16. November 2018

­ "Pflegestammtisch" im Hettstedter Ratskeller

Im Landkreis Mansfeld-Südharz hat die Kampagne der LINKEN gegen den Pflegenotstand Wurzeln geschlagen. Abwechselnd in Eisleben, Sangerhausen und Hettstedt treffen sich Betroffene – Pflegefachkräfte, Auszubildende oder zu Pflegende und ihre Angehörige – gemeinsam mit Gewerkschafter*innen und Politiker*innen, um sich auszutauschen. In Hettstedt waren am vergangenen Donnerstag junge Auszubildende mit ihrer Jugendausbildungsvertretung zum Pflegestammtisch gekommen und diskutierten lebendig. Der Personalnotstand ist immer wieder ein zentrales Problem. Auszubildende bestreiten beispielsweise gerade mal mit einer einzigen ausgebildeten Fachkraft die nächtliche Arbeit in der Notaufnahme. Ein Unding! Immer wieder werden die Arbeitsbedingungen beklagt. Keine Zeit für Patient*innen, zu wenig Geld, ständiges "Stationshopping". Auszubildende bangen darum, dass sie am Ende ihrer Ausbildung eine Perspektive im Unternehmen erhalten. Die allermeisten Pflegekräfte sind eben leider nicht Mitglieder der Gewerkschaften und vergeben so die Chance, sich kraftvoll für eine Verbesserung einzusetzen. Es schwächt die Kampfkraft und die Durchsetzungsfähigkeit der Gewerkschaften. Schade eigentlich! Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt! 

16. November 2018

Monstergeschichten im Polizeirevier Sangerhausen

Der Vorlesetag ist gute Tradition seit vielen Jahren und so langsam spricht es sich rum: Bücher sind Schätze. Und was gibt es Schöneres, als Kindern diese Schätze zu zeigen? Der Vorlesetag ist beste Gelegenheit dafür.
Jedes Jahr nutze also auch ich diese Gelegenheit. Am vergangenen Freitag – eben  jenem 16. November, dem bundesweiten Vorlesetag – war Birke Bull-Bischoff Gast bei der Polizei in Sangerhausen. Gäste waren auch die Mädchen einer 2. und 3. Klasse der Pestalozzischule. Der Chef des Kommissariats in Sangerhausen zeigte den Kindern, wie das so geht mit der Polizei, was die so machen. Im Bulli auf dem Hof durfte mal das Blaulicht ausprobiert werden. Ganz kurz ging auch mal die Sirene an. Es war spannend. Spannend waren dann auch die Monstergeschichten im Anschluss – extra ausgesucht für den Vorlesetag. Die Mädchen verfolgten aufmerksam die Geschichte von Rosa in der Geisterbahn. Und wenn man vorliest, muss es gemütlich sein. Das ging bei der Polizei nur ein bisschen. Aber schließlich gab es ja leckere Süßigkeiten. Am Ende kam dann noch ein Wunsch zum Vorschein. Die Schüler*innen und ihre Lehrkräfte wünschen sich eine Schulbibliothek. Dazu braucht es Bücher und Bücherregale für die momentan das Geld fehlt. Ein guter Anlass, mal beim Verein der Bundestagsfraktion nachzufragen. Die Abgeordneten spenden dort monatlich einen Teil ihrer Diäten. Und dafür zu spenden, ist doch geradezu eine Zukunftsinvestition.

16. November 2018

Besuchergruppe aus dem Burgenlandkreis in Berlin

Vom 14. bis 15. November war die Besuchergruppe aus dem Burgenlandkreis zu Gast in Berlin. Am ersten Tag stand der Besuch im Reichstag und das Gespräch mit Birke Bull-Bischoff auf dem Plan. Nach dem Gruppenfoto und dem Besuch der Reichtagskuppel ging es ins Hotel. Diesmal waren wir direkt am Kurfürstendamm untergebracht. Am Vormittag des zweiten Tags stand ein Besuch im Ministerium für Arbeit und Soziales an. Dort wurde die Geschichte des Hauses vorgestellt und über die Arbeit des Ministeriums berichtet. In einer lebhaften Debatte ging es um die Förderung von Langzeitarbeitslosen. Nach dem Mittagessen ging es ins Karl-Liebknecht-Haus. Die spannende Geschichte des Hauses wurde vorgestellt. Anschließend ging es um DIE LINKE. Es entwickelte sich eine Diskussion über die Geflüchtetenfrage und die Sammlungsbewegung #Aufstehen. Es waren wieder zwei erlebnisreiche Tage in Berlin. 

13. November 2018

Gespendet für die Tafel im Burgenlandkreis

Am Nachmittag übergab Birke Bull-Bischoff einen Scheck an den Vorsitzenden des Naumburger Tafel e.V., Mathias Gröbner. Auch Matthias Baum, einer er aktiven Mitarbeiter der Tafel im Burgenlandkreis und die Schatzmeisterin des Vereins, waren dabei. Der Fraktionsverein der Bundestagsfraktion beteiligt sich mit einer Spende in Höhe von 500€ an der Anschaffung eines neuen Kühlfahrzeugs. Der "Verein der Bundestagsfraktion DIE LINKE e.V." ist ein Zusammenschluss von aktiven und ehemaligen Bundestagsabgeordneten. Er finanziert sich und seine Aktivitäten aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden der meisten Mitglieder des Deutschen Bundestages der Fraktion Die LINKE. 

13. November 2018

Weinbau, Süd-Ost-Link, Kommunalfinanzen und Straßenausbau

Am darauffolgenden Dienstag waren wir in Freyburg zu Gast beim Bürgermeister Udo Mänicke und seiner Stellvertreterin Dr. Karin Reglich. Der Bürgermeister beklagte, dass die Gemeinden unter der Abschreibung im Doppik leiden und so keine Chance auf einen ausgeglichenen Haushalt haben. Wichtig für ihn wäre auch, dass es für die Instandhaltung einst investierter Güter Fördergelder gibt. Freyburg hat einen guten Bestand an Investitionsgütern dieser muss allerdings unterhalten werden. Hier fehlt es an Mitteln. Beim Thema Breitbandausbau bemängelte er die Arbeitsweise der Telekom. Sie sei zu keiner angemessenen Zusammenarbeit bereit. Daher wurde schon in einigen Stadtteilen mit Hilfe des Kabelanbieters Primacom ausgebaut. Wenn man in Freyburg zu Gast ist, wird natürlich über Wein gesprochen. Ein gutes zurückliegendes Weinjahr verspricht gute Weine. Ein weiterer Schwerpunkt war der Süd-Ost-Link und die Frage, ob die Stromtrasse durch die Weinbauregion gehen muss.Darüber haben wir schon mehrfach berichtet. Nach derzeitigem Kenntnisstand führt die Firma 50 Hertz zur Zeit wieder einige Bürgerforen durch. Wir haben unsere Unterstützung zugesagt und werden uns hierzu mit Ralph Lenkert, Umweltpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion,  abstimmen.

12. November 2018

100 Jahre Frauenwahlrecht und immer noch ein Männerladen

Der Anteil von Frauen in der Politik ist mitunter eine zu vernachlässigende Größe. 37% der Bundestagsabgeordneten sind Frauen, im Landtag sind es noch weniger. Es gibt Fraktionen am rechten Rand, die fast "frauenfrei" Politik machen. Das führt dazu, dass die Welt, die Themen, die Anliegen von Frauen eben auch nur am Rande diskutiert und entschieden werden. Warum eigentlich haben 100 Jahre Frauenwahlrecht nicht dazu geführt, dass die Hälfte der Politik auch von Frauen gemacht wird? Es sind die heimlichen Spielregeln: Sitzungen bis in die Nacht hinein, Debatten, die eher einem Schaulaufen als einer sachlichen Auseinandersetzung gleichen. Frauen haben wohl das Gefühl, sie würden einen erheblichen Teil von Lebensqualität aufgeben, wenn sie sich ganz direkt und unmittelbar in der Politik engagieren. Nicht zu Unrecht. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Aschersleben, Katrin Sommer, hatte deshalb genau am 12. November 2018, dem 100. Jahrestag der Einführung des Frauenwahlrechts, Politiker*innen unterschiedlicher Ebenen eingeladen, um darüber zu diskutieren. Die Mitteldeutsche Zeitung berichtete darüber. 

12. November 2018

Der Tierpark in Bad Kösen in Nöten

Am 12.11. besuchte Birke Bull-Bischoff in Begleitung des Fraktionsvorsitzenden DIE LINKE. im Gemeinderat Naumburg, Jan Thyen, den Naumburger Oberbürgermeister, Bernward Küper. Als Themen hatten sie sich die Situation des Tierparks Bad Kösen, die Versorgung mit kostenlosem WLAN, digitale Bildung und Breitbandausbau vorgenommen. Gleich zu Beginn bekräftigte Bernward Küper das Interesse der Stadt am Erhalt des Tierparks. Eine Erhöhung des städtischen Zuschusses sei geplant. In Sachen Breitbandausbau verwies er auf die verabredete Zuständigkeit des Landkreises. Derzeit laufen erste Ausbaumaßnahmen entlang des Flemminger Wegs. Ziel sei es, möglichst schnell "Euroville" als Standort des Handball-Leistungszentrum anzuschließen. Er berichtete, dass das kostenlose WLAN am Naumburger Markt sehr gut angenommen werde. Die Erweiterungen in der Marienstraße und in der Salzstraße sind geplant. Hier wird nach geeigneten Standorten gesucht. Beim Thema digitale Bildung wurde deutlich, dass gerade die Landesschule Pforta endlich einen leistungsfähigen Breitbandanschluss braucht. Hier ist dringend Abhilfe nötig.

9. November 2018

­ MINT-Bildung für Schüler*innen in Schule und Freizeit

MINT-Bildung ist eine mittlerweile schnell von den Lippen gehende Abkürzung unter Bildungspolitiker*innen. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Es schien lange Zeit, als seien diese Lernfelder ein Stiefkind in Schule und Kita. Das Haus der Kleinen Forscher gründete sich vor einigen Jahren, um dem Abhilfe zu schaffen, um schon kleine Kinder neugierig darauf zu machen, wie die Natur funktioniert und was dort alles zu entdecken und zu experimentieren ist.Mit Erfolg. Dennoch ist Deutschland auf diesem Gebiet nur Mittelmaß, das zeigen viele Studien. Zudem gibt es immer noch viel Nachholbedarf, junge Mädchen und Frauen auf diesen Gebieten zu fördern, ihnen Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen.Nach wie vor ist es eine Männerdomäne. Das muss verändert werden, darin waren sich alle Anwesenden (vorwiegende Männer) einig. Deshalb hatte sich vor mehr als zwei Jahren das Nationale MINT-Forum gegründet. Wissenschaftler*innen, Praktiker*innen, Vereine, Verbände, gemeinnützige Organisationen und Wirtschaftsunternehmen formulierten nunmehr Forderungen an den Bund und an die Länder, die sie an diesem Abend mit den Politiker*innen aller im Bundestag vertretenen Parteien diskutierten.

6. November 2018

Arbeit 4.0 – zwischen Ängsten, Aufbruch und notwendiger Sicherheit ­ ­

Die Internetwirtschaft hatte eingeladen auf ein Podium „Innovative Chancen und Potenziale in der Arbeitswelt 4.0“. Politiker*innen, Unternehmer*innen und Führungskräfte waren gefragt, was von der Digitalisierung der Arbeitswelt zu erwarten ist und wie sie gestaltet werden muss. Der Wandel der Arbeitswelt durch Algorithmen, Soft- und Hardware ist für viele Menschen mit Ängsten verbunden: Behalte ich meinen Arbeitsplatz? Werde ich meine Arbeit noch bewältigen können? Unter welchen Bedingungen muss ich künftig arbeiten? Was werden Computer übernehmen? Zumindest auf dem Podium gab es eine erstaunliche Sensibilität dafür, dass diese Ängste nicht einfach ignoriert werden können und dürfen. Offenheit für Veränderung kann nicht "von oben" verordnet werden. Einer der Knackpunkte: Wir brauchen eine neue Kultur der Weiterbildung. Dazu gehört das Recht auf Weiterbildung für Beschäftigte. Wenn sich Arbeit im Unternehmen verändert, dann brauchen Beschäftigte die Sicherheit, eine nachhaltige Perspektive für sich selbst zu haben. Sie brauchen Angebote, um sich mit digitaler Arbeitsumgebung vertraut machen zu können, um motiviert zu sein, die Herausforderungen zu bewältigen. Vielfältige Formen des Dialogs im Unternehmen sind nötig, sensible Personalplanungen und betriebliche Mitbestimmung. Auch die Lernorte der beruflichen Bildung müssen dafür Raum und Gelegenheit geben, Medienkompetenzen und Zukunftskompetenzen zu entwickeln: Neben dem Umgang mit digitalen Produktionsmitteln braucht es ein Verständnis von Prozessen, Entscheidungskompetenzen, die Fähigkeit, komplizierte Probleme zu lösen oder Konflikte zu bewältigen. Nicht zuletzt brauchen wir neue Formen sozialer Absicherung. Zumindest die sechs Gefragten auf dem Podium waren sich in ihrem Interesse oder ihrer Sympathie für ein bedingungsloses Grundeinkommen erstaunlich nah, wohlwissend, dass die politische Auseinandersetzungen darüber dann bei wichtigen Fragen der Ausgestaltung in die Kontroverse führt. Nichtsdestotrotz: Der Wandel der Digitalisierung gibt Anlass für neue, aber auch für alte sozialpolitische und gewerkschaftliche Fragen und Forderungen. Also führen wir sie!

6. November 2018

Enquetekommission: Von jetzt ab geht's um berufliche Bildung

Die Enquetekommission des Deutschen Bundestages hat ihre Arbeit aufgenommen. Expert*innen - darunter Gewerkschafter*innen, Berufspädagog*innen, Verbandsvertreter*innen, Wissenschaftler*innen - diskutieren gemeinsame mit den Abgeordneten über die Zukunft der beruflichen Bildung in digitalisierter Arbeitswelt. Zunächst ging es vor allem um die Arbeitsstruktur, schließlich soll sie ein Leitfaden für die Arbeit der Runde sein. Gestritten haben wir schon mal dafür, dass das Verständnis von Inklusion keines ist, das sich auf die Förderung bestimmter gefährdeter Randgruppen reduziert. Es geht prinzipiell darum, nicht zwischen normal und unnormal zu unterscheiden. Sondersysteme sind immer mit der Gefahr der Stigmatisierung verbunden. Bildungswege und -zugänge sollen stattdessen individuell gestaltet werden, so dass allen jungen Menschen der Weg zu hochwertiger beruflicher Bildung offen steht, auch wenn sie mehrere Anläufe brauchen oder besonders hochbegabt erscheinen. Nun wird in drei Projektgruppen gearbeitet: Digitalisierung in der Arbeitswelt, notwendige Veränderungen im Lernort Berufsschule und im Lernort Unternehmen. Spannend wird auch, wenn sich die Enquete alsbald verständigt, wie sie im Netz präsent sein will, welche Formen der Information und des Austausches mit Bürger*innen sie nutzen will.  

Mehr zur Enquetekommission gibt es hier:

30. Oktober 2018

Gespräch mit Bürgermeisterin Antje Scheschinski

Zum Ende des Tages besuchten wir die Bürgermeisterin von Nebra in ihrer Bürgersprechstunde. Es ging um den Breitbandausbau in der Region, um die Möglichkeiten und Grenzen kommunaler Selbstverwaltung, Kreis- und Verbandsgemeindeumlagen und die Bildungseinrichtungen der Stadt. Antje Scheschinski hat klare Vorstellungen und merkte immer wieder an, dass die Gemeinden  entsprechend mit Finanzen ausgestattet sein müssen. Eine Zentralisierung führt zum Ausbluten der ländlichen Regionen.  Sie berichtete, dass manchmal die Arbeit kaum machbar ist, weil die Internetversorgung zu dürftig ist. So dauert das Abrufen von E-Mails teilweise Stunden. Auch für  Geflüchtete ist es schwierig, Unterstützungsangebote in der entfernteren Kreisstadt zu nutzen, weil z.B. die Wege zu den Sprachkurses zu lang sind. Banken schließen, Spielplätze können aufgrund fehlenden Geldes nicht Instand gesetzt werden, es war sehr beeindruckend, wie die Dorfgemeinschaft versucht die Probleme zu lösen. Haushaltskonsolidierung und nicht genehmigte Haushalte machen das Arbeiten schwierig. Hier ist noch viel zu tun und dafür zu sorgen, dass die Gemeinden mit entsprechenden Mitteln ausgestattet werden. Ein wichtiges Thema für den Kommunalwahlkampf 2019.

30. Oktober 2018

Mehrgenerationenhaus in Karsdorf

Zum Mittagessen ging es dann ins Mehrgenerationenhaus nach Karsdorf. Dort treffen wir auf Angela Reininger, die Leiterin des Hauses. Unter dem Namen "Free - Time" steht Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senior*innen ein Begegnungstreff offen. Von der Kinderbetreuung über Kleiderkammer bis zur Möbelbörse, dazu Dienstleistungen für Senior*innen und Menschen mit Behinderungen runden das Angebot des Hauses ab. Frau Reininger führte Birke Bull-Bischoff durch alle Räume und Gebäude und erzählte über viele Vorhaben und Ideen. Schnell wurde klar, dass das Mehrgenerationenhaus eine wichtige Rolle in der Gemeinde erfüllt. Dies insbesondere, weil die Infrastruktur sehr ausgedünnt ist. Da ist das Modell sehr begrüßenswert, durch gegenseitige Hilfe, die täglichen Probleme von Menschen vor Ort zu lösen. 

30. Oktober 2018

Zur Zukunft des Abwasserzweckverbandes in der Region

Der zweite Termin des Wahlkreistages in Nebra führte uns zum Abwasserzweckverband Unstrut-Finne. Dr. Michael List, der Geschäftsführer des Unternehmens, erläuterte die Probleme, die durch die Schließung der Molkerei in Bad Bibra im März 2018 entstanden sind. Der AZV betreibt drei große Kläranlagen an den Standorten Freyburg, Karsdorf und Nebra. Außerdem betreut das Unternehmen die Gemeinden Stadt Querfurt: die Verbandsgemeinden "Weida-Land", "Unstruttal" und "An der Finne". Trotz dieser Kapazitäten kann der Wegfall der Molkerei nicht ausgeglichen werden. Daher freute sich Herr Dr. List über die Unterstützung aus der Politik, um beim Land für Kompensation zu werben. Für die nächsten drei Jahre sind die Gebühren zunächst gedeckelt, bei 3.90 Euro bzw. 3.20 Euro. Hinzu kommt jedoch noch die Grundgebühr. Die Abwassergebühren können zunächst erträglich gehalten werden. Allerdings steht fest, dass der AZV für die verbliebenen Kapazitäten eine Kläranlage zu viel hat. Für verschiedene Lösungsmöglichkeiten werden derzeit Gutachten erarbeitet. Letztich liegt die politische Entscheidung dann bei der Verbandsversammlung. Wir werden am Ball bleiben, damit auch zukünftig die Bürger*innen die Abwassergebühren bezahlen können.

30. Oktober 2018

Auf einen Schwatz mit den Händlern auf dem Markt in Nebra

Am 30.10.2018 stand ein Besuch der Gemeinde Nebra in der Verbandsgemeinde Unstruttal an. Wir begannen mit einem Infostand, der sehr gut besucht wurde. Einen großen Dank an Roland Becker, dem Vorsitzenden der Basisorganisation DIE LINKE. Unstruttal-Finne für die gute Vorbereitung. Auch die Bürgermeisterin der Stadt, Antje Scheschinski, stattete uns einen Besuch ab. Während des Infostands führte Birke Bull-Bischoff mit den Händler*innen auf dem Markt ein paar Gespräche. Gut, dass in Nebra viele Einwohner*innen die regionalen Angebote auf dem Wochenmarkt nutzen. Dennoch blieb die Sorge vieler Händler, dass es zu wenig Sinn dafür gibt, die regionale Wirtschaft und deren Produkte zu unterstützen.

27. Oktober 2018

BILDUNG AUF DIGITALKURS! Ein Rückblick zur Konferenz

Es war eine überwältigende Veranstaltung. Viele Lehrer*innen, Pädagog*innen, IT-Interessierte waren gekommen, die Mehrzahl davon waren möglicherweise das erste Mal Gast der Bundestagsfraktion oder gar der LINKEN überhaupt. Der Drang, sich auszutauschen und zu diskutieren, war mit Händen zu greifen. Das Ziel für das Lernen mit digitalen Medien ist immer noch Bildung, und zwar für alle Kinder: die Welt und sich selbst entdecken, Zukunftskompetenzen zu entwickeln, die Fähigkeit, Probleme zu lösen, Konflikte zu managen, das Miteinander zu gestalten, komplexe Aufgaben zu bewältigen. Digitales gehört zum Leben von Kindern und Jugendlichen. Also bewegt es sie, wie das alles funktioniert, was man damit alles anstellen kann. Also müssen wir damit Bildung gestalten. Medienbildung ist dabei eine ganz zentrale Aufgabe von Kita, Schule und beruflicher Bildung, sich kritisch und achtsam mit digitalen Medien auseinanderzusetzen, zu verstehen, wie sie funktionieren, was man anstellen kann damit. Hinter die digitalen Kulissen schauen zu können und nicht nur zu bedienen, ist eines unserer Anliegen. Offene Bildung meint offene Inhalte, offene Methoden, freien Zugang für alle. Offene Bildung ermöglicht Mitmachen und Mitentscheiden – beste Voraussetzungen und Wege um gute Bildung für alle Kinder zu ermöglichen. Es wird nun eine große Herausforderung sein, mit all den Ergebnissen, Positionen, offenen Fragen und Aufgaben im Gespräch zu bleiben, Pläne zu machen, Anträge in den Parlamenten vorzubereiten, Debatten weiter zu führen. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht, war an- und aufregend. Das war am Ende allen Beteiligten anzumerken. Aber es hat sich gelohnt. Für alle. Herzlichen Dank an alle, die vorbereitet und mitgemacht haben, darunter der Leiter des Amtes für Bildung im Burgenlandkreis Robert Assmann, der uns ein kompetenter Diskussionspartner war.

25. Oktober 2018

­ EduAct – Bildungsgipfel 2018 in Mannheim

Es ist schon ein Privileg, zwei ganze Tage lang bildungspolitische und -praktische Expertise zu bekommen. Der Bildungsgipfel in der Metropolregion Rhein-Neckar gilt als Leitkonferenz für die Bildung, deshalb auch Bildungsgipfel. Nun ja, mal abgesehen davon, dass es auch andere sehr innovative Orte und Events gibt, es war schon interessant, wie Bildung im 21. Jahrhundert so diskutiert wird: kooperatives Lernen, forschendes Lernen (deep learning). Junge Menschen organisieren ihr Lernen selbst, angeregt durch komplexe und herausfordernde Fragen, die die Suche nach Erkenntnissen geradezu herausfordern. "Was sind Ursachen und Lösungsansätze für den Nahostkonflikt?" Diese Frage wahlweise aus der Perspektive von Sozialpolitik, von Ökonomie, von Religion, Ökologie oder eben Geschichte zu beantworten, fordert heraus. In jedem Fall machen sich Schüler*innen auf den Weg und nutzen vielfältige Quellen, stoßen auf neue Fragen und Widersprüche. Am Ende steht die Aufgabe, die eigenen Erkenntnisse zu präsentieren – mit Infografiken, mit Filmen, mit Zeichnungen, Texten oder Fotos.  Deep learning – nennt sich das ganze, kommt aus Kanada und funktioniert – vielleicht abgewandelt – auch in Deutschland. Der Bildungsgipfel präsentierte Dutzende von gelungenen Praxisbeispielen, Erfahrungen und wissenschaftlichen Impulsen. Und die Teilnehmer*innen mittendrin. Am Ende des Bildungsgipfels stand ein so genannter Policy Pitch mit Politiker*innen. Vier Minuten Zeit war, die eigenen Visionen zu präsentieren. Zwei Herausforderer stellten Fragen und anschließend war das Publikum gefragt. Eine Herausforderung für uns Politiker*innen aus sechs Parteien. Aber von den Erlebnissen des vorangegangenen Tages konnte ich zehren.

24. Oktober 2018

Volleyballer und Schüler*innen zu Gast im Bundestag

Vom 24 bis 25. Oktober nahmen 45 Schüler*innen der Sekundarschule Mücheln und die 1. Mannschaft des Chemie Volley Mitteldeutschland an einer Besucherfahrt des Bundespresseamtes auf Einladung von Birke Bull-Bischoff teil. Vor Ort wurde das Mauermuseum an der Bernauer Straße besichtigt und ein Gespräch im Bundesministerium für Familie, Jugend, Frauen und  Senioren geführt. Am Abend des ersten Tags stand ein Besuch des Reichstags an. Nach einem ausführlichen Informationsvortrag, in dem auch erläutert wurde, warum im Bundestag öfter Abgeordnete fehlen, stand das Gespräch mit Birke Bull-Bischoff an. Sie erklärte die Zusammensetzung des Parlaments in Deutsch und Englisch, da beim CVM auch die Spieler aus dem Ausland dabei waren. Die Fahrt hat sehr viel Spaß gemacht und brachte allen neue Erkenntnisse über die Arbeit von Regierung und Parlament. Zum Abschluss lud Peter Kurzawa die Schülerinnen und Schüler zum nächsten Heimspiel des CVM am 18. November 2018 nach Spergau ein.

22. Oktober 2018

Ein Waldweg im Zeitzer Forst

Der Montag der Wahlkreiswoche war für die Verbandsgemeinde Zeitzer Forst reserviert. Uwe Kraneis, der Verbandsbürgermeister hat seinen Sitz in Droyßig und jede Menge interessante Dinge zu erzählen. Schon in Wetterzeube, bei meinem Besuch des dortigen Bürgermeisters Frank Jakob im vergangenen Jahr, hörte ich von der Idee, nördlich des  Bundeswehrstandortes im Zeitzer Forst einen Wanderweg freizugeben, der dann die Möglichkeit eröffnet, das Waldgebiet wenigstens von Ost nach West durchqueren zu können. Warum sollte etwas, was schon mal möglich war, nicht wieder möglich werden. Lediglich die Begrenzungsschilder müssten von der einen zur anderen Straßenseite gewechselt werden. In jedem Fall wäre es ein Gewinn für die Region. Das Gebiet wäre auch touristisch besser nutzbar.

22. Oktober 2018

Nach 365 Tagen im Bundestag wieder in Salsitz

Es ist nicht nur einfach Salsitz, es ist auch der Sitz eines der engagiertesten und agilsten Vereine in der Region, der Sitz des Frauenvereins e.V.. Bereits im Bundestagswahlkampf 2017 und danach zu vielen weiteren Anlässen haben wir uns kennengelernt bzw. wiedergetroffen. Es sind viele engagierte Frauen, die Lust auf Welt und auf Diskussion haben, unterwegs sind, diskutieren und sich Gäste einladen. In der ehemaligen Schule von Salsitz hatten wir uns verabredet und es ging wie immer sehr gemütlich zu: Kuchen, Kaffee und belegte Brötchen. So diskutiert es sich selbstverständlich immer besser. Auch die Droyßiger LINKEN waren gekommen, ein gemeinsam organisierter Nachmittag. Der Rückblick auf 365 Tage im Bundestag war eine gute Gelegenheit, sich über vieles auszutauschen. Über die Frage von Lobbyismus in der Politik, wo beginnt er, wo gehören ihm Grenzen gesetzt? Wie ist das mit dem Fraktionszwang in den Fraktionen des Bundestages? Wie kann es gelingen, den Pflegeberuf aufzuwerten und die Rahmenbedingungen zu verbessern? Was geht mit rot-rot-grün, oder besser was ginge? Eine lebendige Diskussion war es. Also: Gern wieder! 

21. Oktober 2018

­ "Adopted!" – Naumburg feiert den Dom, nunmehr sein Welterbe

"Adoptet!" – Das heißt so viel wie "angenommen" oder "akzeptiert" ins Verzeichnis des UNESCO- Welterbes. Das war im Sommer 2018 der Moment, an dem Naumburg jubelte. 21 Mitglieder der Welterbekommission diskutierten und entschieden gewissermaßen in letzter Minute, den Naumburger Dom in die Welterbeliste aufzunehmen.  Nach 18 Jahren beharrlichen Bemühens vieler –Politiker*innen, Wissenschaftler*innen und ehrenamtlich Engagierter aus dem Burgenlandkreis – war es nun soweit. Am 21. Oktober versammelte sich eine Festgemeinde aus vielen Naumburger und ihren Gästen im Dom und feierte diesen Erfolg. Ein phänomenaler Chor rahmte dieses Ereignis in beeindruckender Weise. Anschließend konnte im Domgarten ausgiebig und lang gefeiert werden

21. Oktober 2018

­ Aus dem "Maschinenraum" der Welterbe-Kommission

Einmal im Jahr treffen sich 21 Mitglieder der Welterbekommission um über die vorliegenden Anträge auf Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste abschließend zu entscheiden. Bis 2015 war auch Deutschland in dieser Runde vertreten. Zuvor befinden jeweils Expert*innen über die vorliegenden Anträge und geben der Kommission ihre Empfehlung. Die begehrteste aller Empfehlungen lautet "Aufnahme". Der Antrag aus dem Burgenlandkreis brauchte letztlich mehrere Runden um in die letzte Runde aufgenommen zu werden. Im vergangenen Sommer in Bahrein war es dann nötig, ein Land aus der Runde der 21 zu finden, das bereit war, den Naumburger Antrag zu unterstützen, trotz Gegenwind aus der Expert*innenrunde. Erschwerend kam hinzu, dass lediglich die 21 Kommissionsmitglieder diskutieren und abwägen können, nicht aber die Antragsteller selbst. Nun ist es geschafft. "Adopted!" Nun kann gefeiert werden. Die Hoffnung ist, dass die Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste der Region an Aufmerksamkeit und Wertschätzung bringt.

19. Oktober 2018

Auszubildende aus Naumburg zu Besuch in Berlin

Am 19.10.2018 war eine Besuchergruppe der MBA Naumburg/ Zeitz mit 49 Auszubildenden und Lehrkräften zu Gast in Berlin. Es stand ein Besuch einer Bundestagsdebatte zum Thema Religionsfreiheit an. Diese wurde mit drei namentlichen Abstimmungen beendet, so dass der Plenarsaal recht voll war und der eine oder andere Promi, wie zum Beispiel Gregor Gysi,erkannt wurde. Der Zeitplan war so optimal für die Besuchergruppe  gestaltet, dass Birke Bull-Bischoff direkt nach den namentlichen Abstimmungen zum Gespräch zur Verfügung stand. Es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über Ausbildung, Drogen- und Suchtproblematik und Probleme in den Pflegeberufen. Schnell wurde klar, eine Stunde ist viel zu kurz um alle Probleme zu besprechen. Nach dem Gespräch gab es die Möglichkeit die Reichtagskuppel zu besichtigen. Zum Abschluss gab es noch einen kleinen Imbiss im Paul-Löbe-Haus und schon ging es mit dem Bus zurück nach Naumburg und Zeitz.

18. Oktober 2018

Nacht der Pflege- und Gesundheitsberufe in Naumburg

Am 18.10.2018 fand im Naumburger Turbinenhaus die Nacht der Pflege und Gesundheit statt. Unternehmen und Verbände, wie die AWO, DRK, Seniorenstift Zeitz, aber auch Bildungsträger wie die MBA stellten sich vor. Kay Franke führte mit einigen Unternehmen ein Gespräch. Alle haben Schwierigkeiten Auszubildende zu finden. Das Image  der Berufe ist recht schlecht und nicht jede*r kann diese Berufe ausführen. Überall war zu hören, zur Pflege muss man geboren sein. Es bringt nichts, wenn man Jugendliche in diese Berufe zwingt. Es ist ein interessantes Konzept, Berufe und Unternehmen in einem solchen unterhaltsamen und ungezwungenen Rahmen vorzustellen und ins Gespräch zu kommen. Am Abend gab es dann noch Livemusik, diesmal spielte die Band B87. 

17. Oktober 2018

Digitale Medien in der Bildung

Am vergangenen Mittwoch ludt der Bildungsausschuss des Bundestages ein zum Fachgespräch. Für solche Fachgespräche hat jede Fraktion die Möglichkeit, Expert*innen einzuladen, die dann ihre Sicht auf die Dinge vortragen. Die Mitglieder des Ausschusses erhalten dann – im Verhältnis zur Fraktionsstärke – die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Position zu beziehen. Einer der Sachverständigen wies bereits in seinem Statement darauf hin, dass es nicht nur um digitale Bildung gehen kann, sondern umgekehrt werde ein Schuh draus: Gefragt werden muss nach Bildung in einer digitalen Gesellschaft. Was gehört dazu? Kritikfähigkeit, die Fähigkeit, Informationen auf „Herz und Nieren zu prüfen. Es geht um ganzheitliche Bildung. Die Arbeit am Bildschirm braucht Kontrapunkte: die Entwicklung aller anderen Sinne, Sensibilität für Mensch und Natur, der Schutz der eigenen und anderer Daten. Nicht zuletzt Abstand zu schaffen, andere Art und Weisen des Denkens zu beleben, jenseits von 0 und 1. Dennoch: Wer meint, Computer solle man am besten aus den Schulen heraushalten, der macht Schulen zu Museen. Computer und Algorithmen gehören zur Lebenswelt von Kindern und Heranwachsenden. Also muss es unser Bildungsauftrag sein, zu gestalten, Anregungen zu geben, Kritik zu äußern, Kompetenzen zu entwickeln, gute Bildung damit zu ermöglichen. Hier brauchen wir auch in unserer Partei einen – meinethalben kontroversen – Diskurs.

27. September 2018

Viel Erfahrung und Sachverstand an einem Tisch

Am Donnerstag konstituierte sich nun die bereits beschlossene Enquetekommission zur beruflichen Bildung in digitalisierter Arbeitswelt. Eine große Runde voll Sachverstand und Erfahrung traf sich zu einem ersten Austausch. Für DIE LINKE werden dort Birke Bull-Bischoff als Ob-Frau und Jutta Krellmann als Sprecherin für Mitbestimmung und Arbeit diskutieren. Die Sachverständigen für die Fraktion DIE LINKE sind Prof. Dr. Ursula Bylinski von der Fachhochschule in Münster, Expertin in Sachen Ausbildung von Berufsschullehrkräften und inklusiver beruflicher Bildung und Angela Kennecke, eine Betriebsrätin bei AIRBUS in Hamburg, fit in Sachen digitale Berufsausbildung. Man darf gespannt sein auf eine Diskussion, deren Anliegen es ist, vielfältige Möglichkeiten beruflicher Bildung für junge Leute zu entwerfen und zu verbessern.

25. September 2018

­Finnische Grundschullehrer*innen in Deutschland

Finnland als erfolgreiches PISA-Land ist immer eine Reise wert. Mir ist es jedoch noch nicht gelungen. Aber: Mit finnischen Grundschullehrer*innen hier in Berlin ins Gespräch zu kommen, ist ja schon mal ein Anfang. Dass uns da einiges an bildungspolitischen Vorstellungen und an pädagogischen Konzepten verbindet, wird nicht verwundern. Langes gemeinsames Lernen ist in Finnland erfolgreich. Und mittlerweile finden es auch die Konservativen in dem skandinavischen Land gut. Auch das Lernen von Kindern mit und ohne Beeinträchtigungen ist dort Normalität. Aber eben auch die Rechtsentwicklung in Deutschland war die Frage an mich, die nicht so leicht zu beantworten war. Viele empfundene Ungerechtigkeiten in den vergangenen Jahren, die fortschreitende soziale Spaltung in Deutschland – alles das rechtfertigt keineswegs Hass und Herabsetzung von Migranten*innen. Auch hier waren wir uns einig. Viel Kraft und viel politisches Geschick haben sie uns - den LINKEN - gewünscht. Danke! Wir geben unser Bestes.

25. September 2018

Gewalt gegen Lehrkräfte - ein beunruhigendes Phänomen

Der Verband Bildung und Erziehung vertritt vor allem Grund- und Hauptschullehrer*innen als auch Sekundarschullehrer*innen als Gewerkschaft und Interessenverband. Bei einem gemeinsamen Gespräch tauschten wir uns aus über den dramatischen Lehrkräftemangel, über digitale Bildung, über die Chancen und Potenziale von pädagogischer Architektur und über ein sehr ernstes Problem. Nach einer vom VBE in Auftrag gegebenen Umfrage unter Schulleiter*innen und Lehrkräften sind mittlerweile in jeder 5. Schule Lehrkräfte von Gewalt betroffen. Und was fast nicht vorstellbar ist: Die Zahl der Grundschulen nimmt zu, an denen Lehrer physischen Angriffen von Kindern ausgesetzt sind. Ein Problem, bei dem Schulleitungen nicht wegsehen dürfen. Um das Problem sichtbar zu machen, sind zum Beispiel regelmäßige Statistiken notwendig.

23. September 2018

Unsere Alternative ist Solidarität - Gegendemo in Zeitz

In Zeitz hatte die AfD zu einer Kundgebung am Sonntag um 17.00 Uhr gerufen. Ohne genaue Kenntnisse sollte eine Straftat genutzt werden, den Menschen Angst zu machen und Hass zu schüren. Innerhalb von nicht einmal 24 Stunden gelang es einem Bündnis aus Grüner Jugend, Linksjugend und Linken rund 100 Menschen zu mobilisieren, um gegen Hetze und Gewalt Gesicht zu zeigen Unter den Teilnehmenden waren Katja Bahlmann, MdL, Horst Heller, Lothar Gensch (beides Stadträte in Zeitz), die Kreisvorstandsmitglieder Wolfram Wendland und Kay Franke. Markus und Susa Nierth waren ebenfalls da. Besonders erfreulich waren die vielen jungen Menschen aus Zeitz, wie Anik Shala und Max Fuchs. Wenn trotz Regen an einem Sonntagabend 100 Menschen Gesicht zeigen, zeigt dies deutlich, dass die Hetze nicht hingenommen wird. Dies macht Mut. Zeitz zeigt, dass die Vernetzung via sozialen Medien funktioniert hat. Diese gilt es nun auszubauen und zu verbessern. Jedenfalls wird deutlich, selbst in kleinen Städten sind die Menschen nicht mehr bereit, den Hetzern die Straße zu überlassen.

19. September 2018

Unflexible Einstellungspolitik des Bildungsministeriums

Anschließend saßen wir mit der Leiterin des Hauptamtes in Zahna und der Elternvertreterin der Stadt beieinander, um einmal mehr über die katastrophalen Lehrermangel, schlimmer noch, über die endlos unflexible Einstellungspolitik des Bildungsministeriums und des Landesschulamtes zu diskutieren und nach praktikablen Lösungen zu suchen. Wenigstens um den Druck zu erhöhen, dass sich hier endlich etwas verändert. Ein Bewerberpool für derjenigen, die auf schulscharf zugeschnittene Bewerbungen nicht passen oder aber unterlegen waren, könnte interessierte Lehrkräfte dennoch für andere Orte und Schulen zugänglich machen. Unkomplizierte und pragmatische Lösungen wären gefragt, dort wo der Tunnelblick von Beamten*innen eben jene Wege verhindert. 

19. September 2018

Die Kita in Reinsdorf wurde 10 Jahre alt

Die Kita in Reinsdorf – am Rande von Wittenberg – liegt gemeinsame mit dem Hort für die Grundschüler*innen in einem malerischen Waldstück. Auch drinnen alles neu gebaut und behaglich. Beste Gelegenheit also für die Kleinen, gemeinsame spielend zu lernen. 10 Jahre ist er nun alt der Kindergarten. Eine ebenso gute Gelegenheit also, um zu gratulieren, Geschenke zu übergeben und gleichzeitig mit den Kolleg*innen zu fachsimpeln: über das Bildungsprogramm "Bildung elementar", über freie und teiloffene Arbeit, über Kinder mit Behinderungen, über die Zusammenlegung von Hort und Grundschule, über die Arbeit  mit den Eltern und mit den Lehrkräften der benachbarten Grundschule. Unterwegs mit dem Vorsitzenden der Fraktion DIE LINKE im Landtag – Thomas Lippmann – war das einer der sehr schönen Besuche vor Ort.

18. September 2018

100 Jahre Frauenwahlrecht – aus weiblicher Perspektive

Am 18.09.2018 haben wir die Gelegenheit beim Schopfe gefasst, unseren lang gehegten Plan zu verwirklichen, die Ausstellung der Kuratorin Dr. Gisela Winkler aus Naumburg "Würde. Selbst. Wählen" zu besuchen. Im November werden es 100 Jahre, dass auch Frauen in Deutschland das Wahlrecht ausüben können. Grund genug, darüber mit Frauen selbst zu sprechen. Oder besser: sie sprechen zu lassen. In kleinen Videosequenzen schildern sie ganz unterschiedliche Sichten auf die Dinge, auf die eigene Biografie und deren Prägungen, auf Erfahrungen mit demokratischen Möglichkeiten und deren Konsequenzen. Jeweils ein Foto mit einer prägnanten Aussage komplettieren das Bild. Fotos, die die Frauen gewissermaßen selbst von sich "geschossen" haben. Drei der Frauen kenne ich selbst und war beeindruckt. Eine sehr gelungene Ausstellung in der Naumburger Stadtbibliothek, die ich jeder und jedem empfehlen mag. Der Weg ist kurz, der Gewinn ist groß.

18. September 2018

Im Tierpark Bad Kösen – Familienidylle nahe Naumburg

Am Dienstag trafen wir uns gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Fraktion DIE LINKE im Gemeinderat Naumburg, Jan Thyen, im Tierpark Bad Kösen. Er wird vom Verein "Freunde des Tierparkes Bad Kösen" e.V. betrieben. Der Vorsitzende des Tierparks, Marno Scherling, führte uns durch den Park und erzählte einiges über aktuelle Probleme. Vor allem sein Fachwissen beeindruckte und überzeugte uns.

Ein wichtiges Thema war die Unterstützung des Tierparkes aus dem Haushalt der Stadt Naumburg. Immerhin besuchen jährlich 50.000 Menschen den kleinen Tierpark in Bad Kösen. Die derzeitigen Zuschüsse reichen nicht aus, damit der Tierpark kostendeckend arbeiten kann. Eine bessere Unterstützung durch die Stadt Naumburg wäre wünschenswert. 

Natürlich wurde auch über Anka gesprochen. Anka ist eine 30 jährige Braunbärdame, die früher im Zirkus lebte. Vor einigen Jahren kam sie nach Bad Kösen, weil der Bärenpark Worbis keinen Platz hatte. Nun gab es ein Angebot, dass der Tierpark eine Spende über 20.000 Euro erhielte, wenn Anka dafür in den Bärenpark umgesiedelt wird. Mehrere Tierärzte und Gutachter warnen jedoch vor dem Umzug der alten Dame. Die Narkose könnte Anka nicht überleben. Auch wäre im Park nicht gewährleistet, dass die Bärin ihre benötigten Medikamente, wie z.B. Blutverdünnungsmittel, erhält. Es sind bei einer solchen Entscheidung viele Faktoren zu berücksichtigen, die wir den Fachexpert*innen überlassen sollten. Wir haben dem Tierparkverein beide zugesichert, dass wir uns um diese Anliegen kümmern werden 

17. September 2018

Duale Berufsausbildung – ein Erfolgsmodell für die Zukunft

Der beklagte Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften droht zur „Wachstumsbremse“ zu werden – so der Zentralverband des Deutschen Handwerks im Bildungsausschuss des Bundestages. Deshalb luden beide Wirtschaftsverbände – die Handwerkskammer und die Industrie- und Handelskammer der Region Halle-Dessau – am vergangenen Montag nach Halle ein, um zu beraten, was zu tun wäre. Zu den dicken Brettern, die zu bohren sind, gehört die Standortfrage der Berufsschulen. 12 Auszubildende sind für die Klassenbildung in Sachsen-Anhalt nötig. Die Wege der jungen Leute zu ihren Berufsschulen sind lang und kostspielig. Jeder 5. Azubi fährt auf diesem Weg an der näher gelegenen Berufsschule vorbei. Absurd! Die Handwerkskammer unterstützt die Forderung nach einem Azubi-Ticket. Die vorhandene Berufsstruktur müsste aus ihrer Sicht auf den Prüfstand, immerhin sind die weit über 300 geregelten Berufe sehr weit ausdifferenziert und erschweren ortsnahe Klassenbildungen. Immer wieder beklagt wird die mangelnde und sporadische Berufsorientierung in den Schulen. Der größte Teil der Berufsbilder ist den meisten Schüler*innen nicht bekannt. BRAFO ist eine gute Idee, eine Verstetigung wäre wünschenswert. Akademische Festvorträge und Simulationen ersetzen jedoch nicht eigene Erfahrungen, kontinuierliches Ausprobieren in den Betrieben. Polytechnische Bildung muss endlich auch in den Gymnasien zum selbstverständlichen Angebot werden. Viele weitere Fragen sind angesprochen worden, darunter wie die Ausbildung fit gemacht werden kann für eine digitalisierte Arbeitswelt 4.0 oder die steigende Bedeutung lebenslanger Fort- und Weiterbildung. Die Berufsausbildung rückt ins Zentrum der Öffentlichkeit. Gut und wichtig so.

16. September 2018

Gemeinsam gegen Rechts! – In Köthen Gesicht zeigen.

Trotz ausdrücklicher Ausladung durch den Oberbürgermeister der Stadt Köthen, sind dem Aufruf der Bündnisse gegen Nazis aus Halle, Dessau, Magdeburg und vielen anderen Orten am späten Sonntag Nachmittag ungefähr 1.000 vorwiegend junge Menschen gefolgt. Es ging darum ein unmissverständliches Zeichen zu setzen gegen rassistische Hetze und Naziaufmärsche, wie sie unmittelbar nach dem Tod eines 22jährigen am vergangenen Wochenende in Köthen stattfanden. Es ging darum, eben nicht zu schweigen oder wegzusehen, sondern ein klares Votum abzugeben. Auch viele LINKE, viele Sozialdemokrat*innen und GRÜNE hatten sich eingefunden. Es war ein friedlicher und eindeutiger Protest gegen die zunehmende Rechtsentwicklung in der Gesellschaft und gegen die Taktik Rechtsextremer, sich durch machtvolle Präsenz den öffentlichen Raum zu erobern. Gut, dass es viele waren.

15. September 2018

AZUBI Challenge 2018 - Preis für Auzubi aus Naumburg

Die Handwerkskammer gemeinsam mit der IHK Halle-Dessau hatten die Azubis im Kammerbezirk aufgerufen, sich an einem Preis für digitale Ideen zu beteiligen. Und was heraus kam, kann sich sehen lassen. Am Samstag nun hatten beide Kammern zur Preisverleihung in das Bildungs- und Technologiezentrum des Handwerks nach Halle-Ostendorf eingeladen Zehn innovative Ideen gehörten zu den nominierten Preisträger*innen. Eine App für die Optimierung von Betriebsabläufen, um nachvollziehbar zu machen, wer gerade mit welchem Werkzeug wo unterwegs ist. Oder eine App, die exakt Auskunft über die Farbe von Kraftfahrzeugen gibt. Oder eine App, die hilft, die Prozesse von Schadensmeldungen genau zu dokumentieren. Auch ein Azubi aus Naumburg gehörte zu den Preisträgern. Siegerin war eine künftige Malerin und Lackiererin aus dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Ihre Idee war, die Geräte, in ihrer Firma mit einem QR-Code zu versehen, um gleich am Arbeitsplatz im Netz nach Gebrauchsanweisungen und Tipps suchen zu können. Das I-Tüpfelchen der Preisverleihung wäre gewesen, wenn die jungen Leute ihre Ideen auch noch selbst vorgestellt hätten. Dass sie das sehr wortreich können, davon konnte man sich in den anschließenden Gesprächen überzeugen. Also muss einem um die Innovationskraft und die Leistungsbereitschaft der künftigen Generation nicht bange werden. Das ist auf jeden Fall ausbaufähig und nötig.

14. September 2018

498. Eisleber Wiesenmarkt

Ganz Eisleben und die Region sind auf den Beinen, wenn es zur Eisleber Wiese geht. Zuvor treffen sich jedes Jahr die Eisleber*innen und ihre Gäste am Markt, um dem Disput zwischen Herold und Bürgermeisterin zu erleben. Anschließend präsentiert sich die Region in einem Festumzug: die Feuerwehr, Tänzer*innen, die Schulen der Stadt, die Bergmannsvereine der Umgebung und viele andere mehr. Auch der weltmeisterliche Spielmannszug aus Hettstedt war selbstverständlich dabei. Es ist das größte Volksfest Mitteldeutschlands. Und in der Tat: Der Rummel auf der Wiese ist enorm. Neben dem klassischen Kleinkarussel für Kinder und demn große Riesenrad gibt es allerlei spezielle und fantastische Erlebniswelten für die Großen. Man kann sich an den Köstlichkeiten der Region aber auch der internationalen Küche nicht nur satt sehen. Ein Fest für die Region, überregional bekannt und besucht.

14. September 2018

Die kleinste Straßenbahn Deutschlands weitere 90 Meter länger

Am 14.09.2018 wurde die kleinste Straßenbahn Deutschlands 90 Meter länger. Die Haltestelle am Bahnhof wurde direkt auf den Aachener Platz verlegt. 400.000 Euro hat das Vorhaben gekostet. Davon hat das Land 80% übernommen und die Straßenbahn GmbH 20%. Eine bewundernswerte Leistung, damals von der Idee in Naumburg die Straßenbahn zu erhalten bis in den Regelbetrieb heute. Im letzten Jahr die Erweiterung um 440 Meter, dieses Jahr 90 Meter, immer das Ziel vor Augen, den Ring in Naumburg zu schließen. Andreas Plehn und Andreas Messerli, die Geschäftsführer der Naumburger Straßenbahn, zeigen seit Jahren einen riesen Einsatz. Dafür gab es heute die Anerkennung, der Burgenlandkreis gibt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag, die sich mit den Konzepten zur Ringbahn beschäftigt. Das Land Sachsen-Anhalt erteilte einen Zuwendungsbescheid über 170.000 € zur Renovierung des Triebwagen 38. 

Die Eröffnung erfolgte nicht mit dem sonst typischen Band, sondern mittels eines alten Pferdebahnwagons der zur Haltestelle geschoben wurde. Der Landrat des Burgenlandkreis, Götz Ulrich, ließ es sich nicht nehmen, mitzuschieben. Gleich darauf fuhr der erste elektrische Waggon ein. Wenn die Naumburger Straßenbahn ruft, ist der Aachener Platz voll. Die Straßenbahn ist ein wichtiger  Bestandteil der Stadt. Für den Traum vieler Naumburger*innen, dass die Straßenbahn wieder einen Ring hat, war heute ein bedeutender Tag. Der Traum lebt und es wurden große Schritte zur Erfüllung gemacht.

12. September 2018

Fachkräftemangel im Handwerk wird zur Wachstumsbremse

Der bildungspolitische Dialog mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) ist Tradition im Bildungsausschuss des Bundestages. Also trafen sich die Ausschussmitglieder in der zurückliegenden Woche mit mehreren Vertretern des Verbandes, darunter Holger Schwannecke, der Generalsekretär des Verbandes, Dr. Volker Born, der Leiter der Abteilung Berufliche Bildung und Frau Dr. Kirsten Kielbassa-Schnepp, die die bildungspolitischen Grundsatzfragen des Verbandes vertritt. Der Fachkräftemangel im Handwerk – so Schwannecke – droht zur Wachstumsbremse zu werden. Also ging es im Dialog mit den Abgeordneten vor allem um die Frage, wie die Qualität in der Ausbildung verbessert und handwerkliche Ausbildung attraktiver gemacht werden kann. Mit einer Mindestausbildungsvergütung stehen die Verbandsvertreter*innen - wie schon der Deutsche Industrie- und Handelskammertag - auf "Kriegsfuß". Sie setzen vor allem auf positive Effekte tariflicher Aushandlung. Ein widersprüchliches Argument angesichts eines sehr niedrigen Grades der Tarifbindung handwerklicher Unternehmen und mit Blick auf den Organisationsgrad der Gewerkschaften in den Betrieben des Handwerks. Eine Verbesserung dieses Umstandes läge jedoch auch im Interesse des Handwerks – so dessen Verbandsvertreter*innen. Ein weiteres Diskussionsthema war das Verhältnis zwischen akademischer und beruflicher Ausbildung. Hier setzt das Handwerk vor allem auf Durchlässigkeit und Perspektive, nicht auf die Abwertung akademischer Ausbildung. Die Idee eines Berufsabiturs wurde argumentiert. Im Rahmen der bevorstehenden Novelle des Berufsbildungsgesetzes und in der Arbeit der Enquetekommission berufliche Bildung wird also einiges zu diskutieren sein. 

11. September 2018

­ Die Landtagsfraktion vor Ort in Naumburg

Am Dienstag, 11,09,2018 war DIE LINKE. Landtagsfraktion vor Ort. Die Veranstaltung "Fraktion vor Ort" wird als neues Format für einen Bürger*innendialog nunmehr regelmäßig durchgeführt. Diesmal war der Burgenlandkreis an der Reihe. Zahlreiche Mitarbeiter*innen und Abgeordnete waren zu Gast in Naumburg. Vielfältige Infostände der einzelnen Arbeitskreise stellten die Arbeit der Landtagsfraktion vor. DIE LINKE. Burgenlandkreis beteiligte sich ebenfalls mit einem Infostand. Unsere Landtagsabgeordnete Katja Bahlmann hatte eine wunderbare Kartoffelsupppe gezaubert, dazu gab es passende rote Faßbrause. Die Arbeitskreise präsentierten sich mit Grill und Popcorn, Kaffee und Kuchen. So dauerte es nicht lange, bis die Aufmerksamkeit der Naumburger*innen und Besucher*innen der Stadt geweckt war. Es wurden viele Gespräche geführt und die Bürger*innen haben sich gefreut, mit der Landtagsfraktion Kontakt zu haben.

11. September 2018

Schüler*innen können auf Bundesebene nicht mitreden

Gleich zu Beginn der Sitzungswoche waren Vertreter*innen der Konferenz der Bundesschülerräte bei mir zu Gast in Berlin. Ehrlich gesagt: So formalisiert ich oft Bildungsinstitutionen und -gremien in Deutschland erlebe, hatte ich mit fünf jungen Herren im Anzug mit Krawatte gerechnet. Ziemlich weit gefehlt. Abgesehen davon, dass die Frauenquote bei 25% noch Luft nach oben hat, saßen mir vier junge Leute gegenüber, die engagiert und aus eigener Erfahrung heraus dafür warben, dass auch Schüler*innen auf Bundesebene in die politischen Vorhaben der Bundesregierung und der Länder einbezogen werden und mitbestimmen können. Was auf Ebene der Länder schon besser oder schlechter funktioniert, ist auf Bundesebene offenbar Zukunftsmusik. Die jungen Leute dürfen zwar Projekte im Voraus planen – darunter die Bundesschüler*innenkonferenz einmal jährlich – niemand jedoch außer sie selbst bereitet sie vor und rechnet am Ende Fördergelder ab – und zwar in ehrenamtlichem Engagement nach der Schule. Die Fahrt in den Bundestag haben sie auch aus eigener Tasche vorfinanzieren müssen. Dabei gibt es eine ganze Menge politischer Vorhaben bundesweit oder auf Bundesebene, die sie selbst betreffen: die Ausgestaltung des Abiturzugangs in der Oberstufenverordnung, der Digitalpakt Schule – um nur mal zwei zu nennen. Die Länder haben für ihre Koordination und Kooperation eine Kultusministerkonferenz.  Die Mitbestimmung durch Schüler*innenvertretungen fehlt. Die Stimme von Schüler*innen bleibt so gut wie ungehört, ihre praktischen Erfahrungen und ihre Sicht auf die Dinge bleiben ungenutzt. Hier muss sich was ändern, zumal der Vorsitz der KMK derzeit in linker Hand liegt – beim Kultusminister in Thüringen. Eine gute Gelegenheit also, hier ins Gespräch zu kommen und Abhilfe zu schaffen. Wir bleiben dran 

11. September 2018

Bildung ist Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge

Pressemitteilung von Birke Bull-Bischoff, 11. September 2018

„Der Zugang zu Bildung darf nicht vom familiären Umfeld oder Geldbeutel abhängen. Jeder muss die Chance auf gute Bildung haben. Bildung ist Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge, muss ausreichend finanziert und mit sinnvollen und nachhaltigen Bildungskonzepten unterlegt werden“, erklärt Birke Bull-Bischoff, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse des OECD-Berichts „Bildung auf einen Blick“. „Fortschritte gibt es zwar, doch bleiben noch zu Viele auf der Strecke, und wir verplempern die Zeit junger Menschen, wenn wir weiterhin so kleckern statt klotzen.“ Bull-Bischoff weiter:

„Wo ist der Wille der Bundesregierung, das von Merkel 2008 ausgerufene Ziel, für Bildung sieben und für Forschung drei Prozent des Bruttoinlandprodukts in die Hand zu nehmen? Da nützen auch die schönen Verweise auf Pakte und Programme, bei denen zum Teil das Geld nicht mal da ankommt, wo es hinsoll, herzlich wenig. Sie sind für die meisten Menschen gar nicht spürbar.

Die Bundesregierung muss der Aufhebung des Kooperationsverbots in der Bildung und der Verankerung einer Gemeinschaftssaufgabe Bildung im Grundgesetz endlich zur politischen Mehrheit im Bundestag verhelfen. Wir brauchen einen kooperativen Bildungsföderalismus. Nur gemeinsam, in Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen, lassen sich die Schieflagen im Bildungssystem bewältigen. Sonntagsreden à la Kauder zum Bildungsnotstand helfen uns nicht weiter.

9. September 2018

Und wieder Winzerfest in Freyburg

Wie jedes Jahr im September feiert Freyburg an der Unstrut mit tausenden Gästen das größte Winzerfest Mitteldeutschlands. Eine fantastische Stimmung und leckerer Wein für Nicht-Autofahrer*innen, Musiker*innen sorgen für Stimmung, die Winzer der Gegend präsentieren ihre Weine und die Gäste genießen sie. Auch eine neue Weinkönigin ist gewissermaßen inthronisiert worden. Gina Maria Gräfe ist neue Weinkönigin. Die Studierende der Medizininformatik aus Burgwerben löst Juliana Beer aus Großjena ab und wird nun für die Saale-Unstrut-Region auf unzähligen Veranstaltungen und Reisen werben.  Am Rande war es interessant, in einem gemeinsamen Gespräch zu erfahren, welche Pläne die nunmehrige Ex-Weinkönigin Juliana Beer für die Zukunft hegt. Jedenfalls hat ihr das zurückliegende Jahr viele Erfahrungen gebracht, die sie auch künftig nutzen kann.

9. September 2018

Bürgerkanzel in Allmrich

Das war wirklich Neuland für mich. Schon vor langer Zeit hatte mich die Kirchgemeinde in Naumburg-Almrich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, eine Bürgerpredigt in der Georgskirche zu übernehmen. Aber gern doch! Was hat uns Apostel Paulus heute zu sagen, in seinem Brief an die Galater? Die Gemeinden in Galatien – in der heutigen Türkei rundum Ankara – waren einst bedroht, durch Neid und Missgunst auseinanderzufallen. Paulus ruft sie auf, zu den Werten der Gesellschaft zurückzukehren. Zu Liebe und Sanftmut. Wem kommt das nicht bekannt vor? Auch die Gesellschaft in Deutschland ist gefährdet, durch Neid und Missgunst, und vor allem durch Hass und Gewalt. Ich habe darüber gesprochen, weshalb ich für Empörung und Ärger vieler Menschen hierzulande Verständnis habe. Aber Hass und Herabsetzung ist etwas anderes. Integration ist kein Ponyhof, so wie das Leben überhaupt kein "Zuckerschlecken" ist. Aber auch im Ärger und in der Empörung ist Haltung gefragt, und zwar eine, die mit Menschlichkeit und Solidarität zu tun hat. Hass macht krank, die Gesellschaft und die einzelnen. Es war ein ungewöhnlicher und gleichermaßen interessanter Vormittag. Herzlichen Dank auch an Harald Uske (DIE LINKE. Naumburg), der mir ein willkommener Gast war und den Gemeindemitgliedern im Anschluss ganz sicher ein interessanter Gesprächspartner.

7. September 2018

Toleranzcamp in der Grundschule in Langendorf

Der Allsport e.V. Weißenfels veranstaltete am Freitag und Samstag sein 9. Toleranzcamp. 27 Kinder hatten sich angemeldet, davon gut die Hälfte Geflüchtete. Allesamt im Alter von fünf bis zwölf Jahre alt. Fünf Betreuer*innen hatten so einiges mit ihnen geplant. Bereits zum 6. Mal nahm Jasmin Bergner als Betreuerin teil. Sie ist beim Allsport e.V. Trainerin für Selbstverteidigung und Gewaltprävention. Sie machte deutlich, dass der Kontakt untereinander sehr wichtig ist, um Vorurteile abzubauen. Am Abend wurde gegrillt und gemeinsam gegessen. Es war sehr spannend mit den Kindern ins Gespräch zu kommen. Beeindruckend waren die exzellenten Sprachkenntnisse der jungen Syrer. Sport und Freizeit verbinden, deutsche und nichtdeutsche Kinder saßen gemischt beieinander.

Nach dem Abendessen sprach Birke Bull-Bischoff mit Michael Jacobs und Mathias Baum, den Initiatoren des Projekts. Der Allsport e.V. leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration in Weißenfels. Diese Arbeit wird anerkannt, so spendete z.B. Kaufland in Weißenfels die Lebensmittel zur Versorgung der Kinder. Herr Jacobs machte deutlich, dass der persönliche Kontakt untereinander sehr wichtig ist Wenn man sich kennt und versteht, ist es mit der Angst vor anderen vorbei. Das fördert Toleranz und verhindert Rassismus. Die Grundschule in Langendorf ist obendrein ein ideales Ambiente. Eine sehr schöne Schule mit Küche, Werkraum und vielfältigen Sportmöglichkeiten. Dass die Schulleitung dem Allsport e.V. die Schule fürs Camp zur Verfügung stellt, ist ebenfalls nicht selbstverständlich und verdient Respekt.

7. September 2018

Herbstmarkt in Hohenmölsen

Mindestens einmal im Jahr ist Hohenmölsen außer Rand und Band – wie man so schön sagt. Am ersten Septemberwochenende trifft man sich zum Herbstmarkt – und das schon seit 1284. Die Einheimischen treffen sich mit Ehemaligen, jung und alt sind unterwegs zwischen Mittelaltermarkt und vielfältigen Einkaufsständen bis runter zur Friedensstraße. Eröffnet wird das Ganze mit dem Bierfassanstich des Bürgermeisters Andy Haugk. Die Musiker von Kra Keeler sorgen für Hochstimmung und anschließend gab es wie immer Freibier. Und in der Tat: Im Bierzelt nimmt man sehr wohl war, wenn Politiker*innen auch nach der Wahl mal vorbeischauen auf einen Schwatz. Am Ende haben wir uns ein Kirschbier gegönnt – mit Gunter Schneider und Katja Bahlmann.

4. September 2018

Berufliche Bildung: Berufsorientierung bei BAL in Leuna

Aus der ehemaligen Betriebsberufsschule in Leuna ist vor vielen Jahren etwas Neues und Innovatives hervorgegangen: die Bildungsakademie Leuna (bal). Hier wird berufliche Bildung in vielfältigen Formen praktiziert. Die Schüler*innen von Sekundarschulen im Saalekreis, in Bad Dürrenberg, in Braunsbedra, in Schkopau, Leuna und Querfurt, kommen jede zweite Woche für einen ganzen Tag hierher um sich einen Einblick zu verschaffen in den Feldern Chemie, Metall, Elektro, Lageristik und in die Arbeit in der Küche. PINK heißt das ganze: praxisnah, individuell und konkret. Und wer sich jetzt an UTP - Unterrichtstage in der Produktion - von einst erinnert, der liegt nicht ganz falsch. Es geht um polytechnische Bildung und um Berufsorientierung. Auf diese Weise werden Schüler*innen nah an gewerblich-technische Berufe herangeführt und können eigene Erfahrungen sammeln, ob diese Berufsfelder auch die eigene Zukunft sein können. Wenn ja, dann steht ihnen - auch in der BAL - die Möglichkeit der Berufsausbildung offen. Die Unternehmen der Region investieren viel in diese Praxis. In jedem Feld kann man Miniaturmaschinen und -anlagen nutzen. Es ist keine Simulation, sondern richtige Praxis. Vielleicht wäre das auch eine Chance für Schulen im Burgenlandkreis?

Frühkindliche Bildung mit Bildungs- und Lerngeschichten

Bildungs- und Lerngeschichten sind eine Erfindung – man möchte sagen eine Innovation – aus Neuseeland. Wendy Lee und Margret Carr haben sie entwickelt, die learning stories. Es sind Geschichten über Kinder und über das, was Kinder beim Lernen vollbringen. Lerngeschichten erzählen eine Geschichte für ein Kind, für die Familie, für Gäste und für Lehrende der Kinder. Es gibt nicht den einen richtigen Weg dies zu tun, aber vielfältige Ideen. Bilder, fotografiert im Gruppenalltag, Texte, aufgeschrieben in der Pause oder am Abend. Lerngeschichten machen Lernen sichtbar und geben Auskunft über Erfolge, über Prozesse, über das, was Erzieher*innen beobachten. Sie lenken den Blick auf die Stärken der Kinder. Die Erfinder*innen waren am Mittwoch und Donnerstag zu Gast in Halle. Über 150 Erzieher*innen, Leiter*innen, Studierende und andere Interessierte – auch aus dem Burgenlandkreis – sind der Einladung der Werkstatt Kitaqualität in die Franckeschen Stiftungen gefolgt, um die Protagonist*innen hautnah zu erleben. Es war spannend und es war begeisternd. Und die Politik war gefragt, welche Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, dass Erzieher*innen schreiben können, was sie beobachten, um es mit all denen zu teilen, die am Lernen der Kinder interessiert und neugierig sind.

2. September 2018

Familienfest der TAFELN in Naumburg

Am Sonntag hatten die TAFELN im Burgenlandkreis eingeladen zum Familienfest auf den Naumburger Markt. Familien sollten sich mit ihren Kindern zwischen Popkornmaschine, Kuchenbasar und Hüpfburg tummeln. Schließlich ging es darum, Spenden für den kaputten Kühlwagen zu sammeln. Aber der liebe Gott ist schon manchmal ziemlich gemein. Das Fest fiel buchstäblich ins Wasser. Und zwar ins Regenwasser. Schade um die Arbeit der Organisator*innen und der freiwillig Engagierten. Vielen Dank an die Familie Baum aus Weißenfels! Das nächste Mal wird es bestimmt besser.

1. September 2018

Weltfriedenstag in Sangerhausen: Friedenstauben zum Kobermännchenfest

In Sangerhausen war "Kobermännchenfest" angesagt. DIE LINKE. in Mansfeld-Südharz setzte dabei vor dem Wahlkreisbüro von Birke Bull-Bischoff, mitten auf der Straße, ganz eigene Akzente, denn schließlich war es der #Weltfriedenstag, an dem gefeiert wurde. Bunte Luftballons und weiße Tauben flogen in den Himmel. Die Gäste des Kobermännchenfestes waren erstaunt und begeistert. Eine gelungene Aktion! Auch der Bücherbasar brachte einiges an Aufmerksamkeit. Mit den Erlösen soll ein Spielplatz unterstützt werden. Lecker waren auch die Falafels der netten Nachbarin. Danke an die Genoss*innen in und um Sangerhausen.

1. September 2018

Weltfriedenstag: Gedenken in Rehmsdorf in der Elsteraue

In Rehmsdorf Verbandsgemeine Elsteraue befindet sich eine Gedenkstätte des Lagers Wille, eine Aussenstelle des KZ Buchenwald. Bereits zum Sommerfest der LINKEN waren Birke Bull-Bischoff, Katja Bahlmann und Petra Pau dort zu Gast (Wir berichteten.) Zum Weltfriedenstag legten die Genoss*innen der LINKEN aus Droyßig, Weißenfels, dem Zeitzer Forst und der Gemeinde Wetterzeube gemeinsam mit Katja Bahlmann und Birke Bull-Bischoff Blumen zum Gedenken nieder. Beide Politiker*innen sprachen darüber, was im Moment viele Menschen besorgt: Rechtsextremismus kennt offenbar keine Grenzen mehr und zeigt sich offen und unverhohlen. Aufstehen und Gesicht zeigen gegen Menschenfeindlichkeit und Hetze sei anstrengend aber immer wieder notwendig. Herr Schosseck zeigte den Gästen die Ausstellung im Bürgerhaus, die über die Geschichte des Lagers erzählt und viele persönliche Erinnerungen und Zeugnisse des Geschehens aufbewahrt.

1. September 2018

Weltfriedenstag in Zeitz

Am 1. September wurde auf dem Altmarkt in Zeitz ein Friedensfest gefeiert. Neben dem DGB hatte auch DIE LINKE eingeladen. Während sich die Kleinen auf der Hüpfburg oder an der Malstraße vergnügten, die Genoss*innen aus Zeitz hatten dieses Vergnügen organisiert, diskutierten die Zeitzer*innen über die allgemeine Situation, die viele Menschen beunruhigt. Der allgemeine Tenor war, dass die Vorgänge in Chemnitz Angst machen, dass sich die Nazidiktatur von 1933 in Deutschland so oder ähnlich wiederholen könnte

31. August 2018

200 erfolgreiche Absolvent*innen in Naumburg

Es war mir eine große Ehre: Die Absolvent*innen der Medizinischen Berufsakademie in Naumburg (MBA) haben ihre Ausbildung erfolgreich beendet. Über 200 Erzieher*innen, Heilerziehungspfleger*innen, Sozialassistent*innen, Pharmazeutisch-technische Assistent*innen und Medizinische Dokumentationsassistent*innen erhielten am Freitag ihre Zeugnisse.Sieben Wünsche durfte ich ihnen in einem Grußwort mit auf dem Weg geben. Eine wunderbare Aufgabe. Und ein wunderbares Team, die Lehrkräfte und ihre - nunmehr ehemaligen - Schüler*innen. Da war Leben in der Bude. Ganz sicher haben die jungen Leute in den zurückliegenden Jahren während ihrer Ausbildung viel gewonnen. Es war eine sehr schöne Atmosphäre. Schade, dass man nicht allzuviel in Bildern einfangen kann. Der Datenschutz setzt enge Grenzen.

28. August 2018

Ein Sommerfest für viele – die Landtagsfraktion ludt ein

Die Landtagsfraktion der LINKEN hatte zum Sommerfest eingeladen, zum Mückenwirt direkt an die Elbe. Viele waren gekommen, Genoss*innen aus den Kreisverbänden, ehemalige Abgeordnete, Kooperationspartner*innen, Freunde und Sympathisant*innen. Viele hatten sich lange nicht gesehen und hatten viel zu erzählen. Einen ganz besonderen Punkt setzte die Fraktion damit, dass sie der Vorsitzenden des Vereins MITEINANDER – Anke Lohmann – die Gelegenheit gab, über ihre Sicht auf die Ausgrenzungsversuche von CDU und AfD gegenüber den engagierten Expert*innen in Sachen Rechtsextremismus zu sprechen. Mucksmäuschenstill war es. Mit einem donnernden Applaus signalisierten viele der Anwesenden ihre Solidarität mit dem Verein. Und auch sonst gab es viele interessante Gespräche und Begegnungen. Ein Sommerfest zum Netzwerken eben.

26. August 2018

Beachvolleyball in Bad Dürrenberg

Nun schon zum 2. Mal lädt der CVM - Chemie Volley Mitteldeutschland – und DIE LINKE. Saalekreis Volleyball Begeisterte aus der Region ein zum Beachvolleyballtournier.  Bei herrlichem Sonnenschein kämpften 14 Mannschaften um Punkte, Matchballs und Siege. Das Team B3 gewann gleich das erste Spiel gegen eine Mannschaft der Feuerwehr. Sie gaben alles: Kay Franke (DIE LINKE. Naumburg), Mathias Baum (DIE LINKE. Weißenfels), Sahra Baum und Basti (siehe Bild unten). Von Spiel zu Spiel wurden sie besser. Am Ende reichte es dennoch für Platz 11. Just for fun - war die Devise. Es war hart, hat aber viel Spaß gemacht. Dankeschön auch an Sabine Krems, Jugendwart des CVM und Organisatorin von´s Janze.

Eintrittskarten zum CVM-Spiel und eine Flasche Sekt waren der Lohn fürs Kämpfen. PS: Am 15. September beginnt die neue Spielsaison. Der CVM wird um den dritten Sieg der 2. Bundesliga kämpfen. Wir drücken jetzt schon die Daumen

23. August 2018

Schlossfest 2018: Ehrennadel für Weißenfelser*innen

Wie in jedem Jahr: Im August ist Schlossfest in Weißenfels und am Donnerstag eröffnet der Oberbürgermeister Robby Risch das Fest mit einer "Schlossfestrede". Eine schöne Tradition ist es dabei seit 10 Jahren auch, die Ehrennadel der Stadt an ehrenamtlich engagierte Bürger*innen zu verleihen. Fast 50 Weißenfelser*innen sind in den vergangenen Jahren schon geehrt worden. Allesamt Menschen, ohne die die Stadt nicht wäre, was sie ist: eine Stadt mit sozialem Engagement, sportlicher und kultureller Vielfalt. Auch wenn die Frauenquote von deutlich unter 50% "noch Luft nach oben" hat, ist es ein Signal, dass Ehrenamt in der Stadt wertgeschätzt wird. Jörg Freiwald (DIE LINKE) überreichte die Ehrennadeln als Vorsitzender des Stadtrates gemeinsam mit Oberbürgermeister und dem Ehrengast Prof. Armin Willingmann, Wirtschaftsminister des Landes Sachsen-Anhalt. Und dann gibt's den kulturellen Höhepunkt des Abends. In diesem Jahr war es die Musik des Luftwaffenmusikkorps aus Weißenfels. Immerhin: Diese Form militärischer Aktivität gehört zu den guten. Und ein Klanggenuss war es allemal. 

23. August 2018

Bürgerinitiative gegen den SüdOstLink in Goseck

Bereits zu Beginn des Jahres waren die Vertreter*innen der Bürgerinitiative gegen die Stromtrasse durch das Weinanbaugebiet Gäste in unserem Wahlkreisbüro in Naumburg. (Wir berichteten darüber.) Bereits damals unterstützte Ralph Lenkert, Bundestagsabgeordneter DIE LINKE aus Thüringen, mit HIlfe von Argumentation und Faktenwissen ihr Anliegen, die Stromtrasse SüdOstLInk mitten durch das Weinanbaugebiet zu verhindern. Verabredet war damals, das Gespräch gemeinsam mit den anderen Engagierten und Interessierten der Bürgerinitiative fortzusetzen. Das Versprechen ist nun eingelöst. Am 23. August um 19.00 Uhr trafen sich die Beteiligten wieder. Ralph Lenkert, Katja Bahlmann und Kay Franke – Vorsitzender der LINKEN in Naumburg – waren zu Gast in der Schlossschänke in Goseck und beteiligten sich an einer lebhaften Diskussion. Ralph Lenkert zeigte auf, dass die Stromtrasse für das notwendige Energieaufkommen in Deutschland nicht wirklich benötigt wird. Sein Vortrag wurde mit großem Interesse verfolgt und anschließend diskutiert. Einen großen Dank an Ralph Lenkert, dem umweltpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE.

Präsentation "Brauchen wir eine neue Stromtrasse?"

20. August 2018

Geld gut angelegt: die Sportgärten in Weißenfels

Mit 600 Euro hat der "Verein der Bundestagsfraktion DIE LINKE e.V." den Verein Allsport e.V. unterstützt. Auf 1200 qm, bestehend aus der ehemaligen Kleingärten, wird dort das Projekt Sportgärten entwickelt. Im Gespräch stellte der Vorsitzende des Vereins, Michael Jacob, die Pläne vor und zeigte das mittels der Spende angeschaffte Trampolin. Auf dem Weg zu den Gärten zeigte er - gemeinsam mit Matthias Baum, einem weiteren Vereinsmitglied und zugleich Stadtvorsitzender DIE LINKE. Weißenfels – die zunächst noch verwilderten Gärten. Das lässt erahnen, welche Arbeit nötig war und noch sein wird, sie wieder herzurichten. Es ist ein spannendes Vorhaben, Kindern und Jugendlichen ein niedrigschwelliges Sportangebot zu unterbreiten. 

15. August 2018

Ausbildung im Metallverbund: Die Firma Gehring in Naumburg

Die nächste Station war die Firma Gehring in Naumburg, die gemeinsam mit den Unternehmen Automation, Sonder- und Werkzeugmaschinen ASW GmbH, Gebäudetechnik Possenhain GmbH, Fertigungstechnik Weißenfels GmbH & Co. KG und Hauser Benchmark Factory GmbH & Co. KG einen Ausbildungsverbund Metall entwickelt haben. Gerade in Zeiten immer fortschreitender Spezialisierung in den Betrieben können oft nicht alle Inhalte vermittelt werden. Hier können Ausbildungsverbünde eine Lösung sein. Wir hatten die Gelegenheit mit Frau Zimmermann, Leiterin der Ausbildung, und Frau Reinsberger, Vertreterin der örtlichen Geschäftsleitung, die Ausbildungswerkstatt bei der Firma Gehring zu besuchen. Ein Wunsch war, dass die schulische Ausbildung im Bereich der Informatik verbessert werden muss. Informatik sollte in Zeiten digitaler Arbeitswelt ein Pflichtfach werden.

15. August 2018

Berufliche Bildung im Burgenlandkreis

Am 15.08.2018 starteten wir unsere #Tage der beruflichen Bildung im Burgenlandkreis. Die erste Station war das Amt für Bildung, genauer die Koordinationsstelle für RÜMSA -  das regionale Übergangsmanagement Sachsen-Anhalt im Burgenlandkreis. Mit Frau Tendis, Herrn Pockel und dem Leiter des Amtes für Bildung, Herrn Aßmann, trafen wir auf sehr kompetente Ansprechpartner*innen. Der Bereich der Berufs-, Ausbildungs- und Studienorientierung ist vielfältig und es gibt neben der Agentur für Arbeit, den Schulen und Unternehmen noch weitere Akteure und unterschiedliche Angebote. Ein zentrales Ziel ist der Auf- und Ausbau einer Jugendberufsagentur: Ausbildungsberatung aus einer Hand. Angebote aus den verschiedenen Sozialgesetzen werden an einem Ort koordiniert. Im Burgenlandkreis erwerben 40% der Schüler*innen die Allgemeine Hochschulreife. Da der Burgenlandkreis über keine eigene Hochschule verfügt, bedeutet dies, dass die Studierenden den Burgenlandkreis verlassen müssen, wenn sie studieren wollen. Die Gefahr weiterer Abwanderung ist nicht von der Hand zu weisen. Wie also kann man sie nach dem Studium zurückgewinnen? Im Bereich der dualen Ausbildung kommen auf eine/n Schulabgänger*in 1,16 Ausbildungsplätze. Azubis haben also die Wahl. Hier müssen sich Unternehmen einiges einfallen lassen im Wettbewerb um künftige Fachkräfte. Ein wichtiges Thema ist auch, benachteiligten jungen Menschen den Weg in die berufliche Bildung zu ermöglichen. Dazu gehört bereits eine gute Berufsorientierung in den Schulen – und zwar an allen Schulformen

Jedes Kind kommt neugierig auf die Welt und soll es bleiben

Mein Gast in dieser Woche war Michael Fritz, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung "Haus der kleinen Forscher". Die Stiftung engagiert sich für naturwissenschaftliche Bildung der ganz Kleinen in der Kita und in immer mehr Grundschulen. Was Kinder neugierig macht, wird gemeinsam mit ihnen erforscht: Wo kommen die Sprudel im Wasser her? Wie kommen die Buchstaben in die Zeitung? Wie kann man programmieren ohne Computer? Kluge Pädagog*innen wissen: Jedes Kind kommt neugierig auf die Welt. Das gilt es zu nutzen. Und zwar nicht nur im Sinne der Entwicklung künftiger Fachkräfte für den Arbeitsmarkt. Sondern im Interesse der Kinder selbst. Denn Lernen macht Spaß und ist wichtig für das eigene Leben. Und wenn der Spaß am größten ist, lernt es sich am besten. Das sind die Maximen der Stiftung. 25.000 zertifizierte Häuser der kleinen Forscher gibt es bereits bundesweit. Das sind gut die Hälfte aller Einrichtungen. Erzieherinnen bieten ihren Kindern dort an, den Dingen auf den Grund zu gehen. Zu den neuesten Entwicklungsrichtungen der Stiftung gehört die Bildung für nachhaltige Entwicklung – weit mehr als naturwissenschaftliche Bildung. Da geht es um die Zukunft der Umwelt, um die Zukunft unserer Erde. Dafür Wissen, Kompetenzen und Bewusstsein zu entwickeln, hat sich die Stiftung zur Aufgabe gemacht

9. Juli 2018

Interested in vocational training made in Germany

Das System der beruflichen Bildung in Deutschland interessiert immer wieder Gäste aus aller Welt. Junge Amerikaner*innen, die in ihrer Heimat für Kongressabgeordnete arbeiten – vergleichbar mit den wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen einer Bundestags- oder Landtagsfraktion – waren zu Gast in Berlin und interessierten sich dafür, wie das duale System der Berufsausbildung hierzulande organisiert ist, wo die Stärken und wo die Probleme liegen. Wie werden Berufe geordnet? Welche Ideen gibt es, um Schüler*innen – insbesondere Mädchen und junge Frauen – für MINT-Berufe, für mathematische, naturwissenschaftlich-technische Berufe oder für Informatik zu interessieren? Wie gelingt es überhaupt Mädchen und jungen Frauen, in Führungspositionen zu arbeiten? Wie können kleine und mittelständische Unternehmen bei der beruflichen Ausbildung unterstützt werden? Wie gestaltet sich das Verhältnis von akademischer und beruflicher Bildung in Deutschland? Es war ein sehr interessantes Gespräch mit sehr neugierigen, interessierten und aufgeklärten Gästen. Gerne wieder!

Meine beiden Reden im Bundestag

In einem gemeinsamen Antrag von CDU/ CSU, FDP und LINKE wurde die Einsetzung einer Enquetekommission "Berufliche Bildung in einer digitalisierten Arbeitswelt" beschlossen. Schwerpunkt für uns wird sein, welche Ausbildungs- und Beschäftigungschancen erhalten junge Menschen, mit Lernschwierigkeiten und vielfältigen Diskriminierungserfahrungen.

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In einem Antrag der FDP ging es um Bildung und Forschung als Zukunftsaufgaben. Ein guter und richtiger Anspruch. Die Realität ist leider: Mit so genannten Excellenz-Initiativen werden in erster Linie diejenigen Aufgabenbereiche gefördert, die ohnehin schon von einem hohen Status profitieren und über viele Ressourcen verfügen. Exzellenz gehört jedoch vor allem dorthin, wo benachteiligte Menschen lernen.

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26. Juni 2018

18. Berliner jugendFORUMS der Stiftung wannseeFORUM

In der Diskussionsrunde #NoPhone –
Handyverbot an Grundschulen im Rahmen des 18. Berliner jugendFORUMS der Stiftung wannseeFORUM konnten Berliner Grundschüler*innen Vorschläge, wie am besten umgehen mit Handys im Schulalltag, an uns Politiker*innen herantragen. Schlau, innovativ und problembewusst waren die jungen Leute. Wir waren uns schnell einig, Verbote und Sanktionen sind Quark und machen auch nicht schlau. Es müssen gemeinsam Regeln erarbeitet werden, wie und in welchem Maße das Handy im Unterricht und in den Pausen zum Einsatz kommen kann.

25. Juni 2018

Erzieher*innenausbildung/Koordinationsstelle Chance Quereinstieg/Männer

Gestern besuchten wir die Koordinationsstelle Chance Quereinstieg/Männer in Kitas in Berlin-Karlshorst und sprachen dort u.a. mit Prof. Höyng über die Schieflagen in der Erzieher*innenausbildung, etwa das Problem der Parallelstrukturen in den Bundesländern (da ja Ländersache) und den intransparenten Wust, der sich daraus ergibt, den akuten Fachkräftemangel in der frühkindlichen Bildung und die fehlende Vergütung für angehende Erzieher*innen. Klar ist, das Schulgeld gehört endlich abgeschafft und wir brauchen gute vergütete Ausbildungsmodelle für Erzieher*innen.

25. Juni 2018

­ Ein Fest für Menschlichkeit und Miteinander in Burgscheidungen

Wenn sich ganz junge Leute aus Burg- und Kirchscheidungen auf den Weg machen, um Gesicht zu zeigen für Menschlichkeit und Miteinander, dann ist das schon mal ein richtig gutes Zeichen. Und da muss man hin, muss man unterstützen. Während sich der ultrarechte Flügel der AfD zum "Kyffhäuser-Treffen" auf dem Schloss Burgscheidungen versammelt – darunter die Herren Höcke, Gauland und Poggenburg, allesamt bereits bekannt für ihre Entgleisungen  – fanden sich viele Leute aus der Umgebung, um dagegen zu demonstrieren und zu feiern. Der Landrat und beide Verbandsbürgermeister*innen fanden klare Worte gegen Fremdenfeindlichkeit, für eine mitmenschliche Idee und ein gemeinsames Europa. Auch DIE LINKE war dabei: Katja Bahlmann, Gunter Schneider, Roland Becker und Birke Bull-Bischoff. Es war ein friedliches Fest, auch Künstler und Musiker waren dabei.  Es ist gelungen, ein Zeichen zu setzen, dass wir uns von hohlen Parolen nicht vereinnahmen und schon gar nicht einschüchtern lassen! Danke an Johannes David und die anderen, die sich aufgemacht haben, dem Spuk auf dem Schloss etwas entgegen zu setzen

Scheckübergabe Waldbad e.V. Grillenberg

Es ist ein idyllisches Stück Erde – das Waldbad in Grillenberg, nahe Sangerhausen. Für Campingfreunde lohnt sich ein Aufenthalt dort, mitten im Wald. Ein blaues Becken mit Rutsche lässt erahnen, dass das Waldbad auf dem Gelände mal für Kurzurlauber*innen mit ihren Familien zum Badespaß einludt. Vor einigen Jahren musste ein neuer Filter eingebaut werden. Das Bad liegt seit dieser Zeit im Trockenen. Die Kosten für diesen Umbau sind enorm. Die Gemeinde selbst und viele traditionelle Besucher*innen hatten für den Eigenanteil der Bauinvestition gesammelt, so dass insgesamt 20.000 Euro zusammenkamen. Auch DIE LINKE im Bundestag wird dann später als eine der Spender*innen auf dem Gelände zu finden sein

26. Juni 2018

­ Hussiten-Kirschfest in Naumburg

Alle Jahre wieder ist ganz Naumburg im Juni auf den Beinen, um das Kirschfest zu feiern. Das Fest hat eine lange Tradition. Bereits im 16. Jahrhundert finden sich in alten Ratsrechnungen Ausgaben für ein Kinderfest. Seit dem 17. Jahrhundert bringt man das Fest mit der sagenhaften Belagerung Naumburgs durch die Hussiten in Verbindung. Der Lehrer von der Schule habe in weiße Büßerhemdchen gekleidete Kinder vor die Tore geschickt, um beim Hussiten-Feldherrn Prokop um Gnade zu bitten. Dieser habe das Gesuch erhört und den Kindern sogar Kirschen geschenkt. Noch heute wird in Naumburg deshalb das Kirschfest gefeiert. Punkt 17.00 Uhr tritt der Bürgermeister der Stadt mit der Stadtwache vor das Rathaus und ruft das Kirschfest aus. Die ganze Stadt und ihre Bewohner*innen sind geschmückt: Kirschfahnen, Kirschkleider, Kirschschmuck, Kirschkrawatten – alles in Kirsch. Jedes der Zelte auf der Vogelwiese wird vom Bürgermeister und seinem Gefolge "abgenommen" – Stadträte, Abgeordnete, Vereine, Verbände und andere Persönlichkeiten der Stadt begleiten ihn. Und in jedem Zelt wird ein leckeres Bierchen genommen und das Kirschfestlied gesungen. Je später der Abend, desto schwieriger wird das mit der Textsicherheit. Mit dabei sind der Musikerstammtisch, der SC Naumburg, der Unternehmer*innenverein und viele andere mehr. Es soll das schönste Fest in der Region sein. Kann gut sein, denn es ist eines, das von den Naumburger*innen geliebt wird

22. Juni 2018

Baustellen im Bildungswesen werden immer größer – wir brauchen eine bundesweite Bildungsoffensive

Zum heute vorgestellten Bildungsbericht erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Birke Bull-Bischoff: „Alle zwei Jahre gibt der Bildungsbericht dieselbe Diagnose:  Bildungschancen hängen in Deutschland vom Bildungsgrad der Eltern ab.  Und alle zwei Jahre gibt es einen Aufschrei – aber es passiert nichts."

 

Bull-Bischoff weiter: „Die Bundesregierung hat sich damit abgefunden, dass die Chancen auf gute Bildung einer Lotterie gleichen. Wer in eine Akademikerfamilie hineingeboren wird, wird studieren und mehr Geld verdienen. Wer Eltern hat, die keine Uni besucht haben, wird nicht studieren und später auch weniger verdienen. Dieser Teufelskreis muss endlich durchbrochen werden. Wir brauchen ein modernes Bildungssystem, in dem alle Kinder eine echte Chance auf Bildung und Aufstieg haben. Das muss in der Kita beginnen. Aber hier hat die Bundesregierung es nicht einmal geschafft, ausreichend Erzieher*innen auszubilden. Der Erzieherberuf muss endlich zum Mangelberuf ausgerufen und durch bessere Bezahlung aufgewertet werden. Es reicht nicht aus, mit dem Finger auf die Länder zu zeigen. Wir brauchen eine bundesweite Ausbildungsoffensive für Erzieher*innen. Und: wir müssen das föderale Chaos im Bildungsbereich auflösen. Dazu muss ein Bildungsrahmengesetz auf Bundesebene verankert werden, in dem Qualitätsstandards für alle Bundesländer festgehalten werden.“

 

22. Juni 2018

"Thementag Linksextremismus" am Weißenfelser Goethe-Gymnasium

Zur Diskussion um den „Thementag Linksextremismus“ am Weißenfelser Goethe-Gymnasium erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Birke Bull-Bischoff:

 

„Die inhaltliche Gestaltung dieses Thementages lässt mich einigermaßen sprachlos zurück. Das nicht nur, weil dieser Thementag sich einseitig mit einer Form des Extremismus auseinandersetzt und nicht, wie es das Kontroversitätsgebot in der politischen Bildung erfordern würde, seine verschiedenen Formen, sei es Rechtsextremismus oder auch religiöser Extremismus, beleuchtet. Sondern vor allem, weil an diesem Thementag meine Partei DIE LINKE in einen Zusammenhang mit Linksextremismus gebracht werden sollte. Denn anders kann der Diskussionspunkt „DIE LINKE – eine extremistische Partei?“ nicht verstanden werden. Zumal es auch hier das Kontroversitätsgebot des Beutelsbacher Konsens erfordert hätte, dass, wenn man die Problematik schon in einer solchen Art und Weise diskutiert, zumindest ein Vertreter der LINKEN hätte eingeladen werden müssen, um dazu Stellung nehmen zu können. Das ist nicht passiert.  Ich stelle hiermit noch einmal unmissverständlich klar, dass DIE LINKE auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung steht. Das hat DIE LINKE in zahlreichen Beschlüssen und Parteitagsdebatten immer wieder klar gemacht.“

 

Bull-Bischoff weiter: „Meine Kritik richtet sich aber vor allem an die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, die das Konzept eines inhaltlich so fragwürdigen Thementages im Rahmen des Projektes „Linke Militanz in Geschichte und Gegenwart“ entwickelt hat und an das Bundesfamilienministerium, das dieses Projekt fördert. Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen täte gut daran, die in ihrem eigenen Umfeld stattfindenden Aktivitäten, die einer Relativierung demokratischer Werte gleichkommen, einmal genauer zu beleuchten und die entsprechenden Schlüsse zu ziehen.“

19. Juni 2018

Programmieren mit Calliope minis

Es ist ein kleiner Computer – er erinnert an einen Sheriff-Stern – namens Calliope mini. In mindestens 33 Schulen in Sachsen-Anhalt lernen Schüler*innen auf dieses Weise das Programmieren. So auch in der Leibniz-Sekundarschule in Magdeburg, eine so genannte Brennpunktschule im Zentrum Magdeburgs. Kathleen Friedrichs, eine junge Lehrerin, hat gewissermaßen Blut geleckt und sich vieles aus dem Reich der digitalen Lernmittel autodidaktisch angeeignet, sie weiß bescheid über Open Educational Ressources (OER), kennt Lernplattformen wie Moodle und arbeitet seit einigen Jahren erfolgreich damit. Ihre Begeisterung hat sich auf die Kinder übertragen. 28 Schüler*innen der 6. Klasse, im Alter von 12 bis 15 Jahren – davon deutlich mehr als die Hälfte mit Migrationserfahrungen – lernen, Schritt für Schritt hinter die „digitalen Kulissen“ zu schauen, Quellcodes selbst zu verändern und kleine Programme zu installieren. Sie lernen mit Begeisterung. Allein der Besuch hat schon Lust auf mehr gemacht. Ich durfte sehr nah ran an das Geschehen in der Klasse. So geht Bildung lebensnah und zukunftsorientiert. Es ist eine Schule, die sich auf den Weg gemacht hat, alle ihre Schüler*innen mitzunehmen. So auch die Kolleg*innen. Die einen mögen es, mit digitalen Lernmitteln zu arbeiten, die anderen (noch) nicht – zunächst eine friedliche Koexistenz. Dennoch ist zu spüren, dass sich Begeisterung herumspricht. Es werden mehr. Von diesem Weg ist Roman Schöpp, der Schulleiter, überzeugt. Mit Lernplattformen wie Moodle kann man eine große Bandbreite unterschiedlicher Aufgaben und Anforderungen gleichzeitig für unterschiedliche Schülergruppen anbieten, differenzierte Lernangebote werden den vielfältigen Lebenslagen der Kinder gerecht. Im vergangenen Jahr hat die Schule den Umweltpreis der Stadt Magdeburg erhalten. Mit digitalen Mitteln den Energieverbrauch senken, das hatte sich die AG Umwelt und Medien zum Ziel gestellt. Und gewonnen. Und zwar in vielfacher Weise. Die Preisträger*innen waren sehr stolz drauf. Das motiviert erneut.

17. Juni 2018

Sangerhäuser Bürgerfrühstück

Am Sonntag, dem 17.Juni, trafen sich in Sangerhausen im Landkreis Mansfeld-Südharz zum 5. Mal Einwohner*innen zum gemeinamen Frühstück – dem so genannten Sangerhäuser Bürgerfrühstück. Der Marienplatz war prall gefüllt, es gab Musik und Tanz – zum Zusehen. Und vor allem: Es gab offenbar viel miteinander zu erzählen. Ungefähr 200 Sangerhäuser*innen nutzen die Gelegenheit, um sich auszutauschen, zu vernetzen oder einfach mal gemütlich miteinander zu schwatzen. Obst und Gemüse, Kuchen und Wein wurden von Tisch zu Tisch gereicht. Coole Sache, die offenbar in vielen Städten und Gemeinden schon ein gern veranstaltetes Event ist

13. Juni 2018

Besuch durch die Initiative „arbeit für alle e.V

Am 13.06.2018 hatte ich Vertreter*innen der Initiative „arbeit für alle e.V.“ im Bund der Katholischen Jugend im Bundestag zu einem Gespräch zu Besuch. Schwerpunkt waren die Problemlagen in der Jugendberufshilfe, die insbesondere benachteiligten Jugendlichen den Weg ins Berufsleben erleichtern soll. Die Palette der Probleme ist leider allzu bekannt: Fehlende Planbarkeit für die Träger, etwa fürs Personal, durch die kurze Laufzeit von Programmen bzw. damit verbundenen Ausschreibungen, mangelnde Qualität der Ausbilder*innen in den Betrieben, sozialpädagogische Unterstützung für die Betriebe... Es gibt noch genug Hausaufgaben für die Politik, Jugendlichen mit schwierigen Startbedingungen endlich auch eine Chance für ein Berufsleben mit Perspektiven zu ermöglichen.

13. Juni 2018

Sonderprogramm für Erzieher*innen und besseres BaföG

Am vergangenen Mittwoch beriet der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgeabschätzung über den Entwurf eines Haushaltes für 2018. Ein zentrales Anliegen der Fraktion DIE LINKE war, im Haushalt ein Programm für mehr Erzieher*innen zu verankern. Immerhin ist es erklärtes Ziel der Bundesregierung, ein Recht auf Nachmittagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter zu verankern.

Eine Idee, wo dafür fachkundiges Personal herkommen soll, gibt es nicht. Beantragt wurde ein Sonderprogramm im finanziellen Umfang von ca. 90 Mio. Euro, um damit ca. 300.000 zusätzliche Erzieher*innen ausbilden zu können. Auch die Vorschläge für eine grundlegende BaföG-Reform, die bereits vor einigen Wochen durch die Fraktion DIE LINKE in die Beratungen eingebracht worden ist (Wir berichteten darüber.), sollte nunmehr finanziell untersetzt werden. Rund 11 Mrd. Euro sind dafür veranschlagt worden. Alle Vorschläge der LINKEN wurde jedoch bereits im Bildungsausschuss mehrheitlich abgelehnt.

12. Juni 2018

9. Querempfang

 

Rückblick: In jedem Jahr laden Bundestagsfraktion und Fraktion im Abgeordnetenhaus zum Querempfang. Der diesjährige Empfang fand am 12.06.2018 im Aquarium am Kottbuser Tor statt. Dies war bereits der 9. gemeinsame Empfang der beiden Fraktionen.

Menschen mit unterschiedlicher sexueller Identität sind noch immer alltäglicher Diskriminierung und Stigmatisierung ausgesetzt. Lesbisch, schwul, trans- oder bisexuell, intersexuell oder transgender lebende Menschen sind die Community, die oftmals mit dem Kürzel LSBTI benannt werden. "Queer" nennen sie sich selbst, was so viel heißt wie neben der Normalität. Weshalb eigentlich? Vielfalt selbst ist Normalität. Allen diesen vielfältigen Arten und Weisen des Lebens und Liebens gilt Wertschätzung und Teilhabe - so der Grundgedanke von Inklusion. Was liegt also näher, als mit einem Empfang diese Wertschätzung zu zeigen. Und doch: Diskriminierung und Ausgrenzung sind allgegenwärtig. Selbst für (uns) Schubladen-Menschen :-). Der Queerempfang ist Wertschätzung und Solidarität. Hoch politisch also! Herzlichen Dank allen, die es möglich gemacht haben! Doris Achelwilm und Dietmar Bartsch, Achim Kessler, Ron Pohle, Cornelia Möhring, Nicole Gohlke, Simone Barrientos, Klaus Ledererund noch viel mehr.

 

 

11. Juni 2018

DIE LINKE auf ihrem Bundesparteitag – kontrovers und letztlich entschlossen

Am vergangenen Wochenende trafen sich 580 Delegierte in den Leipziger Messehallen zu ihrem Bundesparteitag. Die Partei diskutierte über ihre politischen Vorhaben in den kommenden Monaten. Vor allem die Wahl eines neuen Parteivorstandes stand auf der Tagesordnung. Erwartbar kontrovers diskutierte DIE LINKE am vergangenen Wochenende über ihre politischen Grundauffassungen. Insbesondere die Frage nach einer linken Migrationspolitik wurde hoch emotional und gleichermaßen kontrovers diskutiert. Aber auch konkrete politische Kampagnen wurden vereinbart. Dazu gehört eine Kampagne, die die Missstände in der Pflege thematisiert und mit klaren Forderungen – so die Einstellung von 140.000 zusätzlichen Pflegefachkräfte – verbindet.In der kommenden Woche wird es dazu auch im Burgenlandkreis Aktionen und Infostände mit Mitglieder der LINKEn geben, die über die Zustände in der Pflege informieren und mit Bürger*innen vor Ort Forderungen diskutieren wollen.

Hier sind alle Debatten, Wahlergebnisse und Bilder vom Parteitag DIE

LINKE in den Leipziger Messehallen zu finden.

Wo bleiben die Azuibis? - der BiBB-Kongress 2018

Auf dem diesjährigen BIBB-Kongress am 7. und 8.6.2018 trafen sich in Berlin verschiedenste Akteure aus dem Bereich der beruflichen Bildung, um gemeinsam Herausforderungen, Konzepte und künftige Ausrichtungen beruflicher Bildung zu diskutieren. Während sich Expert*innen aus der Wirtschaft mit ihren Wünschen stark Gehör verschafften, fand die Sicht der Azubis und Angestellten nur sehr wenig Gehör. Doch muss es nicht auch darum gehen, sich die Erfahrungen, Vorschläge und Forderungen derer anzuhören, die die Wirtschaft aufgrund des immer wieder beklagten Fachkräftemangels so dringend braucht? Wo sind die kreativen Konzepte der Wirtschaft, um Azubis zu werben?  Welche Vorschläge gibt es, um vor allem jenen eine Chance zu geben, die von schlechten Erfahrungen in ihrer schulischen Laufbahn geprägt sind. Natürlich brauchen besonders kleine und Kleinstbetriebe – gerade in ländlichen Regionen – eine bessere Unterstützung, Ausbildung zu realisieren. Es steht aber auch außer Frage, dass sich in vielen Bereichen große Lücken u.a. bei der Ausbildungsqualität, der Betreuung und der Vergütung zeigen. Hier müssen Wirtschaft und Politik noch ordentlich eine Schippe an Kraftanstrengung drauflegen. Vorschläge haben wir als LINKE gemacht.

7. Juni 2018

Book a scientist – buch dir einen Wissenschaftler!

Es ist ein wahrlich ein Privileg: Die Leibniz Gemeinschaft – darunter viele verschiedene Institute bundesweit – bietet den Bundestagsabgeordneten einmal jährlich gewissermaßen ein Speed-Dating mit der Wissenschaft an. Wissenschaftler*innen aus den Leibniz-Instituten treffen sich mit den Abgeordneten, um ihre neuesten Forschungsergebnisse zu vielfältigen gesellschaftlichen Fragen vorzustellen. Ungefähr eine Stunde Zeit bleibt für ein solches Gespräch, kurz und effektiv. So konnte ich mit Frau Prof. Cress aus Tübingen über ihre Erkenntnisse zum Einsatz  digitaler Medien in der Schule sprechen. Mit drei jungen Wissenschaftler*innen diskutierte ich über Potenziale berufsvorbereitender Maßnahmen für Schüler*innen mit Hauptschulabschluss oder ohne Schulabschluss, danach über die Wirkungen der Nachmittagsbetreuung von Kindern im Hort und über Möglichkeiten, Mädchen in den so genannten MINT-Fächern zu fördern. Ein sehr anstrengender Tag also, Konzentration ohne Pause, dafür aber Wissen und Erkenntnis für politisches Denken. Ich freue mich auf das nächste Jahr.

4. Juni 2018

Aktionswoche „Gute Ausbildung – gute Arbeit“

Zum Auftakt der bundesweiten Aktionswoche „Gute Ausbildung – gute Arbeit“ legt ver.di die Ergebnisse ihrer Azubi-Befragung vor. Wünsche der Azubis: Fairness, Gerechtigkeit, Gleichbehandlung. Die Realitäten in den Betrieben sehen zum Teil allerdings anders aus.
Wir fordern u.a. die Stärkung der betrieblichen Mitbestimmung, vor allem die Jugend- und Auszubildendenvertretungen und ein niedrigschwelliges und barrierefreies Beschwerdemanagement für Azubis. Daneben soll der Bund gemeinsam mit den Ländern Maßnahmen ergreifen, die die Qualifizierung und Arbeitsbedingungen von Ausbilderinnen und Ausbildern verbessern. Es muss unbeschadet der Festlegungen in den Tarifverträgen eine Mindestausbildungsvergütung gesetzlich festgelegt werden, die einheitlich bei 80 Prozent der durchschnittlichen tariflichen Ausbildungsvergütungen aller Branchen des jeweiligen Ausbildungsjahres liegen soll.

zum Befragungsergebnis

30. Mai 2018

Senior*innentag in Weißenfels

Der Senior*innenbeirat des Burgenlandkreises ludt am 30. Mai 2018 zur 5. Senior*innenwoche nach Weißenfels ein. Dieser Einladung folgten auch Birke Bull-Bischoff und Katja Bahlmann, die währenddessen auch mit dem Geschäftsführer der PVG im Burgenlandkreis ins Gespräch kamen.

Neben den aktiven Älteren waren auch viele Bürgermeister*innen gekommen, um darüber zu diskutieren, wie eine Gemeinde senior*innenfreundlich gestaltet werden kann. Dabei stellte sich heraus, dass es bereits eine ganze Reihe von Gemeinden gibt, in denen Senior*innen eine Menge mitzureden haben.

Auch im Jahr 2018 wurde das Prädikat "Seniorenfreundlicher Service" an Einrichtungen übergeben, die sich für den Zugang und die Teilhabe älterer Menschen besonders engagieren. Auch eine Arztpraxis in Weißenfels erhielt die Auszeichnung. Für die Unternehmen besteht die Möglichkeit, dieses Prädikat sichtbar auszustellen - auch ein Stück Werbung in eigener Sache.

31. Mai 2018

Wahlkreistag in Hohenmölsen

Am 31.05.2018 fand der Wahlkreistag in Hohenmölsen statt. Es begann mit einer Bürgersprechstunde unter freien Himmel. Viele Einwohnerinnen und Einwohner nutzten die Gelegenheit um mit der Bundestagsabgeordneten Birke Bull-Bischoff ins Gespräch zu kommen. Ein großes Thema war der Strukturwandel in der Braunkohleregion. Es ist notwendig diesen Umbau zu begleiten und für die Ansiedlung von gut bezahlten Arbeitsplätzen zu sorgen.

Als zweiter Programmpunkt stand das Gespräch mit dem Bürgermeister der Stadt Hohenmölsen, Andy Haugk, auf dem Programm. Hier ging es um das Thema Bildungsstandort Hohenmölsen. Ein wichtiger Punkt war die Zukunft der Förderschule Hohenmölsen. Aber auch der Strukturwandel wurde besprochen. 90% der Gewerbesteuereinnahmen der Stadt Hohenmölsen werden von der Mibrag geleistet. 

Als letzter Programmpunkt stand ein Besuch der Förderschule an. Hier wurde mit der Schulleiterin, Lehrkräften und Eltern gesprochen.

28. Mai 2018

Fachgespräch "Fachkräfte in frühkindlicher Bildung"

Mit dem Fachkräftemangel in der Kindertagesbetreuung sowie in der Kinder- und Jugendhilfe beschäftigte sich heute eine Fachtagung der Bundestagsfraktion. Das war spannend, interessant und lehrreich. Wie man sieht, war auch Konzentration gefordert. Gleich gibt's noch eine abschließende Podiumsdiskussion.

Es war sehr interessant. Die "Baustellen" werden eher mehr, statt weniger. Wir haben heut erstmal unter der Rubrik "Fachkräftemangel" diskutiert. Wenn man dann die Kreise größer zieht, was die Zukunft der Ausbildung betrifft, wird es noch spannender: Breitbandausbildung oder Spezialisierung, Fachschulausbildung und/ oder Hochschulausbildung (dann Master). Schön, dass so viele Leute interessiert waren! Danke an die Vorbereitet*innen und die Gäste für ihre Expertise!

Der sich seit langem anbahnende Fachkräftemangel in der Kindertagesbetreuung sowie Kinder- und Jugendhilfe wird zusehends gravierender und öffentlich spürbar. Die Fraktion DIE LINKE hat deswegen zur Fachtagung in den Bundestag geladen. Wir wollen mit der Fachwelt herausfinden, was auf Bundesebene geschehen muss, um die Leerstellen besetzen zu können, sagt Norbert Müller, kinder- und jugendpolitischer Sprecher. Birke Bull-Bischoff kritisiert die Bundesregierung: Die wolle zwar den Ganztagsanspruch für Kinder in der Grundschule einführen, aber der Bundesregierung fehle jede Idee, wie "wir zu gut qualifizierten, aber vor allem auch gut bezahlten Fachkräften kommen", so die bildungspolitische Sprecherin.

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25. Mai 2018

Wahlkreistag in der Rosenstadt Sangerhausen

Im Sangerhausener Rosarium kann man auf ca. 13 ha die weltgrößte Rosensammlung bewundern. Ein Dreiklang von Natur, Kulinarik und Kultur wird den Besucher*innen dort geboten. Als eine der Stationen der Gartenträume Sachsen-Anhalts ist bald geplant, auch WLAN anzubieten. Um das Rosarium für junge Familien attraktiver zu machen, wird auch über einen ideenreichen Kinderspielplatz hgedacht. Bisher beteiligen sich an der Finanzierung vor allem der Landkreis und die Stadt Sangerhausen. Die Hoffnung ist, dass alsbald auch das Land und der Bund sich am Erhalt und am Ausbau dieser fantastischen Anlage beteiligen, denn vom Tourismus lebt die Region und für Besucher*innen bundesweit ist es ein Erlebnis der besonderen Art. Gemeinsam mit Sabine Künzel, Stadträtin in Sangerhausen und Christine Kümmel, Vorsitzende der Kreistagsfraktion konnte ich das auf meiner Wahlkreistour genießen. Und: Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein. Die Bewerbung zur Landesgartenschau ist im Gespräch.

23. Mai 2018

Zu Gast in der Linie A

Die vereinigte Bürgerliste von Naumburg – engagierte Bürger*innen in der Stadt, die sich vor allem in der Politik der Gemeinde engagieren wollen – laden einmal im Monat in ein Bürgercafé in die Linie A ein. Dieses Mal stand das Thema Bildung auf dem Programm. Die Frage, die an diesem Abend diskutiert wurde, war, wie es gelingen kann, in der Stadtpolitik sehr viel mehr Engagement für die Naumburger Bildungslandschaft zu wecken oder gar einzufordern. Zu Gast waren neben mir als bildungspolitischer Sprecherin der Bundestagsfraktion Birke Bull-Bischoff, auch der Rektor des Naumburger Domgymnasiums und die Leiterin der Uta-Grundschule. Vor allem aber viele interessierte Naumburger*innen mischten sich ein, stellten Fragen, diskutierten Vorschläge, wie die Bildungslandschaft verbessert werden kann. Wichtig war den anwesenden Naumburger*innen beispielsweise mehr Transparenz in der Stadtpolitik. Die Grundschulleiterin erinnerte sich daran, dass sich die Schulleiter*innen in vergangenen Jahren regelmäßig in einer Runde beim Oberbürgermeister trafen um gemeinsam viele Dinge zu bereden. Es war ein sehr lehrreicher Abend, viele bekannte Gesichter trafen sich wieder, aber auch neue Kontakte und Diskussionen ergaben sich. Deutlich wurde, dass durchaus viele Menschen an der Politik in der Stadt, aber auch in Land und Bund interessiert sind.

23. Mai 2018

Viele Gründe zu feiern und viel Gründe nachzudenken

Seit 1543 lernen Schülerinnen und Schüler in Schulpforte, in der Nähe von Naumburg, in einer altehrwürdigen Klosteranlage. In 475 Jahren hat die Schule hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Gute und schlechte Zeiten. Moderne und Tradition sind hier nah beieinander. Es ist eine Schule, die Eliten fördern will. Ein umstrittener Begriff, gerade mit Blick auf die deutsche Geschichte. Auch heute gibt es kritische Sichten auf den Begriff und eine Praxis, sie hervorbringen soll. Nehmen wir stattdessen mal das Wort Begabtenförderung, das auch heute – anlässlich des Festakts zum Jubiläum – in vielen Grußworten auftauchte. Was heißt eigentlich Begabtenförderung? Wer gehört zu den Begabten? Aus dieser Frage ergibt sich eine Rückfrage: Wer gehört dann zu den weniger Begabten? Niemand ist in irgendeiner Weise vollständig begabt oder vollständig weniger begabt, gehört also zu Begabten oder zu weniger Begabten.  Das Wort Begabungen trifft es da sehr viel besser. Ein kleiner, aber bedeutsamer Unterschied. Jeder Mensch ist irgendwo begabt und gleichzeitig irgendwo weniger begabt. Begabungen zu fördern – oder auch Interessen und Stärken, besondere Fähigkeiten und Fertigkeiten – führt eher zum Ziel. Zu einem Ziel, das davon ausgeht, dass alle Schüler*innen die Chance haben müssen, ihre Begabungen entwickeln zu können und stark zu werden, ohne frühzeitig in eine Schublade gesteckt zu werden. "Finde dich selbst!" – so lautet ein Motto in Schulpforte. Die Schüler*innen dort sind ihrer Schule jedenfalls sehr verbunden, es war berührend, das zu erleben. Und das ist gut so. Wichtig ist aber gleichermaßen, dass gute Bildung, ein Klima, in dem Lernen gefördert wird und die Interessen von jungen Menschen gut aufgehoben und wertgeschätzt werden, allen jungen Menschen offen steht.

Und da sind wir an einem wunden Punkt: In Deutschland hängt der Schulerfolg, oder die Frage, welche Schule Kinder besuchen, wie in kaum einem anderen Land davon ab, in welchem Elternhaus sie groß werden, in welchem Wohnviertel sie leben, wie viel Geld ihre Familien zum Leben haben. Dem wirksam zu begegnen, dass muss das Ziel jeder Schule sein – oder werden.

23. Mai 2018

Besuchergruppenfahrt wird zur Erlebnistour

 

Am 22.05.2018 war die erste Besuchergruppe, Schülerinnen und Schüler von der Gotheschule Bad Lauchstädt, zu Gast. Wenn man reist, hat man war zu erzählen. Schon die Hinreise gestaltete sich spannend. Eine Vollsperrung der Autobahn 9 machte eine Anreise über Bundesstraßen nötig. Dank guter Navigation des Busfahrers erreichten wir pünktlich das Reichstagsgebäude. Dort wurden wir bereits vom Besucherdienst in Empfang genommen und erhielten im Paul-Löbe-Haus das Mittagessen. Nach etwas Wartezeit wurden wir dort abgeholt und auf die Besuchertribüne des Reichstags gebracht. Ein Vortrag über die Arbeit des Parlaments und der Besuch der Reichstagskuppel rundeten das eigentliche Besuchsprogramm ab. Die Rückreise wurde dann richtig aufregend. Die A9 war wieder gesperrt und ab ging es über die Umleitungsstrecke. Diese war nicht dafür ausgelegt, dass sich dort Bus und LKW begegnen. Vor jeder Engstelle staute sich der Verkehr. Bis zum Ort Cobbelsdorf ging alles gut, aber dann war es doch für Bus und LKW zu eng. 2 defekte Spiegel waren die Bilanz der Aktion. 3 Dinge waren an diesem Abend bemerkenswert. Die Polizei war recht schnell vor Ort und die beiden Polizisten waren sehr freundlich. Die Solidarität zwischen LKW und Busfahrer. Der LKW-Fahrer unterstütze den Busfahrer bei der Reparatur des Spiegels. Was ebenfalls beeindruckend war, die Hilfsbereitschaft der Anwohner des Ortes Cobbelsdorf. Obwohl deren Ortschaft über Stunden unter der Umleitung leiden musste, zeigten sie eine Hilfsbereitschaft, die man selten findet. Es wurden Leitern, Licht, Werkzeug und Klebeband zur Verfügung gestellt. So war die Weiterfahrt möglich und wir erreichten um 0:30 Uhr Bad Lauchstädt. Es war ein Erlebnis und man hat viel zu erzählen.

19. Mai 2018

Weinmeile 2018 in der Saale-Unstrut Region

Es war die 17. Weinmeile an Saale und Unstrut. Und wieder war es ein Erlebnis. Landrat und "Weinmajestäten" eröffneten das Event am Weingut Lützkendorf. In diesem Jahr wurden die Informationstafeln für den Pfad zwischen Bad Kösen und Roßbach enthüllt. Spaziergänger*innen und Radfahrer*innen können sich so über Vieles informieren, was den Weinanbau in der Region betrifft: die Lage, die Rebsorte und einiges andere mehr. Ein Gemeinschaftswerk zwischen Weinbauverband, Architekt*innen und Journalist*innen, die alles das sorgfältig zusammengetragen und produziert haben. Es ist beeindruckend, was in den letzten 25 Jahren hier in der Weinregion entstanden ist, unterstützt durch das Engagement der Winzer*innen, des Landkreises und der umliegenden Gemeinden und ihrer Bürger*innen. Viele viele Tausende von Menschen aus der Region und ihre Gäste tummelten sich, genossen die Weine und die Sonne, lauschten der Musik in den unterschiedlichen Weingütern zwischen Roßbach und Bad Kösen. Der liebe Gott muss ein Weinkenner und ein Genießer sein, denn das Wetter war herrlich. 

18. Mai 2018

Gespräch mit dem Verband Bildungsmedien

Mit dem stv. Vorsitzenden des Verbands Bildungsmedien e.V., Dr. Ilas Körner-Wellershaus diskutierte ich heute u.a. die Themen Bildung in der Digitalen Welt und damit verbundene Entwicklungen und Herausforderungen, Open Educational Resources (OER), Datenschutz, Lobbyismus im Klassenzimmer und die nächsten politischen Veränderungen in der Bildungspolitik auf Bundesebene.

18. Mai 2018

Deutschland ist ein digitales Entwicklungsland

Deutschland ist ein digitales Entwicklungsland und die Bundesregierung eine Ankündigungsweltmeisterin. Im Bundesbildungshaushalt 2018 taucht digitale Bildung so gut wie nicht auf. Der Digitalpakt lässt weiter auf sich warten. Zumal die versprochenen 3,5 Milliarden Euro für diese Wahlperiode kaum reichen werden. Selbst die Bertelsmann-Stiftung hat berechnet, dass 2,8 Milliarden Euro pro Jahr für die Schulen notwendig wären, um die Schulen digital fit zu machen. Doch es geht nicht nur um Technik und das Fitmachen für den Arbeitsmarkt: Bildung in einer digitalen Welt heißt auch, hinter die digitalen Kulissen zu schauen, sie zu verstehen und sie mitgestalten zu können.

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16. Mai 2018

Digitale Bildung ist Gemeinschaftsaufgabe

Debatte im Bundestag über Einzelplan 30 Bildung und Forschung: In Sachen digitale Bildung leider die Enttäuschung schlechthin. Selbst die Zukunftsaussicht von 3.5 Mrd. Euro – hier nicht drin – ist unsicher, finanziert durch einen Fond, dessen Einnahmen noch unbekannt sind. Gebraucht werden 2.8 Mrd. Euro pro Jahr – allein für eine bescheidene digitale Ausrüstung an Schulen.

Bundeskongress des DGB

Bundeskongress des DGB: viele Kolleg*innen im Gespräch mit Genoss*innen. LINKE trifft DGB und umgekehrt.

17. Mai 2018

Fassungslos

Zu Alice Weidel diese klare Aussage von Birke Bull-Bischoff ein:

"Fassungslos, dass offener und gleichermaßen übler Rassismus ganz rechts außen immer nochmal steigerungsfähig sind. So viel Hass ist unerträglich. Haushaltsdebatte im Bundestag."

Und Nein, es darf nicht gesagt werden!

Der Bundestag lehnte die Forderung der AfD, die Rüge Schäubles aufzuheben, mit 549 zu 85 Stimmen ab. Zwei Abgeordnete enthielten sich.

Selbstverständlich hat Birke Bull-Bischoff mit Nein gegen den AFD Antrag gestimmt.

15. Mai 2018

Diskussion mit Wikimedia

Heute morgen erster Termin des Tages: Gespräch unserer Arbeitsgruppe >Bildung< mit AkteurInnen von Wikimedia Deutschland . Es ging um freien Zugang zu Wissen, die Europäische Datenschutzgrundverordnung, Urheberrechtliche Fragen u.v.a.m.

08.05.2018 in Weißenfels

Am heutigen 08.05.2018 wurde im Weißenfels am sowjertischen Ehrenfriedhof eine neue Gedenktafel enthüllt.

Im Anschluss ein ein kurzes Videostatement von Birke Bull-Bischoff.

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Tag der Befreiung in Zeitz

Heute, am 08.Mai, dem Tag der Befreiung vom Faschismus, fand auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof in Zeitz eine Kranzniederlegung statt. Birke Bull-Bischoff erinnerte in ihrer Rede an das Leid, welches die Menschen erlitten und an die Millionen Opfer. Der Bezug auf die heutigen Zeit: Wehret den Anfängen. Konsequent gegen Hass, Ausgrenzung und rechtes Gedankengut.

4. Mai 2018

Jungweinprobe in Freyburg

"Jungweinerprobt" Politik machen: 28. Jungweinprobe der Saale-Unstrut-Weinregion. Dazugelernt: Kosten heißt nicht trinken, jedenfalls nicht zwangsläufig. Dazu gehört: Käse und Brot und Wasser

7. Mai 2018

Breitbandausbau im Burgenlandkreis

Heute wurden im Burgenlandkreis die letzten Fördermittelbescheide zum Breitbandausbau übergeben. Nach 2 Jahren kann endlich mit dem Ausbau begonnen werden. Gerade für Schulen ist dieser Ausbau dringend notwendig.

Videostatement Birke Bull-Bischoff

 

 

6. Mai 2018

Lesen wider das Vergessen in Naumburg

Auch in diesem Jahr fand am Sonntag in Naumburg das 4. Mal "Lesen wider das Vergessen" statt – eine Initiative der LINKEN im Burgenlandkreis, deren Ideengeber einst Roland Claus - ehemaliger Bundestagsabgeordneter – war. Viele Naumburger*innen waren gekommen, ein voller Erfolg bei herrlichem Wetter und vielen interessierten Zuhörer*innen. In bewährter Kooperation mit der Mitteldeutschen Zeitung, dem Theater Naumburg, der Freien Schule im Burgenland "Jan Hus", den Gewerkschaften und den Parteien DIE LINKE, SPD und Bündnis 90/ DIE GRÜNEN und CDU, der Stadtbibliothek und dem Forum Ehrenamt erinnerten viele Lesende an Bücher, die am 10.Mai 1933 von nationalsozialistischen Studentenschaften symbolisch verbrannt worden sind und lasen daraus vor.

Mit dabei waren der Landrat des Burgenlandkreises, Götz Ullrich, der Oberbürgermeister der Stadt Naumburg, Bernward Küper, der ehemalige Innenminister Dr. Curt Becker (alle CDU), Zu den Lesenden der LINKEN gehörten in diesem Jahr Katja Bahlmann, Kreisvorsitzende DIE LINKE, Jan Thyen, Vorsitzender der Stadtratsfraktion DIE LINKE in Naumburg und Kay Franke, Vorsitzender der Basisgruppe in Naumburg. Auch die Kreisvorsitzenden der SPD, der Landtagsabgeordnete Rüdiger Erben, und der Bündnisgrünen, Torsten Pörnig  und Steffi Schikor, lasen aus ihren Büchern. Im nächsten Jahr wird es dann ein erstes Jubiläum geben - das 5. Mal wird gelesen.

Ein kleiner Videoausschnitt

26. März 2018

Anfrage an die Bundesregierung zum Breitbandausbau im Burgenlandkreis

In der Sitzung des Kreistages des Burgenlandkreises wurde einmal mehr - zu Recht - beklagt, dass der notwendige Fördermittelbescheid für den Breitbandausbau im Burgenlandkreis noch immer nicht vorliegt. Eine Klage, die nun schon Jahre anhält. Daraufhin habe ich die Bundesregierung am 13. März angefragt, wann nunmehr mit einem solchen Bescheid zu rechnen sei und wo die Probleme liegen, die eine solche Zeitverzögerung rechtfertigen. Laut Antwort der Bundesregierung sind die Bescheide nun endlich auf gutem Wege. Am 16. März erging der Bescheid per Mail an die Verwaltung des Landkreises. Es kann nun hoffentlich losgehen mit einer vernünftigen Breitbandversorgung im Burgenlandkreis.

Hier die Antwort

 

 

12. März 2018

Newsletter 12.03.2018

Neuer Newsletter von Birke Bull-Bischoff und Katja Bahlmann

Zur Webversion hier lang:

9. März 2018

Rahmenbedingungen an Schulen müssen dringend verbessert werden

„Schüler und Lehrkräfte dürfen nicht weiter zum Sündenbock verfehlter Bildungspolitik gemacht werden“, erklärt Birke Bull-Bischoff mit Blick auf die Forsa-Umfrage zur Situation der Schulleiter, die heute auf dem Schulleiterkongress vorgestellt wurde. 57 Prozent der befragten Schulleiter sehen im Lehrkräftemangel das ärgste Problem. Die Folgen dieses Mangels sind unbesetzte Stellen, Unterrichtsausfall, schlechte Arbeitsbedingungen für Lehrer und Lehrerinnen. Die Sprecherin der für Bildungspolitik der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Bundesweit sind zwölf Prozent der Lehrerstellen an Grundschulen und sechs Prozent an weiterführenden Schulen nicht besetzt. Das ist ein unhaltbarer Zustand. Dass sich so viele mit der Inklusion behinderter Schüler und Schülerinnen sowie der Integration von Flüchtlingskindern überfordert fühlen, verwundert nicht, auch hier macht sich der Personalmangel dramatisch bemerkbar.

Mittlerweile gibt es an mehr als jeder dritten Schule Seiteneinsteiger, von denen 65 Prozent keine systematische pädagogische Vorbereitung erhalten haben. Aufgrund der Zeitnot wird es ohne sie jedoch nicht mehr gehen, selbst wenn parallel der Ausbau von Studienplätzen für die Ausbildung von Lehrämtern weiter vorangetrieben wird.

Bei all diesen Problemlagen ist die Qualitätssicherung besonders wichtig und darf nicht vernachlässigt werden. Die Kultusministerkonferenz muss endlich handeln. Daneben müssen Bund, Länder und Kommunen gemeinsam enger zusammenarbeiten, um zügig kurz-, mittel- und langfristige Lösungen zu finden: Zum Abbau des Lehrkräftemangels ohne Qualitätsverlust, zur Steigerung der Attraktivität des Berufsfeldes, etwa durch die Verbesserung und Vereinheitlichung der Lehrergehälter, sowie zu Verbesserungen in der Lehrerbildung.

Das Kooperationsverbot in der Bildung muss endlich vollständig aufgehoben und eine Gemeinschaftsaufgabe Bildung im Grundgesetz verankert werden. Wir brauchen bundesweit geltende Vereinbarungen zur Sicherung materieller und personeller Rahmenbedingungen an Schulen, zur Ausbildung und zu Arbeitsbedingungen der Fachkräfte und zur Bildungsfinanzierung.“

13. Februar 2018

Merkels Bildungsrepublik lässt weiter auf sich warten

Viele der im Bildungsabschnitt des Koalitionsvertrags angekündigten Vorhaben der alten und neuen Koalitionspartner (sofern die SPD-Basis so entscheidet) sind kleine Schritte in die richtige Richtung. Doch die Vision von der einst von Merkel ausgerufenen Bildungsrepublik Deutschland wird wieder verfehlt – zu wenig ambitioniert und halbherzig erscheinen die gesteckten Ziele, sie packen das Problem nicht an der Wurzel, eine systemische Verbesserung hin zu mehr Chancengerechtigkeit, Durchlässigkeit und Vergleichbarkeit und bundeseinheitliche Rahmenformulierungen zur Sicherung der sozialen, materiellen und personellen Lehr- und Lernbedingungen, Beitrags- bzw. Gebührenfreiheit bleiben aus.

Natürlich freuen sich die Länder und Kommunen über jeden Cent mehr vom Bund für die Bildung angesichts der zum Teil desolaten Lage. 2 Milliarden Euro für den Ganztagsschulausbau und ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter sind da auch schon eine Hausnummer und nicht einfach nichts. Nur: Angesichts der 32,4 Milliarden Euro Sanierungsstau bei Schulen, 50 Milliarden bei den Hochschulen und weitere 4,5 Milliarden Euro bei den Kitas, Mangel an Erzieher*innen und Pädagog*innen – allein im Grundschulbereich fehlen bis 2025 etwa 105.000 Lehrkräfte – lassen die gesetzten Ziele an Ernsthaftigkeit und Ehrgeiz zweifeln.

Kooperationsverbot aufheben, Gemeinschaftsaufgabe Bildung ins Grundgesetz!

Nun soll das Kooperationsverbot insofern weiter gelockert werden, als der Bund den Ländern jetzt Finanzhilfen für die Bildungsinfrastruktur aller Kommunen, nicht mehr nur den finanzschwachen, geben kann. Klingt soweit gut und ist auch wieder ein Schritt in die richtige Richtung. Aber die Tücke steckt wie immer im Detail: Die Lockerung bezieht sich eben nur auf infrastrukturelle Aspekte im Bildungsbereich und „kann“ ist nun mal eine Formulierung von Freiwilligkeit.

DIE LINKE fordert dagegen die Aufhebung des Kooperationsverbots für den gesamten Bildungsbereich und die Verankerung einer Gemeinschaftsaufgabe Bildung im Grundgesetz. Bund und Länder würden in gemeinsamer Bildungsverantwortung die Umsetzung von Inklusion, Erfordernisse digitaler Bildung (und eben nicht nur Infrastruktur) etc. in den Blick nehmen können. Das wäre ein echter kooperativer Bildungsföderalismus.

Digitalpakt halbherzig

Etwas konzeptionslos und als Werbegag erscheint der Digitalpakt als eines der Koalitionsschmankerl daherzukommen. Nach Wankas Ankündigungen im Herbst 2016 jubelten alle angesichts des versprochenen Geldsegens von 5 Milliarden Euro. Dann setzte das Vertrösten auf die nächste Wahlperiode ein. Nun ist sie da mit dem Ergebnis: 3,5 Milliarden Euro und der Rest in der nächsten Legislatur. Im Rahmen dessen übernimmt der Bund auch lediglich infrastrukturelle Aufgaben.

Keine halben Sachen bei der Novellierung des Berufsbildungsgesetzes

Ein positiver Schritt ist das Ziel, eine Mindestausbildungsvergütung im Berufsbildungsgesetz zu verankern. Damit nimmt die zukünftige GroKo eine linke Forderung in ihren Vertrag mit auf (keine der drei Parteien hatte das vorab gefordert). Aber: Mal davon abgesehen, dass im Koalitionsvertrag keinerlei Aussage zur Höhe der Vergütung getroffen wird, zeigt sich an dieser Stelle die Halbherzigkeit, in Bezug auf Chancengleichheit wirklich ernsthaft etwas bewegen zu wollen. Denn letztlich handelt es sich auch nur um die Ausbildungsberufe, die unter das Berufsbildungsgesetz fallen. Alle anderen Ausbildungen, etwa die nach Landesgesetz geregelten, wären davon ausgenommen.

DIE LINKE fordert neben einer solidarischen Umlagefinanzierung für eine für alle geltende Mindestausbildungsvergütung und für ein elternunabhängiges Mindestausbildungsgeld für anerkannte Schulberufe. Schulgeld für die Ausbildung an beruflichen Schulen in den Vollzeitberufen muss abgeschafft werden. Doch dazu verliert der Koalitionsvertrag kein Wort. Denkt man an die Erfahrungen aus der Einführung des Mindestlohns zurück, lässt das auch wenig Positives erwarten. Während sich die GroKo in der letzten Legislatur davor drückte, notwendige Nachjustierungen im  Berufsbildungsgesetz vorzunehmen, legte DIE LINKE umfassende Handlungsoptionen zur Nachbesserung vor, etwa die Verankerung einer Mindestausbildungsvergütung, Mitbestimmung der Azubis in den Betrieben, keine Beschäftigung, die über die vereinbarte wöchentliche Arbeitszeit hinausgeht, die Einrichtung von Beschwerdestellen, die ein niedrigschwelliges und barrierefreies Beschwerdemanagement ermöglichen, sowie einen geeigneten Betreuungsschlüssel von Ausbildern und Azubis.

Bedauerlich ist darüber hinaus, dass inklusive Bildung, Lehreraus- und Weiterbildung, Grundbildung und Alphabetisierung, Sprachförderung sowie Schulsozialarbeit entweder gar keine Erwähnung finden oder völlig unterbelichtet in blumigen Worten abgehandelt werden. DIE LINKE hat dazu Vorschläge unterbreitet: So fordern wir u.a. die Verankerung von Schulsozialarbeit im SGB VIII, und unsere Verbesserungsvorschläge zur Umsetzung Inklusion in der Kita, Schule, in der beruflichen und Hochschulbildung finden sich in unseren Anträgen zum Thema (Drucksachen-Nr. 18/8420, 18/8421, 18/8889 und 18/9127, alle PDF) wieder.

Fazit: eher lau als wow…

Der erste Eindruck des großen Wurfs in der Bildungspolitik seitens des Bundes in einer Fortführung der GroKo verpufft an vielen Stellen durch viel Prosa ohne Konkretes oder gar eine finanzielle Untersetzung. Zu wenig ist klar, was die Länder und Kommunen gegenfinanzieren müssen. Sicher sind viele Ansätze im Koalitionsvertrag richtig, aber sie sind zu dünn, als dass sie dazu beitragen werden, die Schieflagen des Bildungssystems und der Chancenungerechtigkeiten endlich spürbar beseitigen.

Bildungspolitik
14. September 2017

Schulsozialarbeit als Regelaufgabe etablieren

Bild: pixelio.de/Dieter Schütz

Ein Schulabschluss ist der Grundstock für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben. Sachsen-Anhalt hat jedoch mit einer der höchsten Schulabbrecherquoten in Deutschland zu kämpfen. Unsere bildungspolitische Sprecherin im Landtag, Birke Bull-Bischoff setzt sich daher seit Jahren für einen Ausbau der Schulsozialarbeit ein. Mit dem bisherigen Schulsozialarbeiterprogramm »Schulerfolg sichern!« konnten bereits Erfolge verbucht werden. Dieses Programm läuft jedoch zum Jahr 2020 aus. DIE LINKE fordert deshalb die Landesregierung auf, den Übergang zu sichern. mehr

Vor Ort
13. September 2017

Region kämpft um Käserei Bad Bibra

Eine Region und über 100 Beschäftigte kämpfen um die weitere Existenz der Molkereigenossenschaft Bad Bibra. Demo und Runder Tisch mit Gewerkschaft, Geschäftsführung, Milchbauern und kommunalen Mandatsträgern endete mit der vorzeitig herausgegebenen Pressemitteilung des Unternehmens, dass das Werk geschlossen werden soll und eine milchwirtschaftliche Nachnutzung ausgeschlossen bleibt. Welche Arroganz steht da dem regionalen Engagement für Kompromisse gegenüber. Das hat sehr wohl was mit Kapitalismus zu tun. mehr

Vor Ort
10. September 2017

Sommerfest der LINKEN in Bad Dürrenberg

Es war wunderbares Wetter und der richtige Ort für ein linkes Familienfest am Sonntag vor dem Palmenhaus in Bad Dürrenberg. Viele Leute kamen vorbei, es war der Tag des offenen Denkmals. Die bestimmt am besten ausgerüstete linke Ortsgruppe unseres Landesverbandes in Mücheln und Braunsbedra hatte vieles zu bieten: Zuckerwatte, ein Glücksrad und ein Riesenmikado. Und so ganz nebenbei gab´s Politik, mit der Direktkandidatin und den Kommunalpolitiker*innen in und um Bad Dürrenberg. Dankeschön an die Macher*innen. Von jetzt ab jedes Jahr!

Vor Ort
10. September 2017

Sommerfest auf dem Stadtbalkon

Nah am Wasser, gleich neben der Pfennigbrücke: Der Stadtbalkon von Weißenfels ist ein idealer Ort für ein Sommerfest. Mit dabei Roland Claus, Lars Brzyk, Birke Bull-Bischoff und viele Genoss*innen aus dem Burgenlandkreis. Zu unseren Gästen gehörte auch Andreas Höppner, Landesvorsitzender der LINKEN. Politik, Musik, Spektakel auf dem Wasser, Beachvolleyball, Schach spielen, Kinder schminken und miteinander erzählen - so feiert DIE LINKE im Burgenlandkreis. Und wer feiern kann, kann auch zusammen kämpfen. mehr

Vor Ort
7. September 2017

Doppelter Wahlkampf in Lützen

Am 24. September 2017 wird nicht nur ein neuer Bundestag gewählt. Auch die Einheitsgemeinde Lützen wählt einen neuen Bürgermeister. Unser Kandidat ist Lars Brzyk. Deshalb war am Donnerstag doppelter Wahlkampf angesagt. Zunächst auf dem Markt in Lützen. Viele ehemalige Leuna-Arbeiter erzählten über alte Zeiten und das, was sie heute empört: niedrige Rente, niedrige Löhne oder lange Arbeitslosigkeit. Anschließend ging es nach Kaja, nach Rahna, nach Klein- und Großgörschen und Starsiedel: Politik aus der Flüstertüte.

Vor Ort
6. September 2017

Soziale Spaltung hat viele Gesichter

Am Mittwoch war der Treffpunkt bei der TAFEL in Lützen. Alte und Junge, Frauen und Männer, alleinerziehende Eltern und alleinlebende Arbeitslose kommen wöchentlich in die "Blaue Maus" in der Göteborger Straße in Lützen, um sich Gemüse, Obst, Wurst und Käse oder auch etwas Süßes zu holen. Nicht einfach so. Nein. Wenn man von Hartz IV leben muss, dann wird es oft sehr knapp. Am Ende des Geldes ist noch viel Monat übrig. Es erleichtert das Leben, wenn man dann an der TAFEL Unterstützung erfährt. So eine Schicht dort erdet Politiker*innen. Und es ist eine schwere Arbeit, auch für´s Gemüt. Von sozialer Spaltung zu reden, ist einfach, damit zu leben, ist bitter. Deshalb brauchen wir eine armutsfeste Grundsicherung von 1050 Euro, ohne Bürokratie und Drohung. Auch Langzeiterwerbslose müssen in Würde leben können und am Leben teilnehmen können.

Vor Ort

Familienfest in Bad Dürrenberg

Am Sonntag den 10.09 lade ich recht herzlich zum Familienfest nach Bad Dürrenberg ein. Los geht es 11.00 Uhr mit Live-Musik von Christian Georgi. Der gefragte Studiomusiker war u.a. an Produktionen mit Gerhard Schöne, Reinhard Mey, Hannes Wader und Annekathrin Bürger beteiligt. Beim Polit-Talk auf dem "Roten Sofa", haben Sie die Gelegenheit mit mir ins Gespräch zu kommen. Unsere Hüpfburg und Spielstraße bietet reichlich Abwechslung für unsere kleinen Gäste. Für das leiblich Wohl ist gesorgt. Ich freue mich auf Ihren Besuch.

Vor Ort
28. August 2017

Mein erstes Mal - Haustürwahlkampf in Droyßig

Haustürwahlkampf ist nicht jedermanns Sache. Es braucht schon Überwindung und eine Portion Mut und Gelassenheit, an fremden Türen zu klingeln, um mit den Menschen hinter den Fenstern ins Gespräch über Politik, Gott und die Welt zu kommen. Es war Zeit, ins kalte Wasser zu springen und es einfach mal auszuprobieren. Es lohnt sich, "Tür-und-Angel-Gespräche" über große Politik und zu kleine Renten, über Flüchtlinge und Frau Merkel, über die DDR und das eigene Leben zu führen. Ich habe eine Menge gelernt, darüber, was Menschen bewegt, wie ihre Sicht auf Politik ist und welche Ansprüche sie an Politik haben.

Vor Ort
28. August 2017

"Kochen mit Birke"

Kartoffelsuppe kann nicht nur die Kanzlerin. Das haben wir am 28. August in Hohenmölsen bewiesen. Frische Zutaten schnippeln, kochen, abschmecken, nebenbei mit Passantinnen und Passanten ins Gespräch kommen - ein Angebot, das rege genutzt wurde: und zum Schluss wurde ausgeteilt. Alle Testpersonen waren sich einig: es schmeckte wunderbar. Wenn im Wahlkampf das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden wird, ist er ein besonderes Vergnügen. mehr

Vor Ort
27. August 2017

Beachvolleyball in Bad Dürrenberg

Foto: Wolfgang Kuback

Sport ist in Bad Dürrenberg eine Hausnummer, vor allem beim Chemie Volleyballclub Mitteldeutschland - dem CVM. Mit seiner Unterstützung organisierte DIE LINKE. Saalekreis einen Beachvolleyballcup, dessen Schirmherrin ich sein durfte. 10 Mannschaften waren unsere Gäste und alle hatten sichtlich Spaß. Das Wetter war toll, die Stimmung auch. Herzlichen Dank an Sabine Krems, Detlef Walloch, Daniel Drescher, Klaus-Werner Müller (Film) und Wolfgang Kubak (Fotos).

Vor Ort
20. August 2017

"Sehen und gesehen werden!"

Foto: Wolfgang Kubak

Am Sonntag bei herrlichem Wetter ging es rund um den Geiseltalsee - das war Wahlkampfspaß pur. Mit den Genoss*innen aus dem Saalekreis - darunter Alexander Sorge, Direktkandidat im Nachbarwahlkreis 74 -  auf Gefährten mit jeweils vier Rädern unterwegs. Offenbar hatten auch die Zuschauer*innen an diesem schönen Sonnentag viel Spaß an uns. Kurze Diskussionen unterwegs, mal ein Lächeln, mal ein Daumendrücken. Das war Spitze, gerne wieder! Dank an Wolfgang Kubak für die Bilder! und an die Genoss*innen aus der Spitze des Wahlkreises 73!

Vor Ort
18. August 2017

Mit dem Rad durch den Wahlkreis

Foto: Wolfgang Kubak

Von Zeitz entlang dem Elsterradweg bis nach Hohenmölsen, dann nach Teuchern, Weißenfels bis nach Bad Dürrenberg: fast 60 km durch den Wahlkreis 73. Unterwegs sind wir vor allem mit Zeitzer*innen und Wähler*innen aus Bad Dürrenberg ins Gespräch gekommen. In den Gemeinden unterwegs waren dann die Briefkästen dran: Postkarten und Kurzwahlprogramme für alle. Und ganz umsonst gab es die Erfahrung, dass Elsterradweg und Saaleradweg in wunderschöner Umgebung liegen und sehr familienfreundlich sind. HERZLICHEN DANK an alle, die organisiert haben und an Wolfgang Kubak (Fotos) und Klaus-Werner Müller und sein Team (Film).

Vor Ort
16. August 2017

Im kleinsten Stadttheater Deutschlands

Am vergangenen Mittwoch sind wir zu Gast im Theater Naumburg gewesen - mit vier Schauspielern ist es das kleinste Stadttheater Deutschlands. Stefan Neugebauer und Katja Preuß hatten einiges zu erzählen über Vorstellungen des Umbaus der Spielstätte, über zehn geplante Premieren in der kommenden Spielzeit unter dem Titel "Lebensträume", über halbwegs gesicherte Finanzierung durch die Stadt, den Landkreis und das Land. Wir werden wiederkommen, dann vor allem, um "richtig ins Theater zu gehen". Hier geht´s nämlich zum Spielplan: https://www.theater-naumburg.de.

Vor Ort
10. August 2017

Mit der Tram in den Wahlkampf

Das ungeduldige Scharren mit den Füßen hat ein Ende - heute fand endlich der offizielle Wahlkampfauftakt im Burgenlandkreis statt. Mit der traditionsreichen Naumburger Straßenbahn ging es quer durch die Stadt, um an den Haltestellen mit Interessierten ins Gespräch zu kommen, dann gab es den ersten "Kaffeeklatsch mit Birke" auf dem Naumburger Marktplatz. Bei Kaffee und Kuchen sind wir mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch gekommen und haben erstmals die Plakate für die Bundestagswahl präsentiert.

Vor Ort
9. August 2017

Ouzo für alle - beim nächsten Mal

Am 10. August war ich Gast beim Stammtisch für Integration in Naumburg. Vor 2 Jahren haben sich dort Menschen über Facebook getroffen, die ein gemeinsames Anliegen haben: sie engagieren sich für die Flüchtlingshilfe. Seitdem treffen sie sich jeden Mittwoch im Restaurant „Akropolis“. Dort sitzen die unterschiedlichsten Akteure beieinander: Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Ärtzinnen und Ärzte, Lehrerinnen und Lehrer, Engagierte in der Kinder- und Jugendarbeit. mehr

Quelle: http://www.birke-bull.de/politik/aktuell/