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Ein ganzer Tag in Burgwerben

Und was für einer! Am Vormittag sind wir - das heißt Bernd Reitzenstein und ich, gemeinsam mit dem Bürgermeister Herr Schmoranzer – Gast in der Freien evangelischen Grundschule Burgwerben gewesen. Vor allem brennt den Kolleg*innen dort in der Schule natürlich auf den Nägeln, wie man das Lernen für Schülerinnen und Schüler während der Coronazeit weiter gut organisieren und begleiten kann. Der andauernde Wechsel der Unterrichtsmodelle gestaltet sich schwierig: Wechselunterricht, Distanzunterricht mit digitalen Mitteln, und dann wieder lernen in Präsenz. Die Befürchtung, einer so genannten Corona-Generation einen großen Teil der Bildungschancen zu nehmen, ist mit Händen greifbar und bewegt die Pädagogische*innen. So auch in der Kita „Kleine Riesen“ gleich gegenüber. Dort sind derzeit die Kinder in der „Notbetreuung“ unterwegs. Und die Erzieherinnen der Kita erleben dabei, wie sich pädagogische Arbeit anfühlt, mit einer optimalen Anzahl an Kindern in der Gruppe - kaum mehr als zehn. Man kann sich jedem Kind widmen, seine Fragen beantworten, ihm Angebote machen. Der Leiterin macht vor allem der Fachkräftemangel zu schaffen. Kein Ersatz für erkrankte Kolleg*innen ist möglich. Noch dazu wird auch hier das uns schon viele Jahre bekannte Problem thematisiert, dass die künftigen Erzieher*innen in der Ausbildung kein Ausbildungsgeld gezahlt wird. Mitunter müssen sie sogar noch Schulgeld zahlen. Zumindest nach 2022 ist diese Frage nicht geklärt, dann laufen nämlich die Mittel des Bundes aus dem Gute-Kita-Gesetz aus. Derzeit finanziert das Land damit die Schulgeldfreiheit. So werden die jungen Leute in die Abhängigkeit von ihren Eltern gezwungen. Wie ein roter Faden zog sich durch alle Gespräche in Burgwerben die große Enttäuschung nach der Eingemeindung in die Stadt Weißenfels. Kaum ein eigenes Budget, kaum kommunale Selbstverwaltung im Ort. Auch die kurzen Wege zwischen Schule, Kita und Bürgermeister ergeben keinen Sinn mehr, weil nichts allein zu entscheiden ist. Sinn und Unsinn der Gemeindegebietsreform zeigen sich vor allem im Verlust der Entscheidungsmöglichkeiten im Dorf. Die Zentralisierung der Verwaltung und der kommunalen Politik ist verbunden mit sehr viel weniger Gestaltungsmöglichkeiten vor Ort. Ein Thema, das möglicherweise zwischen den Akteur*innen der Stadt Weißenfels und denen in Burgwerben kontrovers diskutiert wird. Letztlich ist es aber vor allem immer wieder der Mangel in der finanziellen Ausstattung von Gemeinden und Städten, der für Frust und Resignation sorgt und kommunale Selbstverwaltung ruiniert. Und zwar überall. Auch in der Stadt Weißenfels selbst. Dort liegt das größte Problem begründet. Auch darüber haben wir fast einen ganzen Tag lang diskutiert. Wie auch über viele grundsätzliche gesellschaftliche Probleme. Auch deshalb war es für mich ein sehr anregender und aufregender Tag. Danke an Bernd Reitzenstein für die Organisation und Begleitung. Und für die leckeren Würstchen zum Mittagessen. (bbb)


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