Bürgersprechstunde und Straßenbau

Wahlkreistage haben oft den Vorteil, dass ich mit Politikbereichen konfrontiert werde, die nicht zum Schwerpunkt meiner täglichen Arbeit gehören. Das ist meistens interessant und bereichernd, zumal, wenn man in der Fraktion auf Expert/innen zurückgreifen kann, die bei der Bearbeitung der Anfragen und Probleme helfen. Heute war der Straßenbau so ein - für mich - neues Thema. Oberbürgermeister und Baudezernent der Stadt Bernburg wiesen mich auf Probleme beim Ausbau der L 146 in der Ortslage Bernburg (Gröbziger Straße/ Thomas Müntzer-Straße) hin. Diese Straße ist in einem schadhaften Zustand. Geh- und Radwege sind kaum noch sicher zu nutzen. Durch die Nutzung der Straße als Umleitung für die nach dem Erdfall gesperrte L 50 (ehemals B 71) hat der Zustand weiter gelitten.

Auf der Prioritätenliste der Stadt steht die Sanierung dieser Straßen seit Langem auf Platz 1. Einsichtig war man in der Vergangenheit und stellte die Priorität zu Gunsten des Ausbaus der Roschwitzer Straße mit dem neuen Kreisverkehr und für den Neubau der Südspange als Alternative für die dauerhaft gesperrte L 50 zurück. Nach Fertigstellung der Südspange (Ende 2013) darf es aber keine weiteren Verzögerungen mehr geben. Die Stadt hat bereits 30.000 Euro in den Haushalt eingestellt, um mit Planungsleistungen in Vorleistung zu gehen. Wenn dann nach der genauen Vermessung eine konkrete Bausumme festgelegt werden kann, werde ich noch einmal mit den Verantwortlichen der Stadt das gemeinsame Vorgehen absprechen, um von möglichst vielen Seiten sanften Druck auf die Landesstraßenbauberhörde zu entfalten.

Getan werden muss unbedingt etwas: "Wir sind der Prellbock für die Roschwitzer Einwohner/innen.", so der Baudezernent. Da will man sich seitens der Stadt auch nicht auf die Zuständigkeit des Landes zurückziehen.