Frauentag in Bernburg

Zum Frauentag überreichten wir, wie in jedem Jahr, an einem Informationsstand an Frauen und Mädchen eine Rose. An diesem Stand ging es speziell um Frauen- und Gleichstellungspolitische Themen. Auch die von der Regierung ins Gespräch gebrachte Frauenquote war Thema. Dazu gab es sehr unterschiedliche Auffassungen. Sie reichten von „Das wird ja auch Zeit!“ bis zu „Ich möchte doch keine Quotenfrau sein!“ Hier konnte ich auf gute Erfahrungen mit der Quote in unserer Partei verweisen. Sie sichert den Frauen die Möglichkeit, ihre Qualitäten beweisen zu können, bringt eine andere Sichtweise auf die Probleme und eine andere Herangehensweise an deren Lösung. Das ist ein großer Gewinn für alle. 

 

Ein weiteres Thema, das Frauen besonders häufig betrifft, ist der Bereich der prekären Beschäftigung. Ein langes Gespräch mit einer Passantin drehte sich um die Tatsache, dass diese für einen Stundenlohn von 2,58 Euro eine Stelle annehmen solle. Tue sie dies nicht, drohe eine Sperre der Hartz-IV-Bezüge. Dieser Fall untermauert einmal mehr unsere Argumentation, dass sich die Höhe der Hartz-IV-Regelsätze auf den Niedriglohnbereich auswirkt. Es ist also nicht so, dass eine Anhebung dieser Sätze nur den Betroffenen nutzt, sondern auch allen im Niedriglohnsektor Beschäftigten. Ein weiteres Thema, das Frauen auf die Palme bringt, sind unterschiedliche Löhne für gleiche Arbeit und die schlechte Bezahlung von typischen Frauenberufen.