27. April 2015

Vom Wert der Arbeit - Besuch im Weltladen Bernburg

Seit geraumer Zeit beziehen wir den Kaffee für unser Büro aus dem Bernburger Weltladen. Heute war Zeit, dem Laden, der seit Dezember 2011 von der Kanzler von Pfau’schen Stiftung getragen wird, einen Besuch abzustatten.

Der Weltladen im Kanzlereck bietet fair gehandelte Lebensmittel, wie Kaffee, Tee oder Gewürze und Geschenkartikel an. Fair gehandelt bedeutet dabei, dass bei der Produktion auf die Einhaltung ökonomischer, ökologischer und sozialer Standards geachtet wird. So ist z.B. Kinderarbeit verboten, Beschäftigte müssen angemessen bezahlt werden und unter gesundheitsverträglichen Bedingungen arbeiten. Ökologischer Anbau ist zwar nicht zwingend notwendig, aber der Einsatz bestimmter Stoffe, wie Pestizide, ist untersagt. Oft sind es Genossenschaften, die sich in Entwicklungsländern gegründet haben und durch den Bau von Schulen oder Trinkwasseranlagen ganze Dörfer voranbringen. Das Leben von Kleinbauern, von Beschäftigten auf Plantagen sowie deren Angehörigen wird so nachhaltig verbessert. Fair gehandelt bedeutet, dass die Produkte einen etwas höheren Preis erzielen als herkömmliche. Erkennbar sind die Produkte am Fairtrade-Siegel.

Die Diskussion im Laden entspann sich auch um die Frage, dass das Bewusstsein vom Wert der Arbeit in unserer Gesellschaft unterentwickelt ist. Das fängt beim T-Shirt für 3,50 Euro an, geht bei Lebensmittelpreisen weiter bis zur (Unter-)Bezahlung sozialer Berufe. „Fair ist für ihn die Bereitschaft, einen fairen Preis zu zahlen, damit andere ein faires Leben zu führen können.“, so Herr Wendrock im Gespräch.

Fünf Ehrenamtliche decken im Weltladen die Öffnungszeiten (Mo-Fr: 14.30 – 17.30 Uhr) ab. Ehrenamtlich deshalb, weil mit dem Verkauf von Fairtrade-Produkten keine Gewinnspannen erzielt werden. Wer Interesse hat, das Team zu unterstützen ist gern gesehen und kann sich im Kanzlereck melden.