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Mit Sport gegen Mobbing

Nun schon zum zweiten Mal fand in Bad Dürrenberg - dieses Mal im Ortsteil Vesta - ein Sportfest für Kinder und Jugendliche statt, organisiert vom Verein Solejugend Bad Dürrenberg e.V. Es geht darum, im wahrsten Sinne des Wortes Kräfte zu sammeln gegen Mobbing, sich selbst in seiner Stärke zu erleben, Verbündete zu finden. Ein guter Grund also, bei der Finanzierung dieses Anliegens zu helfen. Sowohl der Fraktionsfond der Bundestagsfraktion als auch der Solidarfond der Landtagsfraktion haben deshalb mit den Spenden der Abgeordneten diese Veranstaltung unterstützt. Nicht nur deshalb sind wir deshalb am Sonntag vor Ort gewesen. Schönes Wetter, viele Gäste, Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern tummelten sich auf dem Sportplatz in Vesta, einem Ortsteil von Sangerhausen. Auch Künstler*innen waren zu Gast. Viele Angebote gab es, um sich selbst zu erleben, um Kinder stark zu machen, um Armut und Diskriminierung zu thematisieren. Nicht nur das. Auch Hilfsangebote waren vor Ort - so die Profis vom Caritasverband Mobbing Help! Es war ein sehr lehrreicher Nachmittag. Die Spenden der Abgeordneten waren und sind gut angelegt. Also gern wieder. (bbb)

 

 

Ein starkes Netzwerk für Migrant*innen in Sachsen-Anhalt

In Halle trafen wir uns am Montag mit drei Vertreter*innen der LAMSA – des Landesnetzwerkes der Migranten*innenorganisationen in Sachsen-Anhalt. Gerade haben sie eine Kampagne gestartet, um auf rassistische Entwicklungen mitten in unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen. Immerhin ist gerade die Polizei im kritischen Blick der Öffentlichkeit. Und anstatt mit den Vorwürfen offen und transparent umzugehen, notwendige Veränderungen und Konsequenzen gemeinsam zu diskutieren, verhindert das Bundesinnenministerium derzeit eine Studie der Polizeihochschule, die rassistischen Tendenzen in der Polizei auf den Grund gehen soll. Zu Recht stößt das auf öffentliche Kritik. Die Debatten um Ausgrenzung und Diskriminierung von Migrant*innen sind schon viele Jahre alt. Die Frage bleibt, weshalb sich so wenig ändert. Genau das war auch das Thema unserer Diskussion am Montag im Linken Laden in Halle. Liegt die Abwehr einer ehrlichen Auseinandersetzung darin begründet, dass der Vorwurf des Rassismus immer auch den Moment der Beschuldigung in sich trägt, der unweigerlich zu Abwehr führt? Dennoch muss ja Rassismus auf gesellschaftliche Ächtung treffen. Ein Dilemma? Wie kann man bereits in der frühkindlichen Bildung und in den Grundschulen etwas dagegen tun? Wie kann man Vorurteile abbauen, wenn doch die Zahl der Migrant*innen überschaubar bleibt, vor allem in den ländlichen Gegenden unseres Landes, also gemeinsame Begegnungen nicht eben wahrscheinlich sind. Komplizierte Fragen, auf die es keine einseitigen und eineindeutigen Antworten zu geben scheint. Die Kampagne der LAMSA soll sie anregen. Leider trifft sie bereits jetzt auch unter Politiker*innen auf wenig Unterstützung, stattdessen auf Abwehr und Kleinreden. Ganz sicher wird durch Schweigen und Beschönigen das Problem eher größer als kleiner. Deshalb spricht sich DIE LINKE für einen offenen und transparenten Diskurs aus. Wir müssen uns mit unseren Rassismen auseinandersetzen, den kleinen und unscheinbaren, wie den großen und skandalösen. (bbb)

 

Menschen mit Behinderungen eine Chance auf Erwerbsarbeit geben

Insbesondere für Menschen mit so genannter geistiger Behinderung oder mit seelischen Beeinträchtigungen gibt es die Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. Die Eingliederungshilfe (Sozialgesetzbuch XII) stellt finanzielle Ressourcen bereit, so dass sie dort die Möglichkeit erhalten, vergleichsweise einfache Arbeitstätigkeiten zu realisieren. Die Aufträge erhalten die Werkstätten oftmals von Unternehmen der Region, die auf diese Weise Teile ihrer Produktion ausgliedern. Träger dieser Unterstützung ist das Land, sind die Länder.

In einer solchen Werkstatt waren wir am Dienstag zu Gast, in der Werkstatt der evangelischen Stadtmission Halle. Mit dabei waren auch unsere beiden Abgeordneten Katja Bahlmann und Birke Bull-Bischoff. Beide Geschäftsführer*innen standen uns Rede und Antwort zu wichtigen Fragen der „Behindertenhilfe“. Auch beide Werktstatträte – vergleichbar mit den Betriebsräten in anderen Unternehmen – waren dabei. Es ging um die Möglichkeiten, den Beschäftigten auch am 1. Arbeitsmarkt eine Chance auf Teilhabe zu ermöglichen. Es gibt sie, die so genannten Außenarbeitsplätze. Aber in aller Regel sind die Unternehmen nicht bereit, die Risiken zu tragen, die mit der Beschäftigung von behinderten Menschen durchaus verbunden sind. Hier bräuchte es sozialpädagogisches Personal in den Unternehmen selbst, das entweder durch die öffentliche Hand finanziert oder aber von den Werkstätten aus den Unternehmen zur Verfügung steht. Ein solches Modell gibt es bereits in Österreich. Immer wieder stellt sich auch die Frage nach dem Mindestlohn für Beschäftigte der Werkstätten. Momentan nützt ein solcher Mindestlohn nicht wirklich den betroffenen Menschen, denn er wird angerechnet auf die Sozialleistungen, die im Rahmen des SGB XII und anderen Sozialgesetzbüchern gezahlt werden. Die Werkstätten selbst sehen sich außerstande, einen Mindestlohn zu erwirtschaften. Im Bundesministerium für Arbeit und Soziales wird derzeit über eine Studie verhandelt, die Finanzierung der Arbeit der Werkstätten, also das System insgesamt, zu reformieren. Man darf gespannt sein, welche Entwicklung hier entsteht. Das Bundesteilhabegesetz jedenfalls, ist für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf eher ein Rückschritt als ein Fortschritt - so beide Geschäftsführer*innen. Die Stärkung von Selbstbestimmung bringt gerade diese Menschen in fatale Situationen, denen sie nur durch große Unterstützung gewachsen sein können. Und genau die wird beschränkt. In jedem Fall wird DIE LINKE diese Diskussion weiter vorantreiben. Denn auch den Beschäftigten der Werkstätten muss ein Mindestlohn zustehen, so dass das eigene Leben gut finanziert werden kann. Immerhin arbeiten auch sie und haben so ihren Anteil am Bruttosozialprodukt. (bbb)

 

Minikids beim Sport

Seit vier Jahren gibt es das Projekt „Minikids beim Sport“ im Saalekreis. 3 bis 6Jährige können im Verein auf vielfältige Art und Weise sportlich unterwegs sein. Auf diese Weise fördert der Kreissportbund seinen Nachwuchs, vor allem aber die Freude an Bewegung und Sport bei den ganz Kleinen. Gesponsert von der Sparkasse – ein weiterer Grund, weshalb ich treue Sparkassenkundin bin – gibt es mittlerweile in 15 Gemeinden des Landkreises Vereine, die sich dieser Aufgabe widmen. Kinder müssen sich noch nicht für eine Sportart spezialisieren, sondern können sich vielfältig ausprobieren. Es geht um Freude an Sport und Bewegung. Und am Samstag trafen sich alle auf dem Sportplatz in Braunsbedra. Fast: Fünf Vereine waren mit ihren kleinen Vertreter*innen und ihren Eltern anwesend. An fünf verschiedenen Stationen konnten sich die Jungen und Mädchen tummeln, und das bei herrlichem Sonnenschein. Erstaunlich viele Politiker*innen waren gekommen. Vier Bundestagsabgeordnete waren vor Ort und diskutierten im Anschluss mit Angela Heimbach, der Präsidentin des Kreissportbundes über Möglichkeiten der Förderung. Auch die Kandidatin für die Landratswahlen, Kerstin Eisenreich, mischte kräftig mit. Zuvor beim 90. Geburtstag der Grundschule in Leuna zu Gast, war sie anschließend der Einladung des Kreissportbundes nach Braunsbedra gefolgt. Ein sportbegeistertes linkes Trio. Auch mal schön, mit netten Menschen erfreuliche Termine wahrzunehmen.

Kerstin Eisenreich als Landrätin für den Saalekreis

Im Saalekreis wird am 29. September 2019 neu gewählt, und zwar ein neuer Landrat. Oder wenn es ganz gut läuft, eine neue Landrätin. DIE LINKE. Saalekreis hat eine Frau nominiert: Kerstin Eisenreich, die energiepolitische Sprecherin der Landtagsfraktion. Der Wahlkampf hat begonnen. Auch DIE LINKE im benachbarten Burgenlandkreis greift dabei kräftig mit unter die Arme. „Kochen mit Katja“ heißt unsere mittlerweile erprobte Wahlkampfhilfe. Mit Sack und Pack angereist, gab es gegen 14.00 Uhr die gewohnt leckere Kartoffelsuppe für neugierige Merseburger*innen. Viele waren gekommen, nicht nur um ihren Hunger zu stillen. Auch unser special guest sorgte für Aufsehen: Mucki aus Merseburg, der weltbeste Drehorgelmann aus unserer Region orgelte kräftig, um Kerstin Eisenreich zu unterstützen. Herzlichen Dank dafür. Vieles war zu erfahren im gemeinsamen Gespräch zwischen Kerstin Eisenreich und Birke Bull-Bischoff, über Klimapolitik im Landkreis, über ein kostenfreies Schülerticket auch in der Freizeit, über die Förderung des Ehrenamtes und vielfältige Möglichkeiten für Bürger*innen tatsächlich mitzubestimmen, was im Saalekreis für Politik gemacht wird. Es war ein schöner Freitagnachmittag. Selbst am Ende gab es noch ein kontroverses und gleichermaßen nachdenklich machendes Gespräch mit einem enttäuschten linken Wähler. Vermutlich gehen beide Seiten nachdenklich nach Hause. Allein das ist es schon Wert, vor Ort gewesen zu sein. Kerstin drücken wir natürlich alle Daumen für einen klasse Wahlerfolg. Am 19. September 2019 – 10 Tage vor der Wahl werden wir noch einmal einen gemeinsamen Tag im Saalekreis verbringen.

Kleine Sportler*innen mit großem Spaß!

Am vergangenen Freitag begann die Bundestour zum Erwerb des Sportabzeichens im Merseburger Stadtstadion. Jedes Jahr legen ca. 27.000 Schüler*innen in Sachsen-Anhalt das Sportabzeichen ab. Da ist noch Luft nach oben, ja. Das Wichtigste aber ist der Spaß an der Sache für jeden einzelnen. Die Stimmung an diesem Tag in Merseburg war schon mal fantastisch. Nicht nur dank zweier hoch motivierter Moderatoren. Die Kinder waren heiß drauf, so ähnlich wie die Sonne an diesem Tag. Promis aus Sport und Politik begleiteten sie, machten Mut und drückten die Daumen. Herzlichen Dank an das Vorbereitungsteam rund um Angela Heimbach, die Präsidentin des Kreissportbundes. Ihr ist die Freude und das Engagement jedes Mal, wenn sie in Sachen Sport unterwegs ist, anzusehen. Man kommt beinahe selbst noch ins Grübeln, über das Ablegen des Sportabzeichens nochmal nachzudenken. Der Chef des Landessportbundes Andreas Silbersack beschrieb das ungefähr so: "Es ist immer wieder toll, den eigenen Körper zu spüren und etwas für sich selbst zu tun." (bbb)

Zu Gast bei Bürgermeister*innen vor Ort

Kommunalpolitik ist das Herzstück von Politik überhaupt. Bürgermeister*innen und Gemeinderät*innen sind sehr nah dran, an den Bedürfnissen und Ärgernissen von Bürger*innen. Sie können sich nicht wegducken, wenn was schief läuft. Sie haben kaum Feierabend, denn einmal Bürgermeister immer Bürgermeister. Auch nach Dienstschluss werden sie oft angesprochen und stehen dann Rede und Antwort. Deshalb ist es mir wichtig, immer mal wieder bei ihnen vorbeizuschauen und den Problemen und Erfahrungen nachzugehen. In dieser Woche war es der Antrittsbesuch beim Bürgermeister Andreas Marggraff in Mücheln. Die kleine Stadt grenzt unmittelbar an das Gebiet des Wahlkreises 73. Die Zukunft der Region um den Geiseltalsee ist eine, die auch mich interessiert. Schon allein als Bildungspolitikerin gab es viel zu fragen. Wie steht´s mit dem Ausbau der digitalen Infrastruktur für die Schulen in der Gemeinde? Für den Ausbau der Breitbandanschlüsse fehlen immer noch die Bundesmittel. Ein Problem für die Müchelner ist auch die Straßeninfrastruktur. Und eines wird auch hier unterstützt: Wir brauchen fahrbahnbegleitende Radwege für Bundes- und für Landesstraßen. Die Möglichkeiten, von Ort zu Ort mit dem Fahrrad zu fahren, müssen attraktiv und sicher sein. Hier sind Land und Bund gelinde gesagt sehr zurückhaltend. Das kann die Zukunft nicht sein. Bereits bei meinem Besuch in Lützen war das ein wichtiges Thema. Hier suche ich noch nach einer Idee, dass endlich mal auf die Tagesordnung der Bundespolitik zu bringen. (bbb)