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Wiedermal in Wittenberg – meinem Patenwahlkreis

Vier Bundestagsabgeordnete vertreten DIE LINKE. Sachsen-Anhalt in Berlin. Jede*r von uns ist für mehrere Landkreise Ansprechpartner*in. Wittenberg gehört zu meinen "Patenwahlkreisen" als Bundestagsabgeordnete. Auch der Landkreis Mansfeld-Südharz, der Saalekreis gehören dazu. Ich versuche, einmal im Monat, dort vor Ort zu sein und mit Bürgermeistern, mit Vereinen und Verbänden, in Kitas und Schulen mit Praktiker*innen ins Gespräch zu kommen.

 

Die Phönix-Theaterwelt - Kunst auf eigene Kosten

Normalerweise finanziert eine Stadt - zumal in der Größe wie Wittenberg - auch das Angebot an Kultur und Kunst in der Stadt, zumindest zum Teil. Nicht so in Wittenberg. Schon 2008 ist das Wittenberger Theater durch das Land geschlossen worden. Es fanden sich Mutige, die ein Teil des Angebotes erhalten wollten. Sie gründeten einen Träger- und einen Förderverein. Die Phönix Theaterwelt war geboren. Ca. 50 bis 60 mal im Jahr stehen hier Künstler und Ensembles auf der Bühne und bieten den Wittenbergern und ihren Gästen Kultur und Kunst vom Feinsten. DAs stößt auf große Resonanz. Im Übrigen hat auch DIE LINKE die Theaterwelt immer wieder für eigene Veranstaltungen genutzt. Es ist ein ehrwürdiges Haus mit eigener Bühne, einschließlich Drehbühne - und damit einzigartig in der Stadt.

Nun könnte man denken, ja, Kultur und Kunst sind allermeistens Zuschussunternehmen und deshalb beteiligt sich die Gemeinde - in diesem Fall die Stadt Wittenberg - an deren Unterhalt. Weit gefehlt. Die Theaterwelt wird vollständig ehrenamtlich aufrecht erhalten. Das heißt, es finden sich engagierte Leute, junge und alt, die den Einlass absichern, die Karten kontrollieren, die Technik bereitstellen. Auch die Organisation des Spielplanes liegt in der Hand der Vereinsvorsitzenden. Es ist unverständlich. Ist es doch eine kulturelle Bereicherung für die Stadt. Nicht einmal ein Anteil für die Betriebskosten wird bereitgestellt. Die Verhältnisse im Stadtrat Wittenbergs sind leider nicht so, dass hier Abhilfe geschaffen werden könnte. Alte Feindschaften und neue Zerwürfnisse. Nur kann das ausschlaggebend sein für das kulturelle Gesicht der Stadt? Offensichtlich ja. DIE LINKE wird sich erneut dafür einsetzen, dass sich die Stadt zumindest zu einem Teil an der Finanzierung der Theaterwelt beteiligt. Dazu werden wir uns gesondert verabreden, um zu überlegen, wer hier wie unterstützen kann. Zunächst haben wir erstmal einen Spendenscheck übergeben, finanziert aus den Diätenerhöhungen der Abgeordneten. Gut so. Aber damit ist das Problem natürlich nicht gelöst. Hier werden wir uns reinhängen müssen – wie man so schön sagt. (bbb)

 

Hände hoch fürs Handwerk

Überraschend, wieviel Kreativität eine Konditorin so haben sollte. Und wieviel ganz praktische Tricks und Kniffe in so einem Familienunternehmen so gesammelt worden sind über Jahrzehnte. #Haendehochfuershandwerk

Immer noch kaum bekannt: der Tag der Kinderbetreuung

Vielen ist der Tag der Kinderbetreuung am 13. Mai jeden Jahres schlichtweg unbekannt. Auch die Erzieherinnen in einer Wittenberger Kita waren überrascht als die Politiker*innen der LINKEN den Tag nutzen wollten, um ihnen Danke zu sagen. Gemeinsam mit Thomas Lippmann, dem Fraktionsvorsitzenden der LINKEN im Landtag, war ich einen Vormittag lang mitten im Leben einer Kita, mitten unter kleinen und großen Menschen. Es ist eine sehr anspruchsvolle Arbeit unter schwierigen Arbeitsbedingungen. An diesem Montag waren es lediglich drei Kolleg*innen, die sich krank gemeldet hatten. Dennoch werden damit alle anderen verbliebenen Erzieher*innen stark (über-)belastet. Dafür gibt es keinen Ausgleich. Eine der Kolleg*innen ist für 20 Stunden Sprachfachkraft im Rahmen des Bundesprogramms "Sprachkitas". Sie kommt in aller Regel nicht dazu, diese Aufgaben wahrzunehmen, weil sie im Falle von Krankheit und Urlaub vertreten muss. Viele pädagogische Ideen müssen deshalb geradezu auf "die lange Bank" geschoben werden. Schade. So waren Kaffee und Kuchen lediglich ein freundlicher Tropfen auf einen heißen Stein. Im Anschluss an die alltägliche Unterstützung beim Essen der ganz kleinen Menschen kamen wir sehr intensiv ins Gespräch mit den Kolleg*innen, über die Zukunft der Ausbildung beispielsweise und die Notwendigkeit, für bessere Arbeitsbedingungen zu streiten. (bbb)