Sekundarschulen ins Zentrum der Schulreform rücken

Zu jüngsten Äußerungen des Kultusministers mit Blick auf die Gemeinschaftsschule
 
Es ist an der Zeit, dass der Kultusminister Dorgerloh seine fortwährende Ankündigungspolitik beendet, um nunmehr klare Aussagen darüber zu treffen, wie und wann das Projekt der Gemeinschaftsschule umgesetzt werden soll. Bislang blieb das Vorhaben lediglich eine Phrase des Koalitionsvertrages.

Völlig offen ist nach wie vor, worin der bildungspolitische Zugewinn gegenüber den Gesamtschulen liegen soll.
Welche Ressourcen stehen den interessierten Schulen zur Verfügung, um tatsächlich alle Abschlüsse dort erwerben zu können?
 
Im Zentrum einer Schulreform müssen vor allem die Sekundarschulen stehen.
Eine der zentralen Forderungen der LINKEN bleibt die schrittweise Angleichung ihrer Bildungsangebote an die Gymnasien. Nur so kann die Durchlässigkeit zwischen den Schulformen tatsächlich verbessert werden, nur so bleibt das Abitur für die SchülerInnen dort eine realistische Perspektive - auch mit dem Besuch einer Sekundarschule. Nur so ist ein wirklich effektiver Schritt hin zu längerem gemeinsamen Lernen möglich, weil mehr leistungsstarke SchülerInnen darin eine attraktive Alternative sehen. Sekundarschulen müssen sich zu einer attraktiven Alternative für die Gymnasien entwickeln. Darüber hinaus bedarf es einer verstärkten polytechnischen Bildung für die Berufsvorbereitung.

DIE LINKE wird sich mit eigenen Vorstellungen in den Prozess der Schulreform einbringen. Nur muss ein solcher Prozess nun endlich auch in Gang kommen.