2. November 2016

Servicestelle "Interkulturelles Lernen in Schule und Kita" in Gefahr

Foto: Dieter Schütz, www.pixelio.de

Die Expert*innen dort unterstützen und begleiten Pädagog*innen bei der Entwicklung von Handlungskonzepten für den Umgang mit Vielfalt und bieten Fortbildungen zum interkulturellen Lernen an. Viele Einrichtungen und Fachkräfte haben diese Möglichkeiten im vergangenen Jahr genutzt. Bisher wurde die Arbeit mit 200.000 Euro aus dem Bildungsministerium und mit gleicher Summe durch das Sozialministerium gefördert. Das Bildungsministerium hat nunmehr angekündigt, seine Förderung einzustellen. Damit kann diese Arbeit künftig nicht mehr fortgesetzt werden. Das bestätigte auf Anfrage der Fraktion DIE LINKE nunmehr auch der Bildungsminister in der vergangenen Landtagssitzung. Damit wird eine erfolgreiche Arbeit beendet, mit deren Hilfe interkulturelle Kompetenzen -wie nie zuvor gefragt und nötig –kaum noch Unterstützung und Förderung erfahren. Lediglich im Bereich der Kitas ist eine Fortsetzung der Förderung zumindest im vorgelegten Haushaltsplan bedacht. DIE LINKE. Landtagsfraktion wird sich in den bevorstehenden Haushaltsberatungen für eine Fortsetzung der Arbeit auch im Bereich der Schulen einsetzen. Gemeinsam mit dem angekündigten Aus für die Arbeit der Sprachlehrkräfte an den Schulen wird einmal mehr deutlich: Das Bildungsministerium hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Nötiger denn je sind interkulturelle Kompetenzen und die Förderung der Sprachfähigkeiten der Kinder von Geflüchteten. So kann Integration nicht gelingen. Es wird nicht nur die Unterrichtsversorgung gefährdet, sondern der Bildungserfolg der Kinder.