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Frühstücken auswärts: Schulen unterwegs beim digitalen Lernen

Bild: Gerd Altmann pixabay.de

Auswärts zu frühstücken ist keineswegs immer ein vergügungssteuerpflichtiger Vorgang, weil es wirklich sehr früh beginnt, kurz nach 7 Uhr. Auch dann, wenn der dienstliche Vorabend erst 22 Uhr zu Ende war. Aber so genannte Parlamentarische Frühstücke sind meist ein Gewinn. Der Verband der Bildungsmedien e.V. hatte eingeladen. Nicht nur Politiker*innen, sondern vor allem ganz normale Lehrer*innen aus ganz normalen Schulen: Schulen, an denen mehr als 30 Sprachen gesprochen werden, an denen Schüler*innen aus mehr als 30 Kulturen und Religionen lernen – so genannte Brennpunktschulen also. Zunächst malten die Kolleg*innen ein düsteres Bild: nicht genügend und vor allem veraltete Computer, kein leistungsfähiger Internetzugang, zusätzliche Belastung der Lehrkräfte mit Administrationsaufgaben, keine Chance, selbstbestimmt und damit kompetent über Geld und Einkauf zu entscheiden, viel zu wenig Sachverstand in der Verwaltung. Ein frustrierender Beginn des Gesprächs. Zumal zur Ehrlichkeit gehört: Es gibt gute Erfahrungen und Strategien, es gibt Schulen, die sich lange und erfolgreich auf den Weg gemacht haben. Die ausdrückliche Frage nach positiven Erfahrungen legte dann auch eben solche offen. Immer wieder wird auf die Möglichkeiten individualisierter Lernangebote verwiesen, auf eine hohe Motivation von Schüler*innen, mit digitalen Geräten zu lernen, viel Vorwissen mit eigenen Geräten. Aber eben auch Ängste von Lehrkräften, Fehler zu machen und sich in Unsicherheit zu präsentieren. Es braucht also einen langen Atem und Geduld. Aber eben auch Geld und Ressourcen. Einen Digitalpakt 2.0 zum Beispiel. (bbb)

#fridayforfuture – Schulschwänzen oder politische Aktion

Seit Wochen treffen sich freitags Schüler*innen in vielen Städten bundesweit, um darauf aufmerksam zu machen, dass es dramatisch aussieht in Sachen Klimawandel und Klimaschutzpolitik. Zu Recht werfen sie der Politik vor, untätig zu sein, denn die Erreichung der Klimaziele werden vertagt und verschoben. Ein großes Thema also, mit dem sich Schüler*innen zu Wort melden. Die Debatte darum, ob es Schulschwänzen ist, kommt da ziemlich kleinlich daher. Vergangenen Freitag trafen sich in Berlin mehr als 10.000 junge Leute: #babiesforfuture, #parentsforfuture, #grandmasfor future. Und es war erfrischend: viel Fantasie und viel Witz. Die politischen Debatten unter den jungen Menschen waren mit Händen zu greifen. So geht lebensweltorientiertes Lernen mitten im Leben. Was kann es besseres geben. In jedem Fall beginnen junge Menschen, sich für Politik zu interessieren. Möglicherweise fangen sie an, die eigenen Lebensgewohnheiten zu hinterfragen, Fragen zu stellen, sich zu engagieren. Also was will man mehr, wenn man auch der Meinung ist, dass die Zukunft von Natur und Mensch eine existenzielle ist. (bbb)

Ausbildung mit guten Perspektiven

Am Mittwoch waren einige Mitglieder zu Gast bei der Bayer AG. Am Standort Berlin werden ca. 250 Azubis ausgebildet. Wir hatten die Gelegenheit, mit künftigen Chemielaborant*innen ins Gespräch zu kommen. Darunter auch junge Frauen und Männer aus Syrien, aus Afghanistan und Indien. Sie bekamen vor zwei Jahren die Gelegenheit, ein Praktikum im Unternehmen zu machen. Schnell kristallisierte sich heraus, dass sie sehr motiviert und leistungsfähig sind. Ihre Ausbildung im Unternehmen betrachten sie als Chance, sich hier einzubringen und eine eigene Zukunft zu gestalten. 
Mit der Jugendausbildungsvertretung (JAV), mit Azubis, mit Dual-Studierenden diskutierten wir im Anschluss über ihre Sicht auf die eigenen Möglichkeiten: die Rolle sozialer Medien, über die digital Natives, über Mitbestimmung und weshalb kleine und mittelständische Unternehmen mehr Unterstützung brauchen, um auszubilden. 

 

bbb

Lebenslanges Lernen im digitalen Zeitalter!

Der Verband der Internetwirtschaft Bitcom hatte eingeladen zum Policy Pitch. Politiker*innen der demokratischen Fraktionen im Deutschen Bundestag hatten die Chance, exakt vier Minuten ihren Plan zu präsentieren. Es ging um eine Kultur der Weiterbildung im digitalen Zeitalter. Welche Vorstellungen treibt die einzelnen Parteien an? Welche Leitplanken und Prämissen braucht es. Birke Bull-Bischoff, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, warb für vier Prämissen: Digitale Mündigkeit meint, dass Lernende nicht nur Nutzer- und Bedienkompetenzen benötigen. Dafür brauchen sie informatische Bildung, Medienkompetenzen und so genannte Zukunftskompetenzen: Probleme zu lösen, Konflikte zu managen, zu reflektieren und letztlich auch in schwierigen Situationen entscheiden zu können. Dafür braucht es frei zugängliche Bildung, offene Software, offene Quellcodes, vielfältige Betriebssysteme. Um Bildung für alle zu ermöglichen ist ein inklusives System beruflicher Bildung nötig, lebensweltorientiert und barrierefrei. Letztlich braucht es soziale Sicherheit und angemessene Rahmenbedingungen - darunter ein guter Lohn - für Lehrende. Das Thema der Soloselbständigen hatte DIE LINKE bereits mehrmals im Deutschen Bundestag zum Thema gemacht. Es gab vieles, worin sich die Bildungspolitiker*innen einig waren. Aber auch Kontroversen schienen durch, wenngleich sie auf einem solchen Podium in iher moderater Weise ausgetragen werden. Herzlichen Dank für die Einladung!

Bildungspolitiker*innen unterwegs

Birke Bull-Bischoff

Digitalpakt im Schneckentempo

Grundgesetzänderung passiert den Bundesrat

In dieser Woche ist das "Jahrhundertwerk" vollendet worden - so könnte man etwas ironisch sagen. 2016 ist er durch die damalige Bildungsministerin Johanna Wanka angekündigt worden. Im Februar 2019 ist es vollbracht. Und trotzdem: Als Tiger gestartet und als Bettvorleger gelandet. 3.5 Mrd. Euro werden es in dieser Wahlperiode möglicherweise noch werden, die den Schulen zugute kommen können. Bis 2025 sind 5 Mrd. Euro insgesamt geplant, davon 720 Mio. für die bildungsbezogene Infrastruktur und 1.68 Mrd. Euro für den Netzausbau. Insgesamt Geteilt durch x (x= Schulen, Berufsschulen, sonderpädagogische Einrichtungen) ist es verdammt wenig. Und das auch noch zeitlich befristet bis zum Jahr 2025. In Sachen Bildung in digitaler Gesellschaft sind wir Entwicklungsland. Kein Wunder, fehlt doch gerade in den ländlichen Regionen ein leistungsfähiger Internetzugang. Für die Bildungspolitik sind nun zentrale Aufgaben, auch die Lehrkräfte fit zu machen. Für gute Bildung insgesamt braucht es andere Lernkulturen: kollaboratives Lernen zum Beispiel. Für inklusive Bildung halten digitale Lernplattformen sehr viele Möglichkeiten bereit, individualisierte Angebote zu machen. Die Entkopplung von Zeit und Raum ermöglicht, unterschiedliche Lerngeschwindigkeiten einzuräumen. Allein die Anwesenheit von Tablets und Smartphones wird es nicht richten. Und im Übrigen: Drei Jahre hat´s gedauert, von der Ankündigung zur Umsetzung. Der Digitalpakt kam im Schneckentempo daher. Vielleicht sollten wir dann mal schon jetzt beginnen, über den #digitalpakt2 zu verhandeln. (bbb)


 

Birke Bull-Bischoff

"Welcome to Jerusalem"

Welcome to Jerusalem" – so lädt das Jüdische Museum in Berlin ein zu einer ganz besonderen Ausstellung. Sie nähert sich aus religiöser, geschichtlicher und politischer Sicht den Auseinandersetzungen im Nah-Ost-Konflikt. Mit ungewöhnlichen Mitteln werden unterschiedliche Standpunkte und Zusammenhänge sichtbar gemacht. Ende letzten Jahres geriet das Jüdische Museum wegen dieser Ausstellung unter Beschuss des israelischen Präsidenten Benjamin Netanjahu, verbunden mit dem Vorwurf der Einseitigkeit. Diesen Eindruck hatte ich nicht. Eine aufregende und mutige Ausstellung. Sie fordert den Streit geradezu heraus. Aber demokratische Auseinandersetzung ist nötig. Ich für meinen Teil werde sie auf jeden Fall ein zweites Mal besuchen.


 

Birke Bull-Bischoff

­ LINKER Neujahrsempfang im Stadtbad

Auch in diesem Jahr ludt  die Fraktion DIE LINKE. im Bundestag ein zum Neujahrsempfang. Wiederum in das Stadtbad in Berlin. Hunderte Gäste waren gekommen, aus Politik und Wirtschaft, Künstler*innen, Gewerkschafter*innen, Menschen, die ehrenamtlich engagiert sind.  Eine gute Gelegenheit also, diejenigen anzusprechen, die man schon immer mal ansprechen wollte. Auch aus Hohenmölsen und Weißenfels waren Gäste gekommen. Unter anderem Gunter Schneider (DIE LINKE Hohenmölsen) und Robby Clemens, der Extremsportler, der von seiner zweijährigen Reise vom Nordpol zum Südpol zu Fuß gerade zurückgekommen war. So kamen beide ins Gespräch mit Täve Schur, dem bekannten Radsportler der DDR aus Burg. Es ist jedesmal ein Abend, an dem es gute Möglichkeiten gibt, über den Tellerrand hinaus auch andere Genoss*innen und Sympathisant*innen kennenzulernen, Pläne zu schmieden und zu netzwerken. Und das bei leckerem Wein.
Es war ein schöner Abend, wie jedes Jahr.


 


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