18. November 2013

IT macht Schule

Am 18. November informierte ich mich in einem Gespräch mit Frau Czuratis (Dezernentin für Bildung und Soziales) über das Projekt „IT macht Schule“. Es wurde ins Leben gerufen, nachdem durch den Verkauf der Salzlandkliniken Geld zur Verfügung stand, das der Salzlandkreis erfreulicher Weise vorwiegend in die Bildung gesteckt hat, um dort u.a. Fördermittel aus dem Stark III-Programm gegenzufinanzieren.

Medienkompetenz gilt als Schlüsselqualifikation. Seit einem Jahr arbeiten deshalb Modellschulen in allen Schulformen mit White-Boards und entsprechenden Schülergeräten. Im Unterrichtsverlauf bietet die neue Technik einen gemeinsamen Zugriff auf Aufgaben, Texte, Bilder u.ä. Die Lehrkraft bekommt direkte Rückmeldung darüber, an welchen Aufgaben SchülerInnen arbeiten, wie die Fehlerquote ist, was nicht verstanden wurde. Das eröffnet völlig neue Unterrichtsmethoden, die Lehrerinnen und Lehrer in speziellen Weiterbildungen vermittelt werden. Hier kritisiert Frau Czuratis, dass diese Weiterbildungen nur dann anerkannt werden, wenn sie vom Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung (LISA) durchgeführt werden. Effektiver wäre es, wenn durch die Bildungsakademie des Salzlandkreises vor Ort in den Schulen entsprechende Kurse angeboten werden dürften.

In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Schulen, die sich selbst auf den Weg gemacht haben, E-learning-Konzepte einzusetzen, unterschiedliche Systeme benutzen, die teilweise nicht kompatibel sind. Ein weiteres Ziel des Projektes ist deshalb die Einführung einer einheitlichen Netzwerkinfrastruktur für alle Schulen des Salzlandkreises. Durch die Einrichtung eines zentralen Medienzentrums sollen alle Schulen vernetzt werden. Betreut werden die Hard- und Software durch erfahrene Informatiker. Das entlastet die Schulen von Aufgaben der Betreuung und Wartung der Computertechnik. Außerdem liegen sensible Daten dann nicht mehr auf den Schulcomputern, sondern sicher auf Servern des Landkreises.

Das Ziel ist also klar. Geklärt werden muss nun die Finanzierung der Technik über den Modellzeitraum hinaus.