Den Bedarf nach Hortbetreuung für Kinder mit Behinderungen anzeigen!

Kindern mit Behinderungen und ihren Eltern wird an so einigen Orten in der Gesellschaft nach wie vor die Teilhabe vorenthalten. Jüngst haben sich die Ausschüsse für Arbeit und Soziales sowie für Bildung und Kultur mit dem fehlenden Hortangebot für diese Familien in den Förderschulen befasst. Die gemeinsame Beschlussempfehlung des Sozialausschusses hatte es leider nicht zur Beschlussfassung im Bildungsausschuss geschafft, hier zogen sich die Koalitionsfraktionen auf den allerkleinsten gemeinsamen Nenner zurück: Bis zum Februar 2012 sollen die bekannten „Problemfälle“ gelöst werden.

 Genau hier liegt „die Häsin im Pfeffer“: Dieser Bedarf muss bekannt und belegt sein. Bisher sind es sehr sehr wenig Fälle, die das Kultusministerium nicht abweisen kann. Bekannt ist aber durchaus, dass der wirkliche Bedarf sehr viel höher liegt. Viele Familien haben in den vergangenen Jahren sehr fragile Lösungen auf eigene Kosten gefunden. Andere wiederum sind sich des Problems noch nicht bewusst, dass es die Möglichkeit der Horte an Förderschulen gäbe. Für Kinder über 14 Jahre gibt es noch gar kein Angebot – ein großes nach wie vor ungelöstes Problem. Auch dort muss der Bedarf sichtbar gemacht werden.

 Hierzu hat die Selbsthilfegruppe „Kinderseelen“ eine Musterpetition zur Verfügung gestellt. Wichtig für Eltern: Der Bedarf für ihre Kinder muss in den Schulen beantragt werden. Nach §8 Absatz 6 Schulgesetz ist bei Bedarf ein Hort einzurichten. Sollte dieser Bedarf der Eltern dort nicht oder nicht in ausreichendem Maße umgesetzt werden, dann hilft nur, diesen Mangel dem Landtag (Bildungsausschuss, Sozialausschuss, Petitionsausschuss) und dem Kultusministerium direkt anzuzeigen. Die Musterpetition findet sich hinter dem unten stehenden Link.

 Also: Auf geht´s! Bedarf beantragen, und bei Ablehnung eine eigene Petition (man kann auch sagen „Eingabe“) nach diesem Muster in Gang bringen.

  Hier finden Sie die Musterpetition