haben wir probiert. Und wie sagt man so schön: „Probieren geht über Studieren!“. Jeder hatte ganz besondere Strategien, jeder hatte eigene Fragen, die sich beim Probieren zeigten. Jeder konnte vom anderen lernen. Und so wurde es ein lebhaftes Austauschen. Am Ende haben alle dazugelernt: die Erfahreneren und die „Neulinge“ gleichermaßen. Und was ganz wichtig ist: Es hat Spaß gemacht. Also haben wir uns wieder verabredet.

Nicht immer nur Bildung: Zu Besuch in der AG Balgstädt

Als Bildungspolitikerin auf landwirtschaftlicher Erkundungstour: Zuhören und Verstehen ist angesagt. Das ist eine Herausforderung! So wie auch schon im Juli, beim Besuch der Agrargenossenschaft AGRICOLA in Rehmsdorf. Heute war es ein Familienunternehmen, das der Familie Schmidt in Balgstädt. Mitten in die Ernte waren wir hineingeplatzt. Eigentlich also viel Arbeit für alle Familienmitglieder. Und dann noch Politiker*innen. Dennoch nahmen sie sich Zeit für uns, für uns, die wir neugierig darauf waren, wie es der Landwirtschaft so geht. Vor allem angesichts der eindrucksvollen Demonstrationen der Bauern im Juni diesen Jahres in Berlin. Nach Schätzungen waren es ca. 12.000 Traktoren, die Berlins Straßen lahmlegten, um auf die zunehmenden Probleme der Landwirte aufmerksam zu machen. Das hat zu tun mit exorbitant steigenden Bodenpreisen, über die Empörung über den Bodenkaufs der Aldi-Stiftung war in den Medien zu lesen. Es hat zu tun mit den Konsequenzen aus der Düngemittelverordnung, die Reaktion auf die hohe Nitratbelastung des Bodens ist, in ihrer konkreten Ausführung jedoch vor allem die Unternehmen belastet, die mit Altlasten zu kämpfen haben oder aber deren Messstellen in der Nähe alter Deponien stationiert ist und so große Teile des Bodens gewissermaßen in Mithaftung genommen werden. Ein hoher Anteil des Bodens in Unternehmen gehört zu den so genannten roten Gebieten. Und es ist die Bürokratie, die vielen Landwirten das Leben einfach nur noch schwer macht und jegliche Innovation - wie zum Beispiel ein eigenes Hühnermobil mit idealen Bedingungen für das Tierwohl - nur mit energiefressendem Kampf überhaupt möglich macht. Es ist wichtig, dass auch die Perspektive der Landwirte in die politische Debatte fair und sachlich einfließt. Mit oberflächlichen Erzählungen und Plattheiten ist dem nicht Genüge getan. Aus diesem Grunde ist es auch für Bildungspolitiker*innen unumgänglich, sich eben auf eine solche landwirtschaftliche Erkundungstour zu begeben, um zu verstehen - was nicht zwangsläufig heißt, auch einverstanden zu sein.

 

Ein Scheck für kleine Feuerwehrmenschen

Seit vielen Jahren spenden die Bundes- und die Landtagsabgeordneten der LINKEN einen Teil ihrer Diäten für gute und sinnvolle Zwecke. Unterstützt werden Projekte in Vereinen, Verbänden, in Schulen und Kitas. Und so haben auch wir im Burgenlandkreis immer mal wieder die Möglichkeit, Vorhaben auch finanziell zu unterstützen. 400 Euro spendeten wir aus dem Fraktionsfond der Bundestagsfraktion an die Kinder- und Jugendfeuerwehr Krössuln bei Teuchern. Die jungen Feuerwehrfrauen und männer wollen damit ein Ausbildungscamp finanzieren. Löschen üben, Insektenhotels bauen. Das gehört dazu – zu einem lebendigen Kinder- und Jugendfeuerwehrleben. Das unterstützen wir gern. (bbb)

Umfrage zur Situation von Kunst- und Kulturschaffenden während der Corona-Pandemie

Sehr geehrte Damen und Herren,

es gibt wohl kaum eine Branche, die von den Einschränkungen zum Schutz der Bevölkerung in der Corona-Pandemie mehr betroffen ist, als die Veranstaltungsbranche. Kunst und Kultur werden momentan oftmals als „Extras“ betrachtet, auf die man getrost für eine Weile verzichten könnte, dabei sind sie zentral für eine demokratische Gesellschaft.

Gerade im Kultur- und Veranstaltungsbereich sind unregelmäßige Beschäftigungsverhältnisse und Selbstständigkeit üblich. Um den Erhalt der kulturellen Infrastruktur zu sichern, sind Bund und Länder besonders gefragt.

Mich als Bundestagsabgeordnete sowie meine Kolleg/innen in den Kommunen interessiert besonders, ob Hilfen Sie erreichen, wie schnell das geht und welche Defizite Sie sehen.

Als Oppositionsfraktion im Bundestag können wir Probleme nicht sofort beheben. Aber wir können darauf aufmerksam machen, die Bundesregierung zu Nachbesserungen auffordern und bislang verborgene Probleme an die Öffentlichkeit bringen.

Das möchte ich Ihnen anbieten und möchte Sie bitten, den untenstehenden Fragebogen auszufüllen.

Um Vertraulichkeit und Anonymität zu gewährleisten, schicken Sie Ihre Antworten bitte ohne Absender per Post an mein Wahlkreisbüro in Bernburg. Zu Beginn des kommenden Jahres wollen wir die Antworten auswerten, ich bitte Sie deshalb um Antwort bis zum 31.12.2020. Bei Rückfragen steht Ihnen mein Team gerne zur Verfügung.

Auch unter diesen speziellen Bedingungen wünsche ich Ihnen schöne Feiertage und einen guten Start in ein sicherlich besseres Jahr 2021.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Dr. Birke Bull-Bischoff

Download Umfrage

 

Unvergessen: Jugendweihe 2021 unter schwierigen Bedingungen

Sie war im Mai der Coronakrise zum Opfer gefallen – die Jugendweihe 2021. Viele junge Leute waren enttäuscht und hofften auf eine zweite Chance. Ihre Familien hatten vorbereitet und sich gefreut auf eines der wichtigsten Feste in ihrem Leben. Alles musste abgesagt werden, der Lockdown traf auch die Veranstaltungen zur Jugendweihe im Burgenlandkreis und war notwendig geworden, um die Teilnehmer*innen nicht zu gefährden. Nun im Herbst gab und gibt es gewissermaßen einen zweiten Versuch. Und auch der stand immer wieder auf wackligen Füßen. Wie viele Gäste dürfen kommen? Wie sichert man Hygienevorschriften? Wie informiert man die Familien über die sich nahezu täglich veränderte Situation? Immerhin ist auch der Burgenlandkreis mittlerweile Risikogebiet geworden. Für die Organisator*innen um das Team von Karin Schule und dem Landesverband „Interessengemeinschaft Jugendweihe e.V.“ war es eine große Herausforderung. Und die bleibt es wohl auch. Am zurückliegenden Samstag trafen sich junge Frauen und Männer mit ihren Familien im Bürgerhaus Hohenmölsen, um ihre Jugendweihe zu begehen. Man merkte dem Fest schon an, dass vieles improvisiert werden musste. Zu allem Unglück fiel in der ersten Veranstaltung noch der Strom aus – mitten im Gesang. Die Gäste nahmen es mit Humor oder wenigstens Gelassenheit. Die Veranstalter*innen reagierten mit Ruhe und Kreativität. Nach wenigen Minuten war der Strom zurück, es konnte weitergehen. Es sind solche Geschichten, über die man sich dann wohl auch noch in zehn Jahren erzählt. Vielleicht auch über das eine oder andere, das die Festrednerin den jungen Leuten mit auf den Weg gegeben hatte. Es war meine Aufgabe an diesem Tag, die Familien ein wenig festlich einzustimmen auf diesen einzigartigen Moment des symbolischen Schritts in die Erwachsenenwelt. Mir hat es wie immer Spaß gemacht. Denjenigen, die unter schwierigen Bedingungen dafür gesorgt haben, dass das Fest stattfinden konnte, gehört viel Respekt und ein großes Dankeschön! Schön war’s, und vergessen werden wir es wohl alle nicht. (bbb)

Hilfe für Geflüchtete in Not – eine Aktion des Vereins „Integration e.V.“ gemeinsam mit der Naumburger LINKEN

DIE LINKE. Naumburg hatte am vergangenen Dienstag gemeinsam mit dem Verein Integration Naumburg e.V. aufgerufen, Kleidung und Spielzeug zu sammeln, um Geflüchtete auf den griechischen Inseln zu unterstützen. Das Wahlkreisbüro in der Salzstraße sollte der Sammelpunkt werden. Die Naumburger Genoss*innen hatten viele Flugblätter dazu ausgeteilt und waren schon auf diese Weise mit Naumburger*innen ins Gespräch gekommen. Viele fühlten sich angesprochen, in Naumburg, aber auch in der Umgebung. Auch auf Facebook ist geworben worden. Mit Erfolg, wie sich zeigte. Eine ganze Ladung für das vereinseigene Auto war zusammengekommen. Auch viele Mitglieder der Naumburger LINKEN halfen mit. Es war eine erfolgreiche Aktion. Danke an Frank Mayntz, der die Idee hatte und uns mit seinem Equipment unterstützt hat. Danke auch an die Naumburger Genossenschaft, die geholfen hat. Menschlichkeit und Solidarität sind unser Markenzeichen. Mit solchen Aktionen zeigen wir, dass wir das ernst nehmen. (bbb)

Zeitz - eine Stadt mit vielen Seiten


Was ich bisher nicht wusste: In Zeitz finden sich ganze acht kulturhistorisch bedeutsame Bibliotheken, die über die Region hinaus von großer Bedeutung sind: die Lutheriden-Bibliothek, das Archiv und die Bibliothek der Landesschule Pforta, die Mitteldeutsche PHILA Bibliothek Hans Grünewald Zeitz, die Stiftsbibliothek, das Zeitzer Stadtarchiv, die Stadtbibliothek „Martin Luther, die Pfarrbibliothek St. Michael, die Ernst-Ortlepp-Bibliothek im Schloss Moritzburg und das Kunst- und Museumspädagogische Zentrums „Johannes Lebek“.  Chapeau Zeitz! Herzlichen Glückwunsch Zeitz. Und die Stadt selbst möchte in Zukunft noch viel stärker mit diesem Pfund wuchern. Auch den Vereinigten Domstiftern zu Merseburg und Naumburg ist das offenbar ein Anliegen. Sie machten sich schon im September 2019 auf den Weg, um ein Netzwerk der Bibliotheken zu gründen: die Zeitzer Bibliotheksinitiative. Die Bibliotheken sind ein lebendiges Zeugnis von über 1000jähriger Geschichte der Region, von unschätzbarer kulturhistorischer Bedeutung. So wie mir ging es vielen: Das ist möglicherweise den Zeitzer*innen gar nicht so sehr bewusst. Die Bibliotheken zeigen, wie die Welt einmal war und gibt Auskunft über das Leben, die Geschehnisse und die Erkenntnisse von einst. Am 23. Oktober luden die Stadt und die Vereinigten Domstifter am Abend zur Eröffnungsveranstaltung in das Theater Zeitz im Capitol ein. Unter Coronabedingungen war es ein überschaubarer, aber dennoch interessierter Kreis von Gästen. Auch Genoss*innen aus der Elsteraue gehörten zu den Gästen. Am vergangenen Wochenende dann luden die Bibliotheken die Zeitzer*innen zum Tag der Offenen Tür in alle acht Bibliotheken. Und die Neuigkeit des Abends am Freitag: Zeitz wird im kommenden Jahr die Landesliteraturtage Sachsen-Anhalts ausrichten. Einen Vorgeschmack der Literatur in der Region bekamen wir an diesem Abend von Wolfgang Rüb, der über des Bildungsbürgers Tummelwiesen las. Unterhaltsam. Ihre Schätze sollten sich die Zeitzer*innen nicht entgehen lassen. Bibliotheken sind immer ein Besuch wert, mit einem Käffchen, einer gemütlichen Leseecke und vor allem interessanten Büchern – so wie es sich für moderne Bibliotheken gehört. (bbb)

 

Elsterfloßgraben - ein Projekt für den Strukturwandel

Was ein Floßgraben ist und wozu er gebraucht wird? Ehrlich gesagt, bis vor kurzem hatte ich davon keine Ahnung. So ging es auch Frank Thiel, ehemaliger Landtagsabgeordneter der LINKEN aus dem Burgenlandkreis, als er vor zehn Jahren vom damaligen Oberbürgermeister Kmietczyk in Zeitz gebeten worden ist, etwas für den Elsterfloßgraben in und um Zeitz zu tun. Inzwischen ist er ein Experte und bundesweit engagiert im Bundesverband der Flößer*innen. Die Renaturierung des Elsterfloßgrabens soll ein Projekt werden, das im Kontext mit dem Strukturwandel in der Region finanziert werden soll. Die Bewässerung des Floßgrabens wird den Wasserhaushalt der Region verbessern, die Natur wird sich weiter erholen und das hat auch strukturelle Vorteile. Der Rad- und Wandertourismus wird attraktiver, entlang der Elster. Auch für den Hochwasserschutz kann so einiges bewerkstelligt werden. 80 km sollen auf diese Weise wieder hergestellt werden, mit ca. 30 Mio. Euro. Zum Vergleich: für 6 km Straße benötigt man 28 Mio. Euro. Der Förderverein „Elsterfloßgraben e.V. in Zeitz macht seit 2009 dafür die Folklore" - so Frank Thiel. Das heißt, er macht bekannt, er knüpft Kontakte und vernetzt Entscheidungsträger. Um das Projekt zu unterstützen war ich mit meiner Kollegin Petra Sitte vor Ort, gemeinsam mit Frank Jakob, dem Bürgermeister der Gemeinde Wetterzeube - auch sehr engagiert in Sachen Elsterfloßgraben. Viele Ideen gibt es, wie man dann diesen Floßgraben auch in den Gemeinden nutzen kann. Wir jedenfalls waren sehr interessiert und werden dran bleiben, für eine lebens- und liebenswerte Region. (bbb)

Zu Gast in Braunsbedra

Der Wahlkreis 73 ist sehr groß. Und neben dem Burgenlandkreis gehören noch vier Gemeinden aus dem benachbarten Saalekreis dazu: Schkopau, Bad Dürrenberg, Leuna und eben Braunsbedra. Einst entstanden aus zwei Dörfern – Braunsdorf und Bedra – liegt die kleine Stadt direkt am Geiseltalsee. Am Donnerstag war ich gewissermaßen zum Antrittsbesuch bei Bürgermeister Schmitz. Auch wenn der Beginn meiner Arbeit nun schon fast zwei Jahre zurückliegt, ist es das erste Mal, dass ich ihm in seinem Büro direkt über der Sparkasse begegne. Ähnlich wie in Mücheln ging es mir um Fragen, die den Bürgermeister einer eher kleineren Stadt bewegen: Ist die Finanzierung der Gemeinde auskömmlich? Schulden hat Braunsbedra nicht. Sie wirtschaften im Rahmen des Gegebenen, das freilich immer mehr sein könnte und müsste, gerade um die so genannten freiwilligen Aufgaben zu sichern. Interessant ist die Idee, Braunsbedra als eine Stadt der Bildung zu gestalten. Bereits Robert Berndt, der BO-Vorsitzende für DIE LINKE. Braunsbedra, auch Mitglied des Stadtrates, hatte mir darüber erzählt. Die Bildungseinrichtungen der Stadt vernetzen sich, auch die Eltern werden einbezogen. Gemeinsam geht es darum, die Bildungsangebote im Sinne der Kinder zu verbessern. Einiges ist auch bei diesem Treffen auf meiner "To-do-Liste" gelandet und das ist gut so, denn genau das ist meine Aufgabe: Kommunen und ihre Bürger*innen in ihrer politischen Arbeit und ihrer Lebensqualität zu unterstützen. (bbb)

Bildungshaus Schönburg - idyllisch gelegen mit großen Plänen

Als Mitglied des Kinderschutzbundes in Sachsen-Anhalt ist mir das Engagement von Wolfgang Berzau (Vorsitzender) nicht nur bekannt, sondern auch sehr sympathisch. Einer, dem Kinder wahrlich am Herzen liegen. In einem weiteren Ehrenamt ist er unterwegs, um das einstige evangelische Bildungshaus in Schönburg wiederzubeleben und erfolgreich für Kinder und Jugendliche zugänglich zu machen. Idyllisch liegt das Haus mit Blick auf die Saale und ihre Mündungen wenige Kilometer hinter dem Ortsausgang Naumburgs. Noch hat es den Charme vergangener Jahre. Aber man kann schon sehr gut erkennen, welches Schmuckstück hier wächst. Ruhe und Zurückgezogenheit wird hier bald ebenso möglich sein, wie Bildungsangebote für die jungen Gäste. Allein das Team um die beiden Köche (einer davon ein Meister seiner Klasse) und beide Mitarbeiter*innen hinterlässt den Eindruck von angenehmem Miteinander und großartigen Plänen: Ein Zirkuszelt für Kinder zum Beispiel. Was kann man darin nicht alles anstellen, um klüger und selbstbewusster zu werden. Bildung eben. Wer wenn nicht diese Vier schaffen das. Ich bin gespannt auf den nächsten Besuch. (bbb)

Straßenausbaubeiträge zu Grabe getragen!

Straßenausbaubeiträge sind ungerecht und gehören abgeschafft. Vor allem junge Familien werden belastet, wie auch ältere Menschen mit kleiner Rente. Nicht selten sind es mehrere Tausend Euro, die den Betroffenen mit dem Gebührenbescheid ins Haus flattern. Auch soziale Staffelungen oder wiederkehrende Beiträge konnten das Problem bisher nicht lösen. Wir sagen deshalb prinzipiell: Was alle brauchen, muss öffentlich finanziert werden. Deshalb beschloss der Stadtrat in Weißenfels – auf Antrag der Fraktion DIE LINKE – bereits Anfang 2018, sich dieser Forderung anzuschließen. Auch in Zeitz ist mittlerweile auf Iniative der LINKEN in Zeitz, die Straßenausbaubeiträge auszusetzen. Auch die Landtagsfraktion der LINKEN brachte dieses Anliegen auf die Tagesordnung des Parlaments. Kerstin Eisenreich, die energiepolitische Sprecherin der Fraktion gehört seit vielen Jahren - im wahrsten Sinne des Wortes – zu den Mitstreiter*innen, die diese politische Forderung begleiten. Inzwischen wird das Anliegen geteilt auch von der SPD. Lediglich die CDU weigert sich, Straßenausbaubeiträge abzuschaffen. Deshalb brauchen wir den politischen Druck. DIE LINKE. Burgenlandkreis veranstaltete deshalb am Mittwoch ein Spektakel: Die Straßenausbaubeiträge wurden zu Grabe getragen. 

Landwirtschaft in schwierigen Zeiten: AGRICOLA in Rehmsdorf

Am Mittwoch vormittag waren die Abgeordneten Birke Bull-Bischoff, Katja Bahlmann und Kerstin Eisenreich, die landwirtschaftspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion zu Gast bei AGRICOLA in Rehmsdorf. Zwei junge Geschäftsführer*innen begrüßten uns: Christian Oehler und Stefanie Wetzel. Beide studierte Agrarwissenschaftler*innen, die das Familienunternehmen führen. Und das mit viel Enthusiasmus und Energie in schwierigen Zeiten. Selbstverständlich ist die Krise auch an ihnen nicht spurlos vorbei gegangen. Die sinkenden Milchpreise während des Lockdowns und dem Stop von Exporten bringen sie an den Rand wirtschaftlicher Schwierigkeiten. Gutes Personal will gut bezahlt werden. Das ist für das Unternehmen wahrlich keine einfache Aufgabe. Hinzu kommen die Spekulationen mit den Bodenpreisen. Ein Thema, das die Landtagsfraktion schon seit Jahren umtreibt. Die Verkaufspraxis der BVVG im Land ist hier alles andere als ein Vorbild. Auch der Absatz der landwirtschaftlichen Produkte ist immer wieder eine Herausforderung. „Geiz ist geil“ macht es den landwirtschaftlichen Unternehmen sehr schwer. Erzeugerpreise sind da in weiter Ferne, so dass die Landwirtschaft im Allgemeinen auf die Unterstützung der Europäischen Union geradezu angewiesen ist. Die Macht der Handelsketten ist groß. Verbraucher*innen sind meist nur in den Umfragen bereit, höhere Preise für Fleisch zu zahlen. Das Unternehmen bildet seit vielen Jahren aus. Und wird das auch künftig tun, trotzdem es mit Schwierigkeiten verbunden ist. Auch hier gibt es die Erfahrung, dass die Azubis nach dem Ende der Ausbildung dann zumeist von den großen Unternehmen der Umgebung abgeworben werden. Die Einkommensmöglichkeiten sind dort halt viel besser. Ein landwirtschaftliches Unternehmen kann da kaum mithalten. Allein das zeigt: Es braucht regionalisierte Wirtschaftskreise, Unternehmen in der Region müssen eine faire Chance haben, ihre Produkte in der Region zu vermarkten, ohne durch Angebote totkonkurriert zu werden von großen Händlern. So werden auch hohe Transportbelastungen vermieden, verbunden mit Kosten und mit Umweltbelastung, die durch die Allgemeinheit getragen werden. Ein ruinöser Wettbewerb stärkt nur die Monopolisten und lässt den kleinen und Kleinstunternehmen vor Ort kaum eine Chance, sich am Markt zu behaupten. Faire Marktwirtschaft sieht anders aus! (bbb)

 

Jugendweihe in Weißenfels

Es war die 3. Runde, dieses Mal im Kulturhaus in Weißenfels. Für die jungen Leute, überwiegend Schüler*innen der Sekundarschulen in Weißenfels - war es ein einmaliger Tag. Und es ist immer wieder ein berührender Moment, ihnen etwas mit auf den Weg zu geben, woran sie sich vielleicht in Glücksmomenten oder in Krisensituationen erinnern. Was man zum Leben braucht, und dass das Leben keine einfache Übung ist. Weil, einfach kann jeder! 
Auch in diesem Jahr war´s schön, für die Festrednerin. Vor allem aber - hoffentlich - für die jungen Leute. Mögen sie das Leben meistern, in guten wie in schlechten Zeiten.

AUF SOMMERTOUR MIT DER LANDTAGSFRAKTION DIE LINKE

Die Landtags- wie auch die Bundestagsabgeordneten der LINKEN nutzen in jedem Jahr die Sommerpause des Parlaments, um in ihren Wahlkreisen auf Sommertour zu gehen. Das fand in diesem Jahr in einer konzertierten Aktion statt, vom 13. bis zum 17. Juli. Mit dabei waren auch unsere beiden Abgeordneten Birke Bull-Bischoff und Katja Bahlmann. Auch Kerstin Eisenreich, Petra Sitte, Henriette Quade, Hendrik Lange begleiteten die Tour durch den Süden Sachsen-Anhalts. Es sind großartige Gelegenheiten, mit vielen Menschen ins Gespräch zu kommen, in andere politische Bereiche „hineinzuschnuppern“ und vieles zu lernen, Neues zu erfahren, über linke Politik zu diskutieren. Die Sommertouren gehören deshalb jedes Jahr zum notwendigen „Werkzeug“ der Abgeordneten, um sich in politische Debatten kenntnisreich einzumischen und die Sicht von Betroffenen, von Experten, Wissenschaftler*innen und eben vielen Engagierten einzuholen und in der Diskussion eine Stimme zu geben. Die Tage waren reichlich gefüllt mit Terminen. Die „ertragreichsten“ und interessantesten wollen wir hier vorstellen.

 

Zu Gast bei den Naumburger Domstiftern

Seit mehr als einem Jahr sind wir Welterbe, mit dem Dom in Naumburg. Die Region rund um Naumburg hofft darauf, dass mit dem Titel auch mehr Renommee verbunden ist, dass der Tourismus gestärkt wird.

Der verliehene Titel selbst ist keineswegs mit mehr Geld verbunden. Um die geplanten Vorhaben finanzieren zu können, aber auch, um die Mitarbeiter*innen vernünftig bezahlen zu können, die sich beispielsweise um die öffentliche Wahrnehmung, um die Kunst im Dom kümmern. Hier sind letztlich auch Bund und Land gefragt. Ein guter Anlass also, mal bei den Naumburger Domstiftern vorbeizuschauen. Begleitet wurde ich von Katrin Budde, der Vorsitzenden des Kulturausschusses im Bund. Die öffentlichen Debatten um den Dom sind medial nicht immer glücklich verlaufen. Eine der ganz großen Herausforderungen im Burgenlandkreis ist die Bewältigung des Strukturwandels nach Auslaufen der energetischen Braunkohlegewinnung. Das ist mit sehr viel Geld verbunden. Das ist mit der Sorge verbunden, dass einzelne Regionen abgehängt werden. Die Erfahrung anderer Regionen im Burgenlandkreis Anfang der 1990er Jahre hat erhebliches Misstrauen hinterlassen. Eine Kooperation der Regionen ist dadurch stark belastet, das ist immer wieder zu spüren. Die Begeisterung für das Welterbe ist demnach nicht in allen Teilen des Landkreises gleichmäßig verteilt.

Hier ist es wichtig, dass mit dem Pfund nicht nur in Naumburg und Umgebung „gewuchert“ wird, sondern dass auch in Zeitz, in Weißenfels zu spüren ist, dass der Dom für die gesamte Region ein ein Anziehungspunkt und damit ein Gewinn ist.

Darüber und natürlich auch über eine Finanzierung des Bundes sind wir mit den Domstiftern ins Gespräch gekommen, haben Vereinbarungen getroffen, wie wir in dieser Frage unterstützen können. Und ganz am Rande: Der Dom ist durchaus enkelmädchentauglich. Meine fünfjähriges Enkelmädchen, war interessiert und neugierig. Mindestens das Geländer, das vom Künstler Heinrich Apel geschaffen, seit 2015 im Dom zu bewundern ist, stieß auf ihr Interesse.

 

Die Rechnung ohne die Zukunft gemacht!

Am 10. Mai 1933 versuchten die studentischen Nazis mit einer Bücherverbrennung, Bücher und ihre Autor*innen zu vernichten und vergessen zu machen. Sie haben die Rechnung ohne die Zukunft gemacht! Invielen Städten finden am 10. Mai – dem Tag des Buches – Aktionen "Lesen wider das Vergessen" statt. Zum 5. Mal lasen Naumburger*innen aus Büchern, die den Flammen geweiht waren: Tucholsky, Kästner, Seghers ebenso wie viele weniger bekannte Autor*innen. Auf die Initiative von Roland Claus, dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten für DIE LINKE organisierten wir es gemeinsam mit der Stadtbibliothek Naumburg, dem Theater der Stadt, dem Forum Ehrenamt und dem Naumburger Tageblatt. Zu Gast war gewissermaßen neben den Naumburger*innen die Zivilgesellschaft: demokratische Parteien, Kirchens, Vereine und Verbände. Und das bei blauem Himmel und herrlichem Sonnenschein – mitten im Leben auf dem Naumburger Markt, dort wo lebendiges Erinnern auch hingehört. (bbb)

Der Markt in Weißenfels ist wiedereröffnet!

Wie wichtig ein Marktplatz für eine Stadt ist, merkt man erst, wenn man ihn vermisst. Keine Kundgebung am 1. Mai, der Weihnachtsmarkt musste ausweichen, kein Jahrmarkt – nur Baustelle. Über zwei Jahre ist der Weißenfelser Marktplatz saniert worden. Nun erstrahlt er in neuer Schönheit. 7.300 Steine wurden geplastert. Und witzig gestaltet wurde er auch, denn vor allem die alten Musiker, die hier in der Stadt präsent waren und sind, finden sich nun auch auf dem Markt wieder. Auch die Lichtinstallation ist eine großartige Sache. Bei strömendem Regen waren dennoch vergleichsweise viele Weißenfelser*innen unterwegs. Und sie informierten sich gleich noch über ihre Kandidat*innen zur Kommunalwahl. Kalt, nass und trotzdem gelungen! (bbb)

Die Zukunft der Beschäftigten nach dem Kohleausstieg muss gesichert werden! Die Zivilgesellschaft gehört eingebunden in den Prozess des Strukturwandels

Am vergangenen Freitag, 3. Juli 2020, ist der Tag in der Debatte im Bundestag mehrfach als einer bezeichnet worden, der in die Geschichte einginge. Der Kohleausstieg ist nunmehr bis spätestens 2038 beschlossene Sache. Der Bundestag hat das Gesetz zum Kohleausstieg wie auch das Strukturstärkungsgesetz verabschiedet. Der umweltpolitische Sprecher der Fraktion, Lorenz Gäste Beutin, kritisierte beim Kohleausstieg, dass damit die Pariser Klimaziele nicht erreicht werden können. Im ursprünglich verhandelten Kompromiss in der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung war der stetige Abbau der Verstromung der Braunkohle verabredet worden Durch die nunmehr verabredetet so genannte Kaskadenabschaltung werden vor allem die belasteten emissionsstarken Kraftwerke erst gegen Ende der Laufzeit abgeschaltet, dadurch werden ca. 140 Mio. Tonnen CO2 zusätzlich ausgestoßen. 

Auch die Entschädigungsleistungen der Bundesrepublik an große Kraftwerkskonzerne wie die LEAG in der Lausitz stoßen auf Kritik vieler Verbände - auch der LINKEN. Sie seien nicht transparent und verschafften den großen Unternehmen Ausgleich für lediglich vermeintlich entgangene Gewinne. Die MIBRAG im Mitteldeutschen Revier kann von diesen Entschädigungsleistungen nunmehr gar nicht profitieren. Die Entschädigungsleistungen sind auf die Kraftwerksnutzung konzentriert sind – es geht um das Ende der Verstromung der Braunkohle - , die MIBRAG besitzt jedoch keine Kraftwerke. Die Kraftwerksbetreiber sind verpflichtet, die Tagebaulandschaften wieder nutzbar zu machen. Auch dafür erhalten sie letztlich Entschädigungsleistungen. Um die Interessen der Beschäftigten der Kohlewirtschaft zu schützen werden mit dem Gesetz zum Kohleausstieg auch die Regelungen für ein Anpassungsgeld vorgelegt.

Mit dem Strukturstärkungsgesetz sollen nun die Weichen für einen Strukturwandel in den betroffenen Regionen gestellt werden. 40 Milliarden Euro werden in den kommenden Jahren für alle Reviere gemeinsam zur Verfügung stehen, um neue Industrie anzusiedeln, um innovativen Ideen auf den Weg zu helfen, um die Verkehrsinfrastruktur zu erneuern und die Regionen zu stärken. DIE LINKE enthielt sich der Stimme. Unsere Kritik war vor allem, dass die Zivilgesellschaft und die Parlamente in den Ländern kaum eingebunden sind in Entscheidungsfindungen. Auch die Landtagsfraktion DIE LINKE stellte einen Antrag im Landesparlament, die Akteur*innen vor Ort wie auch das Landesparlament einzubinden in die Entscheidungsprozesse. In den Beratungen des Bundestags lag auch ein Entschließungsantrag der Fraktion DIE LINKE zur Beratung vor. bbb

Grillen im Tierpark Bad Kösen

Nach langer Zeit mal wieder von Angesicht zu Angesicht: DIE LINKE. Naumburg und Bad Kösen hatten eingeladen zum gemeinsamen Grillen. Viel gab es zu erzählen, immerhin hatten auch wir uns viele Wochen nur per sms oder per Mail verständigt. Der eine hatte die Coronazeit gut, die andere weniger gut überstanden. Großartig war, dass mehr als 20 unserer Genoss*innen dabei waren. Die Würstchen der Naumburger Gemeinderatsfraktion waren lecker, die Steaks ebenso. Brot und Salate gab es reichlich. Auch politisch gab es einiges zu diskutieren. Während der Coronakrise geriet auch der Bad Kösener Tierpark in schwieriges Fahrwasser. Die Einnahmen waren komplett eingebrochen. Deshalb hatten sich auch die Genoss*innen aus Naumburg und Bad Kösen sehr stark engagiert, um dem Bad Kösener Tierpark finanziell unter die Arme zu greifen. Also wurde schnell gespendet und Patenschaften für die Tiere übernommen. Insgesamt kamen aus Naumburg und Bad Kösen von den Bürger*innen der Region ca. 15.000 Euro zusammen. Nunmehr geht es wieder ein bisschen bergauf und es gibt Licht am Ende des Tunnels. Mindestens das war auch ein Anlass für die Naumburger LINKE sich im Tierpark zu treffen. Für Marno Scherling, den Chef des Tierparks der zugleich Mitglied der Fraktion DIE LINKE im Naumburger Gemeinderat ist war es eine willkommene Möglichkeit, Danke zu sagen. Auch Jan Thyen, unser Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat hat dafür gesorgt, dass es uns allen an diesem nachmittag gut ging. Für diejenigen, die lange nicht im Tierpark waren, erzählte Marno vieles aus seinem immer wieder beeindruckenden Wissensschatz - über die Tiere und deren Geschichten. So wurde er denn auch gefragt, wo er denn seine Expertise herhabe. Es sind Erfahrungen, es ist Gelesenes, Gehörtes. Es ist der Austausch zwischen den Tierparkdirektoren in Sachsen-Anhalt - alles das ließ ihn in den zurückliegenden Jahren gewissermaßen zum Tierexperten werden.

Es war ein sehr schöner Auftakt - auch zurück ins Parteileben. Nach der Sommerpause wird es viel zu tun geben, denn die Landtagswahl und dann auch die Bundestagswahl 2021 müssen gut vorbereitet werden, der Wahlkampf lässt grüßen. (bbb)

Jugendweihe in Hohenmölsen

Die "Jugendweihesaison" ist sein Wochen eröffnet. Dieses Mal fanden sich Schüler*innen der Sekundarschule und des Gymnasiums Hohenmölsen im Bürgerhaus um den besagten Schritt ins Erwachsenenleben zu vollziehen. Ich durfte wie auch im vergangenen Jahr Festrednerin sein. Eine großartige Gelegenheit, über wichtige Dinge im Leben nachzudenken und zu sprechen: Was braucht es im Leben? Eine Familie und gute Freunde, für einen Grundvorrat an Geborgenheit, vor allem dann, wenn mal alles schief geht. Herausforderungen, die einen wachsen lassen. Denn einfach kann ja jeder. Menschen, die an einen glauben geben Motivation und Aufwind. Und dann noch etwas, was mit Menschlichkeit zu tun hat: Einfühlungsvermögen, Verständnis, Toleranz und Wertschätzung. Auch anderen gegenüber. Es sind schon schöne Moment, solche Jugendweihen. Vor allem aber für die jungen Leute selbst. (bbb)

Bildung hinter altehrwürdigen Mauern

Die altehrwürdigen Mauern rund um Schulpforte gleich hinter der Kernstadt Naumburg, im Ortsteil Bad Kösen vermitteln ein Bild von traditioneller und klassischer Bildung. Dahinter werden jedoch sehr moderne und vielseitige Konzepte und Ideen von Bildung sichtbar. Und vor allem: Sie werden gelebt. 300 Schüler*innen lernen in den Zweigen Musik, Naturwissenschaften und Sprachen. 75% davon sind Mädchen. Ein erstaunlicher Anteil, vor allem wenn man bedenkt, dass die Einrichtung zwischen 1543 und 1946 nur Jungen offen stand. Viele Themen hatte ich mit Thomas Schödel, dem Rektor der Schule zu besprechen: die Wirkung in die Region, die Gestaltung von Studien- und Berufsorientierung, seine Sicht auf die Digitalisierung von Bildung, die Förderung von Schüler*innen, die aus schwierigeren Lebensverhältnissen kommen und vieles andere mehr. Auch die Rolle von Politik in der Schule war eines unserer Themen. Das Angebot steht: Gemeinsam mit meinem Kollegen Dieter Stier, Bundestagsabgeordneter der CDU, auch mal zum politischen Streitgespräch, moderiert z.B. von den Schüler*innen selbst, vorbeizuschauen. Also auch hier gilt: Gern wieder! (bbb)

Für die Rechte von Menschen mit Behinderungen

Der 5. Mai ist seit jeher der Protesttag für die Rechte behinderter Menschen. Vor allem diejenigen, die sich engagieren, nutzen diesen Tag, um auf die Situation von Menschen mit Behinderungen aufmerksam zu machen, um anderen zu begegnen, sich auszutauschen und die Gesellschaft dafür sensibel zu machen, dass es keine gute Idee ist, zwischen normal und vermeintlich unnormal zu unterscheiden. Jeder Mensch hat Behinderungen, hat Stärken und Schwächen. Auf dem Markt in Weißenfels hatte der Verein Ponte Kö e.V. am 3. Mai um 10.00 Uhr gemeinsam mit den Paritätern des Burgenlandkreises eingeladen. Für eine Politikerin eine klasse Sache: Man kommt ins Gespräch, lernt Erfolge und Probleme kennen. Am Ende ist man wieder ein Stückchen selbst geerdet und der Aufgabenzettel ist gefüllt. Danke an diejenigen, die den Tag vorbereitet und organisiert haben. Gern wieder. (bbb)

Ein Linker für DIE LINKE!

Einen Abend lang plauderte Gregor Gysi mit Hans-Dieter Schütt am 2. Mai im Naumburger Turbinenhaus vor ca. 250 Gästen über sein Leben, über Erfahrungen in Kindheit und Jugend, über die politische Situation nach der friedlichen Revolution Anfang der 90er Jahre, über seine Rolle als Partei- und Fraktionsvorsitzender und nicht zuletzt über seine Familie. Es war klug, witzig, kurzweilig und vor allem anregend. Es sollte eine Werbeveranstaltung für DIE LINKE in Naumburg und im Burgenlandkreis werden und das ist gelungen. Schließlich hat Gregor Gysi viel mit uns zu tun und wir mit ihm. Ein LINKER für DIE LINKE. Viele waren neugierig gekommen und gingen begeistert - wie immer. Am Ende gab es unzählige Selfies und Autogramme. Viele große und kleine Gespräche mit den Kandidat*innen der LINKEN für den Naumburger Stadtrat und den Kreistag im Burgenlandkreis. Es war Wahlkampf im besten Sinne. Herzlichen Dank für die Unterstützung an DIE LINKE. Naumburg - vor allem ihre Stadtratsfraktion. (bbb)

Tag der Arbeit im Burgenlandkreis

Auch in diesem Jahr wurde der 1. Mai im Burgenlandkreis gebührend gefeiert: zum Beispiel in Naumburg, in Zeitz, in Hohenmölsen. Auf dem Naumburger Markt hatte der DGB Sachsen-Anhalt die Europaabgeordneten Arne Lietz und Swen Schulze eingeladen. Eine merkwürdige Auswahl, denn auch andere Kandidat*innen der demokratischen Parteien stehen zur Wahl und hätten ganz sicher Rede und Antwort gestanden. Trotzdem war es ein wunderschöner Vormittag. Viele Kandidat*innen waren unterwegs: Jan Thyen, Elisabeth Riebow, Frank Mayntz und Sylke Franke. Die Sonne schien, viele Gespräche ergaben sich, alte und neue Bekanntschaften wurden aufgefrischt. Beste Möglichkeit, politische Netzwerke zu stärken. (bbb)

Mit einem Raumpionier im Kloster Posa

Das ehemalige Franziskanerkloster – heute die Kultur- und Bildungsstätte Kloster Posa – findet man zwischen Zeitz und der Elsteraue. Gerade bei blauem Himmel hat man einen idyllisch anmutenden Blick auf die Umgebung. Vor allem junge Leute und Familien haben sich hier niedergelassen, um das Anwesen zu einem Kleinod von Kunst, Kultur und Bildung zu gestalten. Sie haben durchaus viel zu bieten, was die Zeitzer*innen von nebenan ebenso wie die Leipziger*innen vom anderen "nebenan" immer mal wieder herlockt. Es ist ihre Heimat, und die wollen sie mitgestalten. Im Gespräch mit Thomas Haberkorn, einem Rückkehrer und Raumpionier durfte ich das interessante Projekt und die geplanten Wege kennenlernen. Ein gutes Thema also für den Strukturwandel, also auch für die Ideen, die gesammelt werden. Immerhin hat das Mitteldeutsche Kernrevier auch Bildung und Kreativität zu seinen Leitbildern auserkoren. Was also liegt näher, als das Konzept des Vereins auch im Rahmen der Strukturentwicklung zu fördern, um die Verbundenheit zu eigenen Region zu stärken, um junge Kreative in die Region zu locken - hier wo Ateliers noch bezahlbar sind und gleichzeitig Ruhe und Rückzug möglich ist. Einiges ist zu tun und dafür gibt es konkrete Ideen. (bbb)

Wird der SüdOstLink gebraucht?

Der geplante Bau der Stromtrasse von Nord nach Süd - der so genannte SüdOstLink - sorgt in der Region Freyburg für heiße und kontroverse Debatten. Die Sorge der Winzer ist, dass sich durch erwärmten Boden, der Ertrag verschlechtern könnte. Grundlegend fragt DIE LINKE jedoch: Ist eine solche Stromtrasse überhaupt erforderlich? Und wer zahlt am Ende die Zeche für den Bau und den Strom? Das Unternehmen 50Hertz - beauftragt mit Planung und Bau - kann auf eine stolze Rendite von garantierten 9% zählen – wovon andere nur träumen können. Allein das sollte zu denken geben. Ralph Lenkert, der umweltpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion war auf Einladung der LINKEN. Naumburg zu Gast im "Edelacker" und überzeugte mit zahlreichen Gegenargumenten, die im Übrigen auch auf seiner Internetseite zu finden sind. Auch die Mitglieder der Bürgerinitiative aus Freyburg waren zu Gast und lauschten interessiert und angeregt seiner Argumentation. Steter Tropfen höhlt den Stein – auch oder gerade im Widerstand gegen industrielle Großprojekte, deren Begründungszusammenhänge kaum noch jemand hinterfragt. Oder aber immer mehr. (bbb)

Berufsausbildung in der Braunkohle?

Lang geplant war der Besuch in einem der größten Unternehmen der Region, der MIBRAG. Es sollte vor allem um Erfahrungen mit der Berufsausbildung im Unternehmen gehen. Vor allem Industriemechaniker und Maschinen- und Anlagenfahrer*innen werden ausgebildet in hochmodernen Lernumgebungen. Auch mit Blick auf das Ende der energetischen Verwertung der Braunkohle haben junge Menschen dort gute Chancen, mit einer hoch qualifizierten Ausbildung ihre Zukunft zu gestalten. Ca. 1.000 Azubis sind im Unternehmen seit 1995 ausgebildet worden, mehr als die Hälfte davon wurden übernommen. Die meisten der Ausbilder*innen haben bereits im Unternehmen gelernt und kennen die Ausbildung aus dem "ff". 
Ist die Ausbildung insbesondere von Industriemechaniker*innen zunächst nicht in besonderer Weise von digitalem Wandel der Arbeit betroffen, so setzt das Unternehmen durchaus auch auf Zukunftsthemen. Azubis arbeiten als Energiescouts, die auf der Suche nach energiesparenden oder energieeffizienten Unternehmensstrategien sind. Auch die Frage, wie es gelingen kann, mehr Mädchen für die so genannten MINT-Berufe zu gewinnen - Berufe mit mathematischem, naturwissenschaftlichem, informatischem oder technischem Profil – war ein Thema, was immer wieder diskutiert wird.
Auch braucht es mehr Möglichkeiten für Schüler*innen mit Hauptschulabschluss, eine passende Ausbildung zu finden. Jugendausbildungsvertretung und Betriebsräte haben auf jeden Fall bei allen Fragen ein starkes Wörtchen mitzureden. (bbb)

Was ich zum Leben brauche!

Wie auch im vergangenen Jahr, war es mir eine große Freude, die jungen Leute und ihre Familien ein wenig festlich auf ihre Jugendweihe am Samstag in Alttröglitz einstimmen zu dürfen. Mit dem Erwachsenwerden ist das ja ohnehin so eine Sache. Man merkt es nicht, oder nicht jeden Tag. Und was heißt das eigentlich, erwachsen zu werden. Was ich gut sagen kann, ist, was ich zum Leben brauche. Fünf Dinge, die mir wichtig sind, habe ich den jungen Leuten mit auf den Weg geben dürfen. Natürlich sind jetzt erstmal die Geschenke und das Feiern wichtig. Aber vielleicht erinnern sie sich ja in besonderen Glücksmomenten oder in Krisenzeiten an das, was ich über mich erzählt habe. Es sind immer wieder bewegende Augenblicke. (bbb)

In der ältesten Brikettfabrik Europas: Jahresempfang in Zeitz

Die Saison der Neujahrsempfänge ist vorüber, der Karneval ist aus und der politische Aschermittwoch ist auch von vorgestern. Gute Chancen also, den Jahresempfang der LINKEN im Burgenlandkreis auf einen ganz besonderen Tag zu legen: den Internationalen Frauentag 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts. Gekommen waren in der Tat vor allem viele Frauen. Unser Gast war auch Eva von Angern, die Vorsitzende des Landesfrauenrates Sachsen-Anhalt und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Landtag. Sie zog Bilanz von 100 Jahre Kampf um die Rechte von Frauen. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, der Kampf gegen Gewalt an Frauen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und nicht zuletzt die Frage nach der Macht. Der Landtag von Brandenburg hat vor einiger Zeit ein Paritégesetz erlassen, das Parteien gewissermaßen zu ihrem Glück zwingt. Frauen und Männer sollen paritätisch präsent sein in der Politik. Ein guter Vorschlag auch für Sachsen-Anhalt. In jedem Falle ist der to-do Zettel für die Gleichstellung von Frauen noch ordentlich gefüllt. Es gibt viel zu tun, machen wir also weiter. (bbb)

"Wortwechsel" – Schüler*innen im Dialog mit Politik

Es war bereits die dritte Veranstaltung dieser Art. Was in Weißenfels begann, auch in Naumburg schon stattfand, war der Wortwechsel zwischen dem Jugendbeirat des Burgenlandkreises und den Politiker*innen aus dem Kreistag, den Gemeinden, dem Land und dem Bund. In Hohenmölsen lud der Jugendbeirat Hohenmölsen unter der Schirmherrschaft von Andy Haugk, dem Bürgermeister der Stadt Naumburg, die Stadträt*innen und zwei Bundespolitiker*innen ein, um sich darüber auszutauschen, was junge Leute für Vorstellungen von Politik haben, was sie erwarten und welches ihre Visionen sind. Mitbestimmung war das große Thema: Über welche Fragen sollten junge Leute mitentscheiden können? Welches sind die angemessenen Plattformen dafür? Im Grund waren sich alle einig, dass die Möglichkeiten für Mitbestimmung eigentlich nicht auf ausgewählte Themen zu beschränken sind. Jugend geht alles an. Die einen fordern ein Wahlrecht von 16 Jahren - so wie DIE LINKE. Andere wiederum finden gewissermaßen Vorstufen von Teilhabe an politischen Diskursen angemessen. Einig waren sich aber alle darüber, dass man einen solchen "Wortwechsel" regelmäßig ermöglichen sollte. Es war für beide Seiten - wenn man so will - ein ertragreicher Abend, ertragreich an Erfahrungen und Einsichten über die jeweils anderen. (bbb)


Wahlkreisbüro Naumburg

Jessica Hoppe und Tina Krüger
Salzstraße 1
06618 Naumburg
Telefon: 03445.261233
Mail: birke.bull-bischoff.wk@bundestag.de

Öffnungszeiten:

dienstags und donnerstags: 
09.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Kontakt im Wahlkreisbüro Weißenfels
Töpferdamm 6
06667 Weißenfels

Termine nach Vereinbarung:
birke.bull-bischoff.wk@bundestag.de

Dietmar Bartsch im Burgenlandkreis

DIE LINKE hatte ihn eingeladen: Dietmar Bartsch, den Vorsitzenden der Fraktion DIE LINKE im Bundestag. Ein echter Norddeutscher Zwei-Meter-Mann. Der Morgen begann auf dem Platz der Deutschen Einheit in Zeitz. Viele der Kandidat*innen der LINKEN für den Stadtrat und den Kreistag waren dabei. Zeitzer*innen kamen während oder nach ihrem Einkaufsbummel auf dem Markt, um mit uns zu diskutieren. Probleme, die viele bewegen: die skandalöse Kinderarmut in einem reichen Land, fehlendes Geld in den Kassen der Städte und Gemeinden, Straßenausbaubeiträge und vieles mehr. Im Anschluss dann waren wir zu Gast im Kernrevier, am Mondsee und beim Bürgermeister in Hohenmölsen. Was sind unsere Prämissen, um den notwendigen Strukturwandel in der Region so zu gestalten, dass es nicht ein zweites Trauma wird. Die Leute hier wissen, wer die Zeche der Schließungen Anfang der 90er Jahre teuer bezahlt hat. Industriearbeitsplätze sind das A und O einer erfolgreichen Zukunft. Die Menschen wollen das Gefühl haben, gefragt zu werden und mitbestimmen zu können. Am Abend dann traf Politik auf Sport. Robby Clemens und Dietmar Bartsch hatten einiges zu erzählen: über verlorene und gewonnene Kämpfe, über Ziele und Erfahrungen, über Hürden, die man meistern muss. Über Freunde, die man dabei gewinnen kann. Es war ein erfolgreicher Tag - der Wahlkampfauftakt der LINKEN im Burgenlandkreis. Herzlichen Dank an Dietmar Bartsch und alle anderen, die mitgeholfen haben, den Tag vorzubereiten. (bbb)


 

Weingesetz soll novelliert werden

Die Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner hatte bereits vor Wochen angekündigt, das Weingesetz novellieren zu wollen. Sie stellte in der Runde mit Vertreter*innen der weinanbauenden LÄnder und den weinpolitischen Sprecher*innen aller Fraktionen ihre Vorstellungen zur Diskussion. Es ging um Fragen nach den Erfahrungen mit den Hektarertragsregelungen oder nach der künftigen Gestaltung des Bezeichnungsrechtes für deutsche Weine. In den weinanbauenden Regionen haben sich in den letzten MOnaten Schutzgemeinschaften gegründet. Auch hier stand die Frage nach den Erfahrungen. Im Weinanbaugebiet Saale-Unstrut wurde diese Schutzgemeinschaft zu Beginn des Jahres gegründet. So lag es nahe sich mit den beiden gewählten Mitgliedern, dem Geschäftsführer der Winzergenossenschaft Hans Zieger und der Vertreterin des Weinbauverbandes Sandra Warzeschka, auszutauschen. 


 

Wahlkampfauftakt in Zeitz